Florian Simeth Selbstständig

Die Idee ist im Kopf, WordPress läuft lokal und der Codeeditor ist geöffnet. Zeit, ans Werk zu gehen. Aber wie fängt man an und wie strukturiert man ein Plug-in?

Coders gonna code. Coder coden gerne. Und einige von ihnen verdienen viel Geld mit ihren Produkten. Die Entwickler hinter dem populären Theme „Avada“ nehmen beispielsweise circa 100 000 US-Dollar ein. Pro Woche. Aber nicht nur mit Themes lässt sich Gewinn machen. Auch Plug-ins holen immer weiter auf. In der 36. Kalenderwoche 2017 wurde der Visual Composer – ein Page-Builder für WordPress – knapp 2 000 Mal verkauft. Bei einem Preis von 38 US-Dollar ergibt das immerhin auch noch 60 000 US Dollar pro Woche.

Hand aufs Herz – Welcher Freiberufler schiebt so viel Umsatz? Keiner. Diese hohen Summen lassen sich mit bloßem Zeiteinsatz nicht erzielen. Unsere Arbeitszeit pro Tag ist nun einmal begrenzt. Zeit, endlich Produkte zu verkaufen.

Warum eigentlich?

Warum sollte man ein WordPress-Plug-in erstellen und verkaufen? Die Antwort auf diese Frage kann unterschiedlich ausfallen. Je nach persönlicher Präferenz. Für mich gibt es zwei Hauptgründe:

Grund 1: Plug-ins sind für mich eine sehr gute Einnahmequelle neben meiner klassischen Entwicklertätigkeit. Als Webdesigner befand ich mich im Jahr 2010 in einer Situation, die sicherlich jeder Freiberufler einmal durchmachen muss: Große Kunden fielen weg, parallel dazu ereignete sich die damalige Wirtschaftskrise. Das hat die Situation weiter verschärft. Neue Aufträge blieben aus oder wurden gleich storniert. Plötzlich steht man ohne Einkommen da und weiß nicht, wie man die nächste Miete begleichen soll. Da tauchen schnell Existenzängste auf. Sieben Jahre später sieht die Welt, dank meiner Plug-in-Verkäufe, deutlich besser aus. Der regelmäßige Cashflow durch passive Einnahmen (Supportaufwand mal nicht eingerechnet) ist eine feine Sache.

Erst in jüngerer Vergangenheit passierte einem Kollegen, mit dem ich seit kurzem zusammenarbeite, fast das gleiche wie mir damals. Der einzige Kunde fiel weg. Uff. Da kamen gleich wieder die Erinnerungen hoch. Es begann für ihn eine verzweifelte Suche nach Möglichkeiten der Geldbeschaffung. Aber das ist in einer solchen Situation meist schwierig. Deswegen sollte man vorsorgen. Und wenn es um das Thema Vorsorge geht, komme ich zu meinem zweiten Grund.

Grund 2: Software ist mittlerweile eine Art Anlageform geworden. Das sagt zumindest der österreichische Manager, Investor und Autor Gerald Hörhan in einem kürzlichen veröffentlichten Interview auf YouTube. Und auch in seinem aktuellen Buch „Der Stille Raub“, erklärt er Software zu einem der größten Wirtschaftstrends für digitale Aufsteiger. Die Gesamtheit seiner Onlinegeschäfte (sowie einige Investitionen in diesem Bereich) nennt er dann auch passend „Digitale Assets“. So gesehen, muss man das eigene Plug-in also als Investition in die Zukunft betrachten. Immerhin kann damit nicht nur eine gute Einkommensquelle, sondern sogar eine Art Kapitalanlage geschaffen werden. Ich persönlich sehe hier also eher den monetären Vorteil, wobei es – wie man am Ende des Artikels erfahren wird – noch weitere gute Gründe gibt, warum man ein Plug-in erstellen sollte.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Entwickler Magazin Spezial Vol. 14: WordPress - "WordPress"

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579819342Coders gonna code: WordPress Plug-ins Marke Eigenbau
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