Alexander Heusingfeld innoQ

Bei der Verantwortungsdelegation wüsste ein Mitarbeiter, welches Ziel sein Vorgesetzter oder das Unternehmen mit der Einführung von Microservices verfolgt.

Mit diesem Artikel möchte ich Ihnen die Frage stellen, warum Sie eigentlich Microservices einführen wollen. Denn es ist immens wichtig, sich der Gründe und Ziele bewusst zu sein. Leider habe ich zu oft erlebt, wie die glänzenden, neuen Technologien die eigentlichen Ziele des Unternehmens in Vergessenheit geraten lassen und zum Selbstzweck werden.

Wenn ich mit Kollegen, Bekannten oder Kunden über Microservices spreche, kommt es nicht selten vor, dass „Tales from the trenches“ aus fehlgeschlagenen Microservices-Projekten ausgetauscht werden. Einige basieren zwar auf Hörensagen und klingen wie Mythen und Legenden, die sich gefallene Helden am Lagerfeuer erzählen. Allerdings lohnt es sich trotzdem, genau zuzuhören und unter die Oberfläche zu schauen, denn aus den gemachten Fehlern können wir meist lernen.

Kollege 1: „Wir hatten unvorhergesehene Probleme bei der Integration. Die zwischen den Services übergebenen Daten passten teilweise nicht zusammen.“

Kollege 2: „Das Gesamtsystem ist in Produktion viel langsamer geworden. Die einzelnen Module werden jetzt per HTTP aufgerufen.“

Bekannter 1: „Es gibt bei uns jetzt so viele einzelne Microservices. Das ist das absolute Chaos! Wir haben keinen Überblick mehr, wo welcher Service läuft.“

Bekannter 2: „Wir hatten unzählige Meetings, in denen wir über alle möglichen Detailentscheidungen diskutiert haben. Teilweise mit Leuten, die weder direkt beteiligt waren, noch Erfahrung in dem Bereich hatten.“

Kunde 1: „Manchmal hatte ich das Gefühl, die Leute haben Angst, Unbekanntes einfach auszuprobieren. Stattdessen wurden von möglichst vielen Leuten Meinungen eingeholt. Das hat natürlich zu endlosen Diskussionen geführt.“

Kunde 2: „Wir haben eine Architektur entworfen, aber keiner hat sich daran gehalten!“

In den allermeisten Fällen sind diese Probleme nicht technisch, sondern organisatorisch begründet. Oft liegt es daran, dass die Mitarbeiter nicht verstanden hatten, welche Ziele durch die Einführung von Microservices erreicht werden sollten. Deshalb hielten sie das Thema nur für eine weitere Sau, die durchs Dorf getrieben wird.

Gerade deshalb ist die Frage nach den Zielen aus meiner Sicht so wichtig: Warum wollen Sie Microservices einführen? Was wollen Sie dadurch erreichen? Was soll besser werden? Was soll sich verändern und warum? Wenn Sie diese Fragen für sich beantworten, verfassen Sie die Antworten so, dass sie jeder im Unternehmen versteht und sie als Leitlinien für spätere Diskussionen und Entscheidungen im Projektteam dienen können. Schauen wir uns einmal einige der Antworten an, die mir auf diese Fragen gegeben wurden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Business Technology 2.17 - "DevOps"

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579800697Warum wollen Sie Microservices bauen?
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