Mobile Technology 4.14
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Swift

Erhältlich ab: Oktober 2014
Umfang: 98 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Gregor Biswanger, Fabian Deitelhoff, Carsten Eilers, Tammo Freese, Peter Friese, Ekkehard Gentz, Tam Hanna, Christian Heilmann, Dr. Veikko Krypczyk, Christine Krupinski, Marcel Pociot

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Highlights dieser Ausgabe

Nativ um jeden Preis? Apps als Innovationshemmer

Mach’s mit Google – der Android-Smartwatch-Mark

App-Entwicklung mit JavaScript: Titanium macht’s möglich

Die Leiden des jungen W: iOS auf dem steilen Weg in den Abgrund

Magazin

Zahlen & Fakten

Klick und App dafür
Mit einem App-Baukasten zur eigenen App

Zeitenwende
E-Book vs. Buch – ein Medium im Wandel?

Nativ um jeden Preis?
Warum native Apps Innovation behindern – und warum wir uns für eine offene Alternative stark machen sollten

iOS

Im Spotlight
Swift-Highlights im Schnelldurchlauf

Die Apple-Situation
Der Apple-Kosmos expandiert – doch scheinbar unkontrolliert

Die Leiden des jungen W
iOS auf dem steilen Weg in den Abgrund

Business & Trends

Kostenloses Geld
Wie das Freemium-Modell die Monetarisierung revolutioniert

Android

Robolectric
Do Androids Dream of Electric Sheep?

Es geht doch auch ganz leicht
UI-Design im Fokus

Mach’s mit Google
Ein Überblick über Geräte und Handwerkszeug auf dem Android-Smartwatch-Markt

BlackBerry

It’s hip to be square
BlackBerry zeigt Größe im Quadrat

iOT

Himbeerkuchen im Fokus
Hardware, Einrichtung und Konfiguration des Raspberry Pi mit Mono und C#

Kieselstein mit Kompass
Ein Blick auf das Update des Pebble-Betriebssystems

Angriffsziel DSLR
Was passieren kann, wenn man in Fotoapparate einen Internetzugang einbaut

WP 8

Bing-Plattform für Entwickler
Überblick über die Cloud-Dienste der Bing-Plattform

Mobile Web

„AngularJS ist tatsächlich nicht einfach gestrickt.“
Interview mit dem AngularJS-Experten Norbert Schmidt

App-Entwicklung mit JavaScript
Zur nativen App mit Webtechnologien

Mobile Platforms

Ubuntu für unterwegs
Erste Schritte mit Ubuntu Mobile

Wider den Größenwahn

Liebe Mobile-Enthusiasten und -Enthusiastinnen,

neulich in der Stadt ist mir etwas aufgefallen, was mir selbst schon einige Zeit sauer aufstößt. Ich fuhr mit dem Bus in die Stadt und tat, was ich immer mache: Ich war damit beschäftigt, E-Mails zu checken und noch einige andere Kleinigkeiten zu erledigen. Das alles auf einem Device mit einem Vier-Zoll-Display. Nun saß mir ein junges Mädchen gegenüber, vielleicht 15 oder 16 Jahre alt, sehr zierlich. Und in ihren kleinen Händen hielt sie ein Samsung S4, dessen Bildschirm bekanntlich 5 Zoll in der Diagonalen misst. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich nicht unbedingt kleine Hände
habe; dennoch ist der „Thumb Flow“ auf einem iPhone 5s – Sie wissen schon, das alte Device von Apple, das dank der neuen, gigantomanisch anmutenden sechsten Generation längst abgeschrieben und belächelt wird – für mich schon nicht mehr unbedingt optimal. Gut, kommen wir zu dem Mädchen im Bus zurück: Obwohl ihre Hände viel zu klein sind, konnte sie mit wieselflinken Bewegungen ihr Smartphone bedienen. Allerdings benötigte sie dafür auch beide Hände.

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, frage ich mich, ob das der Sinn der Sache sein kann. Ein Smartphone wird schließlich nicht selten „kleiner Begleiter“ genannt. Ich kann Karten für die Kinovorstellung am Abend reservieren, ab und an meine Radtouren damit tracken oder den Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit suchen. Natürlich kann man damit auch twittern und nachschauen, was die anderen auf Facebook so treiben. Das alles sind aber eher Beschäftigungen, die man nebenher erledigt. Niemand wird, da bin ich mir sicher, ernsthaft in Erwägung ziehen, seine komplette E-Mail-Korrespondenz auf dem Smartphone abwickeln zu wollen. Gehe ich also von mir aus, dann möchte ich ein Handy nutzen, das klein genug ist, dass ich es bequem mit einer Hand bedienen kann. Denn ich habe nicht vor, meine Hosentaschen nur mit dem Smartphone zu füllen; andere Dinge dürfen gerne auch noch Platz darin haben. Außerdem sind meine Augen noch gut genug; mir genügen vier Zoll. Auch wenn – ich muss es gestehen – eine etwas größere Schrift hin und wieder nicht unbedingt die schlechteste Designentscheidung wäre.

Ich fordere daher: Wider den Größenwahn! Was nutzt es mir, wenn die tragbaren Telefone bald gar nicht mehr so tragbar sind, und ich das Gerät in den Rucksack packen muss, weil selbst in meinen Hosen kein Platz mehr dafür ist? Das „eben schnell“ mal etwas nachsehen dürfte damit künftig nämlich entfallen. Bei meinem zugegebenermaßen eher kurzen Ausflug auf ein 5-Zoll-Device aus der Android-Welt – etwas später werde ich mich darüber noch auslassen – habe ich gemerkt, dass mir das zu viel ist. Es mag in einigen wenigen Anwendungsfällen durchaus seine Berechtigung haben, aber sonderlich praktisch fand ich es eher nicht. Das ist natürlich meine persönliche Wahrnehmung, aber ich bin mir sicher, dass Smartphones künftig kaum noch größer werden dürften. Das OnePlus One beispielsweise mit seinem 5,5-Zoll-Display gehört da schon einer Generation von Devices an, die austesten, was gehen könnte – aber in der Praxis beweisen, dass manches eben doch zu viel des Guten ist. Da finde ich ein BlackBerry Passport schon deutlich reizvoller, weil ungewöhnlicher und von der Idee dahinter wesentlich praxistauglicher. Ich weiß natürlich nicht, ob ich nicht vollkommen
alleine dastehe mit dieser Meinung. Aber wer weiß…vielleicht werde ich einfach nur alt.

Ihr
Tom Wießeckel, Redakteur
@mobile_360


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