Rainer Stropek Selbstständig

Ein wichtiger Grundpfeiler der Microservices-Idee ist, dass Teams autonom die besten Werkzeuge für ihre individuellen Herausforderungen wählen können. Dazu gehören auch DevOps und die Cloud.

Microservices sind seit einiger Zeit in aller Munde. Diese Architektur verspricht Lösungen für Probleme, die vielen Organisationen unter den Nägeln brennen: Schneller auf neue Anforderungen reagieren, mehr Eigenverantwortung für Teams, bessere Skalierbarkeit, einfacheres Deployment, weniger Abhängigkeiten durch lose Kopplung und vieles mehr. Leider übersehen viele, die mit dem Gedanken spielen, ihren Monolithen in kleine, autonome Services zu zerteilen, dass Microservices ohne DevOps zum Scheitern verurteilt sind. Wie soll man schließlich ein Sammelsurium von dutzenden oder sogar hunderten Services ohne hochgradige Automatisierung, Software-driven Data Center, solide Telemetrie und Ähnliches managen? Die Probleme, die sich beim Monolithen in Sachen Quellcodeverwaltung, Versionisierung, automatisiertem Testen, Continuous Integration, Continuous Deployment, Release Management und Monitoring zeigen, löst ein Beschluss, auf Microservices zu schwenken, nicht in Luft auf. Im Gegenteil, sie werden erst so richtig akut.

Warum die Cloud in der Praxis eine Voraussetzung für Microservices ist

Wenn ich zu alteingesessenen Unternehmen eingeladen werde, die in Richtung Microservices gehen möchten, ist der Hinweis auf DevOps als Grundlage für die Veränderung nicht selten eine Überraschung. Man erschrickt, weil die notwendige Infrastruktur in der Anschaffung, Einführung und im Betrieb teuer wäre. Die bei uns üblichen Rechenzentren sind selten auf die DevOps-Anforderungen des 21. Jahrhunderts ausgelegt. An dieser Stelle folgt häufig das Zweifeln, ob Microservices vielleicht doch nur etwas für die ganz großen IT-Unternehmen sind.

In solchen Situationen ist es höchste Zeit für einen Weckruf. Ich zeige dann gerne, wie man mit Public Clouds wie Microsoft Azure in wenigen Stunden eine Paradeinfrastruktur für Microservices bauen kann: Quellcodeverwaltung und CI/CD mit Visual Studio Team Services, Deployment-Automatisierung und Releasemanagement in Verbindung mit Azure, PaaS-Angebote für hochverfügbaren Speicher (SQL, NoSQL) und Message Broker, Serverless Operations mit App Services – alles fix und fertig vorhanden und in kürzester Zeit einsatzbereit. Es ist dann doch mehr bei der Public Cloud involviert als nur das Austauschen von Servern im Keller durch virtuelle Maschinen irgendwo im Internet.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 12.16 - "Der DevOps Vorteil"

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297593Stropek as a Service: No Cloud, no Microservice!
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