Angelika Reisiger Apart Webdesign

„Das Einbringen eigener Ideen, aktives Mitmachen, Mitdiskutieren, das Übernehmen von Aufgaben und Feedback geben sind wertvolle und wichtige Bausteine, die alle Projekte der WordPress-Community voranbringen.“

Die Website de.wordpress.org ist die offizielle Anlaufstelle für deutschsprachige WordPress-Benutzer und -Benutzerinnen, um eine übersetzte Version von WordPress herunterzuladen oder Releaseankündigungen zu erhalten. Für die Projekte der deutschsprachigen WordPress-Community fungiert sie zudem als zentrale Schnittstelle, deren Informationsangebot jedem einen leichten Zugang zur Community ermöglicht.

Im Rahmen dessen, was durch die WordPress-Foundation- bzw. WordPress.org-Richtlinien vorgegeben ist, wird http://de.wordpress.org ausschließlich von Freiwilligen betrieben, die den unterschiedlichen Aufgaben unentgeltlich, dafür aber mit einer gehörigen Portion Enthusiasmus nachkommen. Das gilt in gleichem Maße natürlich auch für die damit vernetzten Projekte. Jede und Jeder ist herzlich willkommen, dabei mitzuwirken (Abb. 1).

Abb. 1: Mitmachen ist der Herzschlag jeder Community

Abb. 1: Mitmachen ist der Herzschlag jeder Community

Die Anfänge der deutschsprachigen WordPress-Community

Das Communityportal WPDE (ehemals „WordPress Deutschland“) wurde im Jahr 2004 von WordPress-Enthusiasten gegründet und von der Firma Inpsyde betrieben. Lange Zeit war es die einzige – wenn auch nicht offizielle – Plattform für die deutschsprachige Community.

Über zehn Jahre lang haben die vielen dort Mitwirkenden dazu beigetragen, dass WordPress im deutschsprachigen Raum eine so große Verbreitung gefunden hat. DE-Editionen und Übersetzungen wurden angefertigt (unterstützt von ein paar wenigen Freiwilligen) und zum Download bereitgestellt, die ersten drei WordCamps (2009, 2010, 2011) in Deutschland organisiert (ein Jahr zuvor fand ein privat initiiertes Barcamp in Hamburg statt, eine Unkonferenz, die auch WordCamp genannt wurde), selbst geschriebene Tutorials, Dokumentationen, FAQs sowie viele informative Beiträge veröffentlicht, und in einem eigens dafür geschaffenen Forum haben Ratsuchende Hilfe gefunden. Es war das erste nicht englischsprachige Forum für WordPress überhaupt, das sich auch heute noch großer Beliebtheit und Resonanz erfreut.

In den Jahren 2012 und 2013 fanden in Berlin insgesamt zwei „WordCamps“ statt, die allerdings in „WP Camp Berlin“ umgetauft wurden. Sie waren der Wegbereiter für das erste „offizielle“ Wordcamp Hamburg im Jahr 2014 und außerdem Initialzündung für viele Meetups.

Dank der Pionier- und Aufbauarbeit von WPDE konnte die deutschsprachige WordPress-Community nach dem Wordcamp Hamburg im Juni 2014 in große Fußstapfen treten. Diese Konferenz wird in der Community allgemein als historisch bedeutsamer Wendepunkt bezeichnet.

Bereits im Vorfeld des Events kursierten kontroverse Diskussionen über die vielen dezentralen Projekte, über eine kaum wahrnehmbare Community und über eine fehlende offizielle Anlaufstelle, deren Aufgabe darin bestehen sollte, alle Aktivitäten zu bündeln, neue Freiwillige zu motivieren und zu leiten sowie die deutschsprachige WordPress-Community zusammenzubringen.

Außerdem wurden einzelne Stimmen laut, die mangelnde Transparenz beklagten, da sich zu dieser Zeit viele Mitarbeiter von Inpsyde in WordPress-Projekten engagierten – an diesem Engagement hat sich übrigens bis heute nichts geändert. Bannerwerbung auf http://wpde.org verstärkte zudem vereinzelt die Vermutung, Inpsyde würde im Hintergrund aus kommerziellem Interesse agieren. Inpsyde-Mitarbeiter beteuerten hingegen immer, dass sie nur in ihrer Freizeit, freiwillig und unentgeltlich in der WordPress-Community aktiv waren und die Bannerwerbung bei Weitem nicht die Serverkosten gedeckt hatte.

Diese Diskussionen wurden auf dem Wordcamp Hamburg 2014 fortgeführt, und aus dem abschließenden Contributor Day ging eine Gruppe hervor, die sich das Ziel gesetzt hatte, mehr Transparenz zu schaffen, Ressourcen zu verbinden und mit der Website http://de.wordpress.org (Abb. 2) eine zentrale Schnittstelle für die WordPress-Community und alle Communityprojekte im deutschsprachigen Raum zu bilden.

Abb. 2: Die zentrale Schnittstelle im deutschsprachigen WordPress-Raum

Abb. 2: Die zentrale Schnittstelle im deutschsprachigen WordPress-Raum

Nach Beiträgen in verschiedenen Communitykanälen, die zum Mitmachen aufriefen, vergrößerte sich die Gruppe auf über dreißig Mitwirkende. Die folgende Kommunikation wurde anfangs über Trello geführt; nur ein paar Wochen später fand der Wechsel zu Skype statt. Nach monatelangem vergeblichen Warten und Hoffen auf ein eigenes P2-Board siedelte das mittlerweile so benannte dewp-Team zu seiner bis heute aktuellen Wirkungsstätte auf Slack um. Die Zahl der mehr oder minder aktiven Mitglieder wuchs in der gesamten Zeit langsam aber stetig auf derzeit 252 (Stand: 19.09.2016).

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

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579746602Im Herzen der deutschsprachigen WordPress-Community
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