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„Schon vor Jahrtausenden hegten Menschen den Wunsch, einander geheime Nachrichten zukommen lassen zu können. Diesen Wunsch können verschiedene Techniken der Kryptografie erfüllen.“

Schon vor Jahrtausenden hegten Menschen den Wunsch, einander geheime Nachrichten zukommen lassen zu können. Diesen Wunsch können verschiedene Techniken der Kryptografie erfüllen, mit deren Grundlagen sich der erste Teil dieser Serie befasst.

Das Wort Kryptografie ist zusammengesetzt aus den beiden griechischen Wörtern kryptos und graphein, was „geheim“ und „schreiben“ heißt. Die Kryptografie ist dementsprechend die Wissenschaft, die sich mit dem Schreiben geheimer Nachrichten befasst – also dem Vorgang, den man umgangssprachlich mit Verschlüsselung meint.

Der Kryptografie gegenüber steht die Kryptoanalyse. Sie ist die Wissenschaft, die sich mit dem Erforschen, dem Analysieren und dem Entschlüsseln geheimer Nachrichten beschäftigt. Die Kryptoanalyse bildet gewissermaßen die Kehrseite der Kryptografie.

Tatsächlich ist die Kryptografie jedoch nicht die einzige Methode, geheime Nachrichten zu verfassen: Die Steganografie beispielsweise basiert auf der Idee, Nachrichten nicht zu verschlüsseln, sondern zu verstecken. Die meisten kryptografischen Verfahren haben nämlich den großen Nachteil, dass man den verschlüsselten Nachrichten sofort ansieht, dass sie verschlüsselt sind – das alleine kann schon Verdacht erregen.

Versteckt man die Nachricht stattdessen auf unauffällige Art, erspart man sich unter Umständen sehr unangenehme Maßnahmen. Im Zusammenhang mit Kryptografie ist es sicherlich sinnvoll, den Begriff der Steganografie schon einmal gehört zu haben, im Folgenden geht es allerdings ausschließlich um die Kryptografie selbst.

Alice, Bob und Eve …

Wie bereits erwähnt, geht es bei der Kryptografie um das Verschlüsseln und das Entschlüsseln von Nachrichten. Die beiden Vorgänge stellen zwei Seiten einer Medaille dar und bedingen sich wechselseitig. Um eine Verschlüsselung durchführen zu können, muss zunächst eine Nachricht vorliegen, die übertragen werden soll. Sie wird als Klartext (Plain Text) bezeichnet. Durch die Verschlüsselung wird aus dem Klartext der Geheimtext (Cipher Text). Wird er wieder entschlüsselt, erhält man den ursprünglichen Klartext.

Wenn Nachrichten übermittelt werden sollen, gibt es stets auch einen Absender und einen Empfänger. In der Kryptografie haben sich hierfür zwei Personae eingebürgert: Die Absenderin wird üblicherweise Alice benannt, der Empfänger Bob. Selbstverständlich müssten Alice und Bob ihre Kommunikation nicht schützen, wenn es keine Dritte im Bunde gäbe, vor der es Dinge geheim zu halten gilt: Die Angreiferin wird in der Kryptografie üblicherweise Eve genannt. Sie ist diejenige, die mit den Mitteln der Kryptoanalyse versucht, die abgefangenen Nachrichten unrechtmäßig zu knacken.

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579895419Kryptografie: Was sagt Cäsar?
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