René Schröder Freiberufler

In neuen Projekten sind aussagekräftige Zahlen nötig, um bewerten zu können, ob ein Projekt den Erwartungen gerecht wird. Shopware erwies sich dabei als perfekte Mischung aus flexibel und mächtig genug, um im Enterprise-Umfeld eingesetzt zu werden.

Shopsysteme sind in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Viele Unternehmen, die traditionell eher stationär aufgestellt sind, folgen dem Trend, ihre Kunden über verschiedene Kanäle erreichen zu wollen.

Kleine Unternehmen setzen hier klassisch auf Baukastensysteme, um ihre Produkte online anbieten zu können, während Mittelstand und große Unternehmen auf Magento, OXID oder Shopware zurückgreifen. Hybris spielt hier auch eine gewichtige Rolle, jedoch ist dabei der Gesamtaufwand im Unternehmen nicht zu vernachlässigen, um ein Shopsystem mit Hybris aufzusetzen und zu betreiben. Für schnelle Time-to-Market-Projekte eignet es sich daher nur bedingt. Unternehmen, die Hybris erfolgreich einsetzen, bedienen sich in vielen Fällen Shopware – einer Webshopsoftware, die in den letzten Jahren einen großen technischen Sprung gemacht hat und daher auch für große Unternehmen immer mehr zu einer echten Alternative geworden ist.

Aufbau im klassischen Unternehmensumfeld

In der folgenden Case Study möchte ich die Einführung von Shopware in einem Unternehmen, das Hybris einsetzt, beleuchten. Ziel war es, ein Projekt binnen drei Monaten an den Start zu bringen, um die Resonanz am Markt schnell und effizient durchleuchten zu können. Neben der Einführung des Produkts Shopware wurde innerhalb des Unternehmens für dieses Projekt eine Sonderabteilung ins Leben gerufen, die an den klassischen Strukturen und Prozessen vorbei arbeiten sollte und musste. Das gesamte Projekt wurde in mehrere Teilprojekte unterteilt, die teils mit Kanban, teils mit Scrum geleitet wurden. Eine Herausforderung hierbei war es, die Teilprojekte am Ende der drei Monate geregelt zusammen zum Erfolg zu führen.

Ein Projekt in einem Konzernumfeld im Start-up-Stil zu führen, bedarf vieler Anstrengungen. Ohne die Ermächtigung durch den Vorstand, dieses Projekt durch den Einsatz passender Projektleitungsstile und entsprechende technische Lösungen voranzutreiben, wäre eine derartig schnelle Time-to-Market-Lösung nicht möglich gewesen. Im Konzernumfeld sind Softwareprodukte wie SAP, Hybris und viele mehr vertreten. Eine Integration mit diesen Produkten war fernab der Prozesse dennoch von Nöten, um zum Beispiel den Anforderungen der Wirtschaftsprüfung zu genügen. Aus diesem Grund entschieden wir uns für eine gute Mischung aus leichtgewichtiger Software und leichtgewichtigen Prozessen. Ferner setzten wir auf Shopware und dessen Anbindung in die gesamte Unternehmensstruktur. Eine derartige Einbindung ist zwar nicht so leichtgewichtig und schnell zu implementieren wie eine reine Shopware-Lösung, in besagtem Projekt war dies dennoch eine Anforderung. Dieser Mittelweg stellte sich als wesentlich schneller und flexibler heraus, als das Projekt klassisch mit den bereits vorhandenen Prozessen und Softwareprodukten aufzusetzen.

Im Zuge der Einführung von Shopware wurde die Chance ergriffen, weitere Technologien einzuführen, die für zukünftige Projekte und auch für dieses Vorhaben von Vorteil sein würden. Das Gesamtprojekt umfasste die Einführung eines Enterprise Service Bus, eines Produktinformations-Managementsystems, einer Business-Intelligence-Lösung und von Shopware. Das Gesamtprojekt bestand aus unterschiedlichen Technikteams, die jeweils Scrum oder Kanban verwendeten. Drei Technikteams waren für den ESB und seine Schnittstellen/Adapter zuständig, jeweils ein Team für PIM und BI und weitere zwei Teams für eine Einführung von Shopware. Die anfänglich größte Herausforderung bestand darin, den ESB und die Schnittstellen/Adapter schnellstmöglich zu spezifizieren und mit der Entwicklung zu beginnen. Ohne den ESB wäre das Gesamtprojekt nicht möglich gewesen, denn dieses Teilprojekt war am Anfang als kritisch eingestuft worden und somit für den Gesamterfolg ein wichtiger Meilenstein.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

PHP Magazin 3.16 - "Laravel"

So viele E-Commerce-Lösungen, so wenig Erfahrungen. Diese Case Study finden Sie im PHP Magazin 3.16.

Alle Infos zum Heft
211801Einführung von Shopware im Konzernumfeld
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