Sebastian Springer MaibornWolff

Die vorrangigen Ziele, die die Entwickler von Node.js seit jeher verfolgen, sind Stabilität, Performance und Sicherheit, und das schlägt sich auch in der Entwicklung der Plattform nieder.

Seit dem initialen Release 2009 hat sich viel getan, sowohl Gutes als auch weniger Gutes. Die Plattform hat zahlreiche Maintainer kommen und gehen sehen, wurde geforkt und wieder zusammengeführt und ist mittlerweile in ruhigerem Fahrwasser angelangt. Das ist unter anderem der Verdienst einer aktiven Community und vieler engagierter Contributors, die sich um die Stabilität und Performance von Node.js kümmern. Mittlerweile ist die Plattform bei den zweistelligen Versionsnummern angelangt. Ein guter Zeitpunkt, um einen Blick auf die aktuelle Entwicklung zu werfen und zu sehen, was uns in nächster Zeit noch alles erwartet.

Nach der Zusammenführung von Node.js und io.js wurde die Organisation von Node.js radikal geändert. Die Entwicklung der Plattform findet unter dem Dach der Node.js Foundation statt. Diese Organisation ist vergleichbar mit der Linux Foundation, die sich um die Entwicklung des Linux-Betriebssystems kümmert. Statt einer Einzelperson an der Spitze der Entwicklung lenkt mittlerweile ein Technical Steering Committee das Schicksal der Plattform. Das Team hinter Node.js ist also ein Stück weit anonymer geworden, was für eine Plattform hinsichtlich des Einsatzes in Unternehmen allerdings von Vorteil ist, da die Weiterentwicklung und Unterstützung nicht mehr an bestimmte Personen gebunden ist. Das Technical Steering Committee verwaltet in erster Linie den Code und die Dokumentation der Node.js-Plattform und koordiniert diese in regelmäßigen Meetings. Das Gremium ist aber auch für die Releases und die Unterstützung der Community verantwortlich. Eine der am deutlichsten sichtbaren Änderungen, die sich für Entwickler ergeben, ist ein festgelegter Releasetakt. Zweimal jährlich gibt es ein neues Major-Release von Node.js. Dabei sind die Releases mit den geraden Versionsnummern Long-Term-Support-Releases (LTS) mit einer längeren Unterstützung seitens der Node.js Foundation. Der Lebenszyklus der ungeraden Versionen endet hingegen nach einem halben Jahr. Ein LTS-Release wird nach einem halben Jahr als reguläre Version in den LTSZyklus überführt. Dann wird die Version über einen Zeitraum von achtzehn Monaten aktiv unterstützt und für weitere zwölf Monate mit Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen versorgt. Dieser Schritt war vor allem für den Einsatz von Node. js in größeren und länger laufenden Projekten ein großer Vorteil, da dadurch die Planbarkeit erheblich verbessert wird. Bei der Versionierung folgt Node.js den Vorgaben von Semantic Versioning. Das bedeutet, dass es in den halbjährlichen Releases Breaking Changes in den Schnittstellen geben darf. Zwischen diesen Major-Releases bleibt das API allerdings stabil, sodass in den meisten Fällen bedenkenlos aktualisiert werden kann. Auch bei den Major Releases gehen die Maintainer vorsichtig mit Breaking Changes um. Meist werden Schnittstellen zuerst als Deprecated markiert und erst in der darauffolgenden Version entfernt. Insgesamt ist Node.js mit dieser Art der Releaseplanung wesentlich stabiler und verlässlicher geworden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

PHP Magazin 5.18 - "Node.js 10: What's next?"

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