Dr. Holger Schwichtenberg www.IT-Visions.de

Neuerdings bietet Microsoft für in Hyper-V gehostete, virtuelle Systeme eine Vereinfachung unter dem Namen „PowerShell Direct“ an.

Als Entwickler brauchen wir häufiger einmal eine frische Betriebssysteminstallation als virtuelles System – zum Testen von eigener oder fremder Software. Dabei kommen doch jedes Mal einige Mausklicks zusammen. Die Windows PowerShell kann dabei vieles für uns automatisieren.

Als Virtualisierungslösung kommt in diesem Beitrag Microsoft Hyper-V zum Einsatz. Mit VMware ist aber eine ähnliche Lösung möglich, denn auch VMware unterstützt die Windows PowerShell.

Microsoft unterstützt die Automatisierung von Hyper-V per PowerShell seit Windows 8 und Windows Server 2012. Für ältere Hyper-V-Hosts könnte man auf die PowerShell Management Library for Hyper-V von James O’Neill und Mike Kolitz, die als Open-Source-Projekt in Codeplex zur Verfügung steht, zurückgreifen.

Das Hyper-V-Modul für die PowerShell von Microsoft wird automatisch mitinstalliert, wenn Sie einen Hyper-V-Host oder die Hyper-V-Administrationsmanagementkonsole installieren. Seit PowerShell 3.0 ist es nicht mehr notwendig, Module vor ihrer ersten Verwendung mit Import-Module zu installieren. Die PowerShell importiert nun ein Modul automatisch bei der ersten Verwendung eines Commandlets aus dem Modul. Das Aufnehmen der Anweisung Import-Module Hyper-V in ein Skript schadet aber nicht, sondern macht in einem PowerShell-Skript die Abhängigkeiten expliziter sichtbar.

Eine VM in Hyper-V anlegen

Die neue Hyper-VM soll eine virtuelle, dynamische Festplatte (VHD) erhalten und mit einer ISO-Datei für die Installation eines Betriebssystems verbunden werden. Dann soll die VM gestartet werden, sodass die Betriebssysteminstallation startet. Das PowerShell-Skript in Listing 1 besteht aus folgenden Schritten:

  • Falls es schon eine VM mit dem gewünschten Namen gibt, wird die vorhandene VM gestoppt (Stop-VM) und gelöscht (Remove-VM). Ebenso wird die VHD-Datei gelöscht, falls sie schon vorhanden ist (Remove-Item). Diese Vorgehensweise eignet sich für Testumgebungen; in Produktionsumgebungen sollten Sie natürlich nicht so leichtfertig eine VM löschen!
  • Dann wird zuerst die VM angelegt (New-VM). Wichtig ist dabei, dass der Name eines vorhandenen virtuellen Switches korrekt im Skript eingetragen wurde.
  • Nun wird eine VHD-Datei erstellt (New-VHD), partitioniert (New-Partition) und formatiert (Format-Volume).
  • Die VHD-Datei wird dann zur VM hinzugefügt (Add-VMHardDiskDrive).
  • Danach wird die ISO-Datei als DVD-Laufwerk hinzugefügt (Set-VMDVDDrive).
  • Zum Schluss wird die neu angelegte VM gestartet (Start-VM).

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 7.16 - "Die Welt der Chatbots"

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246931Betriebssystemeinrichtung mit Windows PowerShell
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