Mobile Technology 3.14

Es werde Licht

Erhältlich ab: Juli 2014
Umfang: 92 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Peter Brack, Carsten Eilers, Kevin Gerndt, Tam Hanna, Veikko Krypczyk, Arne Limburg, Lars Röwekamp, Roman Schacherl, Sascha Wenning

18,99 

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Für mehr und als oder!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

normalerweise bin ich ja ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, all die Neuerungen zu feiern, die uns Google, Apple oder Microsoft alle gefühlten paar Wochen präsentieren. Ich freue mich über Neuerungen, über das gegenseitige Anstacheln der Unternehmen, die uns am Ende immer bessere Produkte präsentieren, oder fast – wenn man einmal die gelegentlichen, zum Teil haarsträubenden Bugs außer Acht lässt. Jetzt allerdings, nach der Google I/O und der WWDC, bin ich mir nicht mehr so sicher. Natürlich sind die Produkte, das Ergebnis für uns Entwickler und für uns Verbraucher, wirklich gut. Wir können uns auf tolle Funktionalitäten freuen, auf mehr Vernetzung, auf mehr „kenn‘ ich schon, weil ich es auch auf meinem Smartphone habe“. Das Betriebssystem, für das wir uns entschieden haben, ist künftig überall – auf dem Smartphone, dem Tablet, dem Wearable am oder im Auge, am Handgelenk und im Ohr (und was sonst noch alles kommen mag), auf dem Fernseher und im Auto. Fürs Erste. Oder habe ich noch etwas vergessen? Und irgendwie ist das auch ganz in Ordnung so.

One OS to rule them all

Irgendwie aber auch nicht. Ich muss gestehen, dass ich auf diese Gadgets stehe. Alles ist vernetzt, ich kann mir an jedem beliebigen Ort in der Wohnung einen Film auf den verschiedensten Devices ohne Unterbrechung ansehen. Und meine Musik streame ich eben auf das jeweils vorhandene Soundsystem. Jetzt beginnt allerdings langsam die Zeit, in der man sich schon beinahe für ein System entscheiden muss: Apple oder Google. Denn wenn man im Auto ein Betriebssystem hat, das mit dem Handy nicht kompatibel ist, dann wird es … nennen wir es „kompliziert“. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Denn sind wir mal ehrlich: Während wir von unseren mobilen Devices einen regelmäßigen Updatezyklus gewohnt sind, sieht das in den Fahrzeugen doch schon ganz anders aus – oder wann hatten Sie das letzte Softwareupdate in Ihrem Auto oder auf ihrem Smart-TV? Ich für meinen Teil kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten, dass mein Fernseher seit seinem Kauf nicht ein einziges Update erhalten hat. Doch wozu auch? Diverse Videospielsysteme, Apple TVs und sonstige Set-Top-Boxen erhalten in schöner Regelmäßigkeit Updates, um mit dem Stand der Technik Schritt halten zu können.

Verkommen Spitzenindustrien zu Devicelieferanten?

Böse Zungen, so wie meine, könnten nun behaupten, dass die ehemals großen Player aus der Industrie – Automobil- und Fernsehgerätehersteller – kurz davor stehen, zu besseren Devicelieferanten zu verkommen. So wie LG, Samsung, Sony und all die anderen ihre Smartphones für das Ökosystem, also Googles Android, produzieren, so könnte das den Großen aus den großen Industrien auch blühen. Denn am Ende sind wir doch alle Gewohnheitstiere, die das nutzen, was wir schon kennen – und wenn ich mit dem System auf einem Fernseher blind umgehen kann, weil ich es vom Smartphone, vom Tablet und all den anderen Devices gewohnt bin, werde ich mich bestimmt nicht für einen anderen entscheiden, bei dem es im Zweifelsfall ähnlich aussieht, aber es eben doch nicht möglich ist, mit den restlichen Geräten im Haushalt zu interagieren. Anwender gestalten den Markt – meist mehr unbewusst als gezielt. Dennoch haben sie dabei momentan mehr Macht als jemals zuvor! Für Entwickler bedeutet das natürlich umso mehr, sich möglichst viel Spielraum offen zu lassen, sich nicht auf Apple oder Google zu spezialisieren. Denn wer weiß: Wenn sie das tun, laufen am Ende ihre Apps vielleicht eben nicht in meinem Wohnzimmer. In diesem Sinne: Für mehr und als oder!

Ihr Tom Wießeckel, Redakteur


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