10 Dinge, über die sich Entwickler am meisten ärgern
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Jeder, der arbeitet, ärgert sich auch. Schließlich gibt es immer Dinge, die einen aufregen und die sich in unerbittlicher Regelmäßigkeit wiederholen. Sei es nur das Klingeln der Postboten, Angewohnheiten von Kollegen oder Fehler die man einfach nicht ausmerzen kann – Arbeitsleben und sich Ärgern gehört einfach zusammen.

Entwicklern ist Ärgern nicht fremd. Ganz im Gegenteil, sie kennen sogar eine ganze Menge Ärgernisse. Die zehn wichtigsten von ihnen hatte der Entwickler Kevin William Pang mit einer Umfrage 2008 herausgefunden. Dort hatte er nämlich gefragt, was Entwickler am meisten ärgert und die Ergebnisse anschließend mit eigenen Erfahrungen aus seinem Arbeitsalltag überprüft und angereichert.

Auch wenn der Beitrag schon älter ist – an Aktualität hat er keineswegs verloren, wie man an den jüngsten Kommentaren sieht. Darum wollen wir Ihnen heute auch hier Kevin Wiliam Pangs zehn schlimmsten Ärgernisse für Entwickler vorstellen:

Platz 10: Code-Kommentare

Oft trifft man im Alltagsleben auf Code-Kommentare, die erklären Was aber nicht warum im Code etwas geschieht, so Pang. Ein Grund zum Ärgern. Schließlich sollten Kommentare Entwickler dabei helfen, den Code zu verstehen und nicht die Syntax. So darf also vorausgesetzt werden, dass der Leser des Codes ein grundlegendes Verständnis der Sprache hat, in der gecodet wurde. Hingegen sollte erklärt werden, warum der Entwickler ausgerechnet an der bestimmten Stelle etwas im Code vornimmt. Und weil das leider viel zu oft nicht geschieht nehmen die schlechten Code-Kommentare den zehnten Platz im Ranking ein.

Platz 9: Unterbrechungen

Fast ein jeder benötigt Zeit, in der er sich für ein neues Projekt warmlaufen kann, Zeit also für die Vorbereitung. Doch oftmals wird einem diese genommen. Vorgesetzte fordern, Kunden nerven, Kollegen stören – fast unmöglich sich unter diesen Bedingungen sich gründlich vorzubereiten und auf ein neues Projekt zu konzentrieren. Das nervt und darum auf Platz 9: die Unterbrechungen.

Platz 8: Scope Creep

Scope Creep ist ein Phänomen, das aus dem Projektmanagement bekannt ist und unvorhergesehene Änderungen innerhalb eines Projekts bezeichnet. Wikipedia nennt als Grund die mangelhafte Bestimmung, Dokumentation oder Kontrolle eines Projekts. Pang gibt hierfür folgendes Beispiel eines Scope Creeps an:

  • Version 1: Zeige eine Mappe der Umgebung an
  • Version 2: Zeige eine 3D-Mappe der Umgebung an
  • Version 3: Zeige eine 3D-Mappe der Umgebung an, die der Nutzer überfliegen kann

Unvorhergesehene Änderungen können nicht nur unendlich viel Zeit kosten sondern man kann sich auch unendlich darüber ärgern. Und darum gibt’s für Scope Creep den achten Platz.

Platz 7: Das Management

Wenn Scope Creep aus fehlerhafter Planung entsteht, dann ist diese noch ärgerlicher. Natürlich hat ein Manager andere Aufgaben als seine Untergeordneten, so Pang. Fehlt dem Management aber das Verständnis für das, was diese eigentlich so treiben, führt das zwangsläufig zu Chaos. Darum auf Platz 7: Das verständnislose Management.

Platz 6: Dokumentationen schreiben

Eine offensichtlich unbeliebte Aufgabe, mit der sich Entwickler plagen müssen, ist die Dokumentation. Warum sonst sollte gerade bei Open Source-Projekten ständig nach Hilfe mit der Dokumentation nachgefragt werden? Zwar gibt es schon genügend Lösungen, die beim Schreiben von Dokumentation helfen sollen, allerdings dürften die allenfalls dafür geeignet sein API Dokumentationen für andere Programmierer zu schreiben, so Pang. Und weil das nervt, bekommen Dokumentation in seinem Ranking auch Platz 6 zugeteilt.

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