Paul Lajer Hochschulen Furtwangen & Heilbronn

Unternehmen profitieren in der Regel davon, dass sich ihre Experten mit gleichen Interessen und Kenntnissen zu einem Expertennetzwerk zusammenschliessen, neue Ideen entwickeln, sich gegenseitig austauschen, unterstützen und zu Höchstleistungen motivieren.

Heiko Wenninger ---

Es bedarf eines Umdenkens in den Köpfen aller Mitarbeiter. Aber es lohnt sich!

Ein wichtiger Bestandteil der digitalen Transformation von Unternehmen wird häufig vernachlässigt oder ganz ausgelassen: eine Basis zur Vernetzung, Kommunikation und Zusammenarbeit von Mitarbeitern zu schaffen – auch für die Entscheidungsträger der jeweiligen Hierarchiestufe. Social-Collaboration-Plattformen können diese Basis schaffen. Sie erfolgreich im Unternehmen zu platzieren, ist jedoch nicht einfach.

Social-Collaboration-Plattformen spielen in der aktuellen und zukünftigen Strategie der Unternehmen eine bedeutende Rolle, speziell innerhalb ihrer internen Kommunikation. Die Herausforderung bestand jedoch darin, dieses Thema von der richtigen Seite zu beleuchten. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass für die heutige Generation Y Social-Collaboration-Plattformen die Basis für die Vernetzung innerhalb der Unternehmen bilden. Es geht darum, ein virtuelles Expertennetzwerk zu etablieren, Entscheidungen zu treffen oder diese zu diskutieren. Damit greift dieses Thema auch in den Bereich der Führungsmodelle ein. Denn auf Basis einer kooperativen Führung werden zukünftig Entscheidungen mit Unterstützung dieser Plattformen gemeinsam getroffen. Das wird natürlich nur funktionieren, wenn die Geschäftsführung mit gutem Beispiel vorangeht. Unternehmenskultur kann man nicht verordnen, Unternehmenskultur wird vorgelebt – als Teil von Leadership.

Wenn Unternehmen nach ihren Einführungsstrategien von Social-Collaboration-Plattformen befragt werden, erhält man in der Regel die Antwort, dass diese im Rahmen eines großen Big Bangs implementiert und ausgerollt werden. Gemeint sind damit letztlich die Anpassung der grafischen Oberfläche nach Vorgaben der Corporate Identity sowie die Anbindung an den Verzeichnisdienst des jeweiligen Unternehmens, damit die Benutzer mit ihrem Systempasswort oder über eine Single-Sign-On-Funktion die Standardfunktionalitäten der eingesetzten Plattform nutzen können. Meistens verkümmern solche gut gemeinten Systeme zur einfachen Dokumentenablage innerhalb von virtuellen Projekt- oder Teamstrukturen oder werden von den Mitarbeitern ignoriert, da diese nicht als Teil der persönlichen gelebten Unternehmenskultur angesehen werden. Außerdem zählen nicht alle Mitarbeiter zur Gruppe der Generation Y – auch wenn es von Jahr zu Jahr mehr werden. Für die meisten aber bleibt eine solche Einführung unbekannt, da die Verfügbarkeit der Systeme schlicht nicht kommuniziert wird. Die Basis für einen Erfolg liegt jedoch tatsächlich in der Einführung dieser Plattformen.

Nehmen wir als Beispiel die Social-Collaboration-Plattform Confluence von Atlassian. Ursprünglich wurde dieses Produkt als Enterprise-Wiki-Plattform konzipiert. Mittlerweile ist es durch stetige Weiterentwicklung zu einer ernstzunehmenden Social Collaboration Suite ausgebaut worden. Diese Plattform ist eine der weltmarktführenden Suites und bei großen und namhaften Kunden im Einsatz. Im Kern aber bleibt es ein Wiki-System, ein eher langweiliges Tool, um Artefakte abzulegen, mit Schlagworten zu versehen und für die Nachwelt das abgelegte Wissen zu konservieren. Somit ist es ein System, das mehr zu Dokumentationszwecken und damit zur Unterstützung von Prozessen dient, anstatt zur aktiven und dynamischen Zusammenarbeit der Mitarbeiter zu motivieren. Unternehmen können jedoch unterschiedliche Strategien zur Einführung von Atlassian Confluence konzipieren. Damit bieten sie ihren Mitarbeitern eine geeignete Plattform für eine Kommunikation untereinander an und motivieren sie, diese auch zu nutzen.

Aufmacherbild: Social media network connection concept via Shutterstock / Urheberrecht: Cienpies Design

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Business Technology 1.16 - "Entscheidungswege: Informiert und mutig ans Ziel"

Social Collaboration bietet Unternehmen einen immensen Mehrwert. Wie, das zeigen Paul Lajer und Heiko Wenninger im Business Technology 1.16.

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208954Social Collaboration-Plattformen für Business-Erfolg
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