Manuela Rink Technical Evangelist bei Microsoft

Funktionen sind ein mächtiger Hammer in unserem Cloud-Computing-Werkzeugkasten, nur sollte man nicht plötzlich jedes Problem als Nagel betrachten.

Cloud Computing ist in aller Munde und hat sich für die meisten Leute, die sich in der IT-Branche bewegen, bereits zu einem feststehenden Begriff etabliert. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem so schön klingenden Terminus? Was macht die Wolke aus und was kann sie leisten? Ist die Frage nach dem Unterschied von IaaS, PaaS und FaaS eigentlich schon geklärt, und was hat das alles mit Serverless Computing zu tun? Genau mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich dieser Artikel und liefert Antworten dazu.

Alles begann Anfang der 90er Jahre mit der Entwicklung des Internets. Spätestens 1993 war der kommerzielle Durchbruch geschafft, was größtenteils mit der Veröffentlichung des Webbrowsers „Mosaik“ einherging, der die Inhalte des WWW erstmals grafisch darstellen konnte. Ab sofort war eine Präsenz im Web für das eigene Geschäft in der beginnenden digitalen Welt ein Muss. Nach und nach wurde das Angebot an Webdiensten und Onlineshops zahlreicher und immer vielfältiger. Das Hosting dieser Dienste passierte jedoch auf den eigenen Maschinen, die je nach Größe und nötiger Verfügbarkeit der Dienste entweder unter dem Tisch des Entwicklers im Büro standen oder im klimatisierten Keller als kleine Rechnerfarm lebten. Wartung, Instandhaltung, Deployment, Backupstrategie und Ausfallschutz – all das gehörte zum Aufgabenbereich der Administratoren. Die Risiken und auch die Kosten waren nicht unerheblich, da nebst den Materialkosten auch erweiterte Personalkosten für z. B. Bereitschaftsdienst aufgewendet werden mussten (Abb. 1).

Abb. 1: Die (R)Evolution der Cloud

Abb. 1: Die (R)Evolution der Cloud

IaaS oder „Der Startschuss in die Cloud“

Die Schmerzen, die durch das Hosting der eigenen Dienste verursacht wurden, waren rund um das Jahr 2000 endgültig verstanden und erhört worden. Nach und nach kamen Anbieter auf den Markt, die sich um die infrastrukturellen Herausforderungen kümmern wollten und somit das Hosting übernahmen. IaaS war geboren. Nun war es möglich, Hardware für die eigenen Dienste zu mieten, um so die physische Wartung und Instandhaltung der Maschinen vom Betreiber erledigen zu lassen. Man musste also „nur“ noch die Maschinen entsprechend aufsetzen und konfigurieren, wofür erstmals Virtualisierungsmechanismen zum Einsatz kamen  – dann die eigentlichen Dienste bzw. Services installieren und verfügbar machen – fertig! Es war also nach wie vor komplexe Arbeit nötig, aber der Aufwand auf Maschinenebene fiel gänzlich weg.

Das war also der erste Schritt in die neue Welt. In den folgenden Jahren wurde IaaS breit angenommen und das Angebot stetig erweitert. Auch die Virtualisierungen waren erwachsen geworden und wurden industriell wie kommerziell als Standardwerkzeug eingesetzt. So war der Nährboden für den nächsten (R)Evolutionsschritt vorbereitet.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 11.17 - "Serverless durch die Cloud"

Alle Infos zum Heft
579813911Die serverlose (R)Evolution
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