Volker Grimm iSAQB-Softwarearchitekt

Jeder Sensor hat andere Vorzüge und Schwächen – und ein bestes Verfahren gibt es nicht. Allerdings ist die reine Technologie noch nicht Grenze der möglichen Genauigkeit.

Ich weiß doch, wo ich mich befinde, warum benötige ich meine Standortdaten? Manche denken das vielleicht, aber für die automatische Lokalisierung gibt es viele Gründe – und viele Sensoren. Es lohnt sich durchaus, sich einmal näher mit diesem Thema zu beschäftigen.

Eine Rettungsleitstelle kann ein Handy im Notfall lokalisieren. Dafür hat die U.S Federal Communications Commission (FCC) den erweiterten 911-Dienst (E911) verabschiedet. Per Gesetz müssen Mobiltelefone in einem Notfall mit einer Sicherheit von 67 Prozent in einem Radius von 125 m lokalisiert werden können. Diese Ortung wird über Triangulation zwischen den Funkzellen und dem Mobiltelefon durchgeführt. Es existieren dafür mehrere Verfahren wie Angle of Arrival (AOA), Time of Arrival (TOA) oder Time Difference of Arrival (TDOA).

Artikelserie

Teil 1: Sensoren zur Lokalisierung und deren Stromverbrauch
Teil 2: Verfahren der Standortbestimmung

Ein Smartphone kann extern lokalisiert werden, warum möchte es aber selbst die Position bestimmen? Wenn das Smartphone seine Position kennt, könnte es beispielsweise die Suche nach Informationen mit Ortsdaten verknüpfen. Beispielsweise könnten die Geschäfte in der Umgebung gesucht werden, wie die nächsten Pizzerias. Komfortabel wäre eine automatische Anpassung der Klingeltonlaustärke, wenn man draußen, im Büro oder zu Hause ist. Ortsbezogene Aufgabenlisten und viele weitere Anwendungsfälle sind denkbar.

Damit eine dauerhafte Lokalisierung aber nicht den Akku in wenigen Stunden leersaugt, muss die Realisierung energieeffizient sein. Wieviel Energie ein Sensor aus dem Akku entnimmt, hängt von zwei Faktoren ab. Einmal von seiner Leistungsaufnahme in Watt bzw. Milliwatt (mW) und von der Dauer der Verwendung in Sekunden. Die entnommene Energie entspricht somit Leistung mal Zeit (s) und wird in Joule oder Millijoule (mJ) angegeben:

1 mJ = 1 mW * 1 s

Sensoren zur Ortsbestimmung

Ein Smartphone verfügt über viele Sensoren, von denen einige zur Lokalisierung genutzt werden können. Funkmasten, Bluetoothgeräte oder WLAN-Router eignen sich ebenso, wie GPS zur Ortsbestimmung, aber auch über ein Kamerabild ist es theoretisch möglich. Alle Sensoren zur Ortsbestimmung haben ihre Stärken und Schwächen. In diesem Artikel werden wir zunächst einmal einen Blick auf die Sensoren und deren Stromverbrauch werfen. Im nächsten Teil werden wir uns dann ausführlich mit den verschiedenen Verfahren der Standortbestimmung beschäftigen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Mobile Technology 3.16 - "Lokalisierung"

Welche Sensoren bietet ein Smartphone, um dessen Standort zu bestimmen? Und wie sieht es mit dem Stromverbrauch dieser Sensoren aus? Damit beschäftigen wir uns im Titelthema des aktuellen Mobile Technology.

Alle Infos zum Heft
252679Sensoren zur Lokalisierung: Localize me!
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