Chris Spettmann Axians IT Solutions GmbH

Wer Daten von SAP zum Microsoft SQL Server ohne große Entwicklung übertragen möchte, ist mit Integration Services und Theobald Xtract IS gut beraten. Auch Datenmanipulationen und das Speichern in anderen Zielen ist mit SSIS möglich.

Heutzutage wird es immer wichtiger, dass unterschiedliche Systeme miteinander kommunizieren können. So werden zum Beispiel Warenwirtschaftsdaten in SharePoint oder Daten aus dem SAP-System zu Reportzwecken im SQL Server benötigt. Der Artikel zeigt, wie das Abrufen, Verarbeiten und Speichern von Daten aus dem SAP-System über Microsoft SQL Server Integration Services mithilfe von Xtract IS in einer SQL-Datenbank erfolgen kann. Es werden einzelne simple Tabellenabrufe, aber auch komplexe Table Joins und Filtermöglichkeiten betrachtet.

Microsoft SQL Server Integration Services (SSIS) ist eine Plattform zum Erstellen von Datenintegrationslösungen, wie beispielsweise ETL-Pakete (Extraction, Transformation und Load). SSIS ist Teil des Microsoft SQL Servers. Über das SQL Management Studio wird die Administration der SSIS-Pakete und Ausführungspläne vorgenommen. Das Monitoring zu laufenden und abgeschlossenen Jobs kann ebenfalls dort eingesehen werden. Die Entwicklung der SSIS-Packages erfolgt über einen grafischen Designer in Visual Studio. Aus den Aktionen in der Toolbox kann ein Workflow gebaut werden. Dabei stehen Aktionen zur Verfügung, um Daten aus diversen Quellen, wie z. B. einer Textdatei, ODBC- und OLE-DB-Quellen, FTP und vom Netzlaufwerk zu schreiben und zu lesen.

Weitere Aktionen zum Transformieren, Aggregieren, Zusammenführen und Kopieren von Daten helfen bei der Gestaltung des Prozesses. E-Mail-Benachrichtigungen können ebenfalls versendet werden. Output eines SSIS Projekts ist nach dem Build ein Integration Services Project Deployment File (.ispac), das auf dem SQL Server eingebunden werden kann.

Xtract IS

Die Xtract-IS-Komponentensuite von Theobald Software bietet insgesamt neun unterschiedliche Bausteine für SQL Server Integration Services an, um die komplette Bandbreite der Datenextraktion aus SAP abzudecken. Nach der Installation befinden sich u. a. Bausteine zum Abrufen von Tabellen und Table Joins, Reports, Queries oder dem BW Cube in der Toolbox von Visual Studio und können in den Designer gezogen werden. Xtract IS muss sowohl auf dem Entwicklungssystem als auch auf dem SQL Server, wo die SSIS-Packages hinterher ausgeführt werden sollen, installiert werden.

Xtract Table

Die Xtract-Table-Aktion kann aus der SSIS-Toolbox in den Dataflow gezogen werden. Über diese Aktion können Daten von einzelnen Tabellen oder SAP Views gelesen werden. Dabei können u. a. Spalten und Filter definiert werden. Anhand des folgenden Beispiels wird ein kompletter Prozess der Datenextraktion aus dem SAP-System und anschließender Speicherung in der SQL Datenbank abgebildet.

Beispielabruf von KNA1 in eine SQL-Tabelle

Es sollen Kundendaten ab einem bestimmten Erstellungsdatum (01.01.2010) und mit „A“ beginnend aus SAP abgerufen und in einer zuvor geleerten SQL-Tabelle gespeichert werden.

Für die Erstellung eines SSIS-Packages wird in Visual Studio ein neues Projekt mit der Vorlage „Integration Service Project“ angelegt. Visual Studio zeigt nun den Designer mit geöffnetem Control Flow an. Dorthin gelangt man ebenfalls durch einen Doppelklick auf das Package im Solution Explorer.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 7.17 - "Apps - fix und praktisch"

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579801757Daten übertragen mit SAP-Datenimport und Microsoft SQL
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