Jurry de la Mar T-Systems International GmbH

„Wer heute sein Feld erfolgreich bestellen und effektiv sowie nachhaltig zugleich produzieren will, der greift auf ein außerirdisches Werkzeug zurück: Sentinel-2A.“

Das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus der europäischen Weltraumbehörde ESA erstellt Satellitenbilder des Planeten. Zwanzig Terabyte an Daten kommen dabei jeden Tag zusammen. Daten, die die ESA über die Open Telekom Cloud für jeden verfügbar macht.

Traktor, Pflug und Mähdrescher reichen für Landwirte längst nicht mehr aus. Wer heute sein Feld erfolgreich bestellen und effektiv sowie nachhaltig zugleich produzieren will, der greift auf ein außerirdisches Werkzeug zurück: Sentinel-2A. Der rund 1 000 Kilogramm schwere ESA-Satellit gehört zum Erdbeobachtungsprogramm Copernicus und fliegt in einem polaren Orbit um den Planeten herum. Gemeinsam mit dem Sentinel-2B bildet er dabei ein Gespann, das mit einer Abtastbreite von 290 Kilometern die Erdoberfläche scannt.

Big Data statt Bauernregel

Zehn Tage braucht das Satellitenpaar, dann hat es die gesamte Erde in einer Auflösung von 10 x 10 Metern erfasst. Nicht nur im sichtbaren Lichtspektrum, sondern auch im Infrarotbereich, um etwa die Pflanzenvitalität und photosynthetische Aktivität zu erfassen. So zeigen die Bilder dann, wo auf den Feldern aufgrund von Nährstoffdefiziten mehr Düngemittel nötig sind oder welche Gebiete mehr Wasser brauchen. Landwirte sehen, wo mehr Pflanzen gedeihen und wo wachstumsschwache Bereiche sind. Die Sentinel-2-Satelliten erkennen im Detail das, was dem menschlichen Auge in Gänze verborgen bleibt. Vorteil für den Bauern: Mit den Informationen aus dem Orbit minimiert er das Risiko von Ernteverlusten und erhöht die Wirtschaftlichkeit – Big Data aus dem All statt Bauernregeln.

Nicht nur Landwirte arbeiten mit den Daten des Copernicus-Programms (Kasten: „Copernicus – Europas Wächter im All“), sondern auch Reedereien, Versicherungen und Bauunternehmen. Die Copernicus Data and Information Access Services, kurz DIAS, stellt die Informationen in der Open Telekom Cloud für jedermann kostenlos bereit. Das Ziel der ESA: Jeder soll die Daten aus dem All einfach nutzen können – ohne aufwändige Datentransfers, ohne Investitionen in eigene IT-Infrastruktur und ohne Spezial-Know-how.

Satellitendaten für Jedermann

T-Systems hat im Auftrag der ESA die Informationen aus dem Weltall gewissermaßen demokratisiert: Über den Dienst Mundi Web Services stehen nicht nur Daten, sondern auch vorbereitete Services für Analyse bereit. Denn statt jeden Nutzer für sich selbst Auswertungsdienste implementieren zu lassen, liefert Mundi die Lösung für alle: Anwender und Analyseangebote finden in der Open Telekom Cloud zusammen. Genau da, wo auch die gewaltigen ESA-Daten liegen. Nach einer Transitions- und Testphase ist Mundi Web Services im Juni 2018 an den Start gegangen. Seitdem steht der Dienst in der Open Telekom Cloud zur Verfügung, einem Public-Cloud-Angebot auf Basis der freien Cloud-Computing-Architektur OpenStack. Der Bonner Provider betreibt die Open Telekom Cloud in seinen eigenen, hochsicheren und mehrfach zertifizierten Rechenzentren in Magdeburg und Biere.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Business Technology 3.18 - "Big Data aus dem All"

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