10 Tipps für erfolgreiches Home Office
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Es gibt zahlreiche Befürworter, die leidenschaftlich davon berichten, welche Vorteile das Arbeiten von zuhause mit sich bringt: Sei es, dass man produktiver ist, seine Zeit besser einteilen kann, keine Zeit mehr beim Hin- und Herpendeln verschwendet oder entspannter frühstücken kann – die Liste kann unendlich lang weitergeführt werden.

Home Office eignet sich jedoch nicht für Jedermann und vor allem aus unternehmerischer Perspektive gibt es einige Stimmen, die sich gegen das Home Office aussprechen. So hat beispielsweise Marissa Mayer, CEO von Yahoo, ihren Mitarbeitern nach Amtseinführung das Home Office untersagt, mit dem Ziel, eine positive Veränderung der Arbeitsmoral sowie Unternehmenskultur hervorzurufen. Für all jene, die gerade zu Hause vor dem Rechner sitzen und die Arbeitszeit mit Surfen verbringen, lohnt sich ein Blick auf die nachfolgenden zehn Tipps und Tricks, mit denen man ohne schlechtes Gewissen die Vorteile des Home Offices vollends genießen kann. Sie wurden von Jeffrey A. McGuire zusammengeführt und basieren auf seiner langjährigen Home-Office-Erfahrung.

1. Du brauchst ein Team, das bereit ist, mit Dir zu arbeiten

Das mag zunächst banal klingen, doch es ist wichtig, dass dein Team hinter dir steht. Wenn jemand Probleme mit deiner Arbeitsweise haben sollte, dürfte es langfristig gesehen unschön für dich enden.

2. Sei bereit, dich anzupassen und neue Wege zu gehen

Auch heute gibt es noch zahlreiche Kollegen, die weniger mit den Möglichkeiten der modernen Kommunikation (Video Chat, Instant Messenger etc.) vertraut sind. Wenn sich jemand gegen die virtuellen Kommunikationstools quer stellt und seine Arbeitsweise deinetwegen nicht ändern möchte, könntest du in Schwierigkeiten geraten. Versuche daher, ihm diese neuen Technologien näherzubringen, denn so überzeugst du nicht nur ihn, sondern auch die Anderen und stärkst damit deine eigene Position innerhalb des Unternehmens.

3. Definiere Erfolg nach bestimmten Kriterien

Dein Vorgesetzter wird deine Arbeit sicherlich an verschiedenen Kriterien festhalten wollen. Dieser Punkt ist äußerst wichtig, womöglich der wichtigste unter den hier genannten, denn du solltest dein Gelingen keineswegs nach alten Maßstäben wie „8 Stunden vor dem PC verbracht“ definieren. Bestimme daher klare, nachvollziehbare Ziele für deine Arbeit und präsentiere sie nach Erreichen deinem Vorgesetzten, damit es zu keinerlei Nachfragen kommt, wenn es darum geht, was du eigentlich die ganze Zeit so treibst.

4. Wenn Du nicht online bist, heißt es nicht, dass du nicht arbeitest

Gebe deinem Team und Vorgesetzten zu verstehen, dass es nicht zwingend notwendig sein muss, dass ihr zur gleichen Zeit arbeitet. Wenn du nicht online bist, heißt das nicht, dass du nicht arbeitest. Dein Chef muss nicht unbedingt wissen, wann du deinen Aufgaben nachkommst, wichtig ist bloß, dass du ihnen nachkommst. Dennoch solltest du eine gewisse Regelarbeitszeit festhalten, um besser zwischen Arbeit und Freizeit koordinieren zu können.

5. Besuche regelmäßig das Büro

Der direkte, unmittelbare Kontakt ist immer noch unschlagbar, wenn es darum geht, einen Menschen wirklich kennenzulernen. Versuche daher, regelmäßig deine Arbeitskollegen persönlich zu treffen, denn erst dieser Austausch sorgt dafür, dass ihr euch als Team wahrnehmt. Klappt es auf persönlicher Ebene, gestaltet sich auch die Zusammenarbeit einfacher und reibungsloser.

6. Deine Vorgesetzten und Teammitglieder müssen dich vertreten und für dich kommunizieren können

Als Team seid ihr eine Familie, eine Gemeinschaft, in der im besten Fall jeder für den anderen einsteht und sich gegenseitig unterstützt. Wenn ein Problem entsteht und du kurzfristig nicht zu erreichen bist, ist es wichtig, dass ein Anderer sich dieser Problematik annimmt und sie löst. Dein Chef sollte sich für dich einsetzen und deinen Erfolg auch nach außen hin äußern, andernfalls bleibt dein Arbeitsaufwand unbemerkt.

7. Sei bereit, Kompromisse einzugehen, keine Mühe zu scheuen und es noch mal zu probieren

Nicht alles, was du und dein Team erarbeiten, wird direkt und ohne Probleme funktionieren. Daher sollten sämtliche Beteiligten flexibel sein, Kompromisse eingehen können und die Bereitschaft zeigen, auch neue Wege zu gehen, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

8. Treffe klare Vereinbarungen mit Deinen Kollegen und Vorgesetzten und halte Sie ein!

Es ist äußerst wichtig, dass deine Kollegen dir vertrauen, deshalb solltest du stets zuverlässig Abmachungen einhalten und damit nachweisen, dass dein Team sich auf dich verlassen kann, auch wenn du nicht vor Ort präsent bist.

9. Kommuniziere klar, deutlich und vor allem OFT

Da dein Büro sich nicht mehr auf der gegenüberliegenden Seite des Bürokomplexes befindet, triffst du deine Kollegen weder an der Kaffeemaschine noch geht ihr gemeinsam Mittagessen. Es fehlt der tägliche Austausch mit Kollegen und Vorgesetzten. Sei daher virtuell präsent und kommuniziere sinnvoll mit deinen Mitarbeitern. Beharre freundlich auf eine bessere Kommunikation miteinander, wenn du das Gefühl hast, dass deine Arbeitskollegen dich außen vor lassen.

10. Wenn du im Home Office bist, entgehen dir Spontane Partys

  • Der Wasserspender
  • Die Happy Hour
  • Eine gewisse berufliche Anerkennung
  • Unnötige Unterbrechungen, die alle zwei Minuten dafür sorgen, dass du aus dem Arbeitsrhythmus geworfen wirst.

Die Arbeit aus dem Home Office heraus hat klare Vor- aber auch Nachteile, die für jeden individuell anders ausfallen. Wichtig ist, dass man sich im Klaren ist, was das Home Office mit sich bringt, und dass man das in einen gesetzte Vertrauen nicht missbraucht, sondern bestätigt, indem man zuverlässig seiner Arbeit nachgeht. Denn nur so kann man wirklich mit ruhigen Gewissen von zuhause aus arbeiten.

Aufmacherbild: Sad man sitting at work on laptop at home. von Shutterstock / Urheberrecht: Daria Filimonova 

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