Björn Dreher adesso AG

Die Minimalinstallation von Visual Studio wird als „Visual Studio Core Editor“ bezeichnet und benötigt laut Microsoft nur noch ein Zehntel des Festplattenspeichers im Vergleich zur Vorgängerversion.

Nicht ganz zwei Jahre sind seit der letzten Version von Visual Studio vergangen. Nach insgesamt sechs Release Candidates ist Anfang März die neue Version „Visual Studio 2017“ (mit der internen Bezeichnung Visual Studio 15) erschienen. Gleichzeitig markiert diese Version auch ein Jubiläum: zwanzig Jahre Visual Studio. Anfang 1997 wurde die erste Version „Visual Studio 97“ veröffentlicht. Die Änderungen der neusten Version im Vergleich mit der von 1997 dürften doch recht gravierend sein. In diesem Artikel wollen wir uns daher auf die Änderungen seit der letzten Version beschränken.

Eine der prominentesten und augenscheinlichsten Neuerungen von Visual Studio 2017 ist die komplette Umgestaltung des Installers. Dies bezieht sich dabei nicht nur auf die Neugestaltung der mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommenen und bieder wirkenden Oberfläche der Vorgängerversionen zu einer moderneren Oberfläche im Kacheldesign. Es hat sich auch unter der Haube einiges getan.

Fast and Lean Installation

Die Minimalinstallation von Visual Studio wird als „Visual Studio Core Editor“ bezeichnet und benötigt laut Microsoft nur noch ein Zehntel des Festplattenspeichers im Vergleich zur Vorgängerversion (genau sind es 606 MB). Diese beinhaltet eine Unterstützung von mehr als zwanzig Sprachen, Integration des Source-Control-Systems, Work-Item-Verwaltung, Syntax-Highlighting und eine Eingabevervollständigung.

Für die meisten Entwickler ist dies allerdings nicht ausreichend. Die weiteren Funktionen lassen sich als unabhängige Module bei der Konfiguration dazu wählen. Diese „Workloads“ (im Deutschen etwas unpassend mit „Arbeitsauslastung“ übersetzt) sind im Prinzip Gruppierungen von einzelnen Komponenten anhand der Anwendungsszenarien. Solche Szenarien sind beispielsweise die UWP-Entwicklung, .NET-Desktopentwicklung, ASP.NET-Entwicklung oder aber die Entwicklung mit .NET Core. Aktuell sind sechzehn Workloads verfügbar. Bei jeder Auswahl eines zusätzlichen Workloads steigt der Footprint entsprechend. Alle zusammen benötigen dann etwas mehr als beachtliche 50 GB. Wem diese grobe Einteilung nicht ausreicht, hat aber auch weiterhin die Möglichkeit, ähnlich wie bei der Vorgängerversion, die Komponenten einzeln auszuwählen.

Die Workloads lassen sich selbstverständlich auch nachträglich installieren. Für den Fall, dass eine Solution mit einem Projekt geöffnet wurde, die sich mit der aktuellen installierten Version von Visual Studio nicht öffnen lässt, bietet Visual Studio auch direkt über das Kontextmenü an, die entsprechende Workload nachzuinstallieren.

Im Gegensatz zu den Vorgängerversionen existiert nicht mehr die Wahl zwischen einem Web Installer oder einer Offlineinstallation mittels ISO-Datei. Visual Studio 2017 bietet nur noch den Web Installer an. Allerdings besteht die Möglichkeit, ein Offlinelayout zu erstellen. Bei diesem kann eine Offlineinstallation inklusive der konfigurierten Workloads und Sprachpakete geniert werden. Momentan muss dies allerdings per Kommandozeile von Hand durchgeführt werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 7.17 - "Apps - fix und praktisch"

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