100 Tipps für Typo3 CMS
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Typo3 zählt zu den bekanntesten und am häufigsten eingesetzten Content-Management-Systemen im deutschsprachigen Raum und das nicht ohne Grund. Die Software ist flexibel, vielseitig und eignet sich für ganz unterschiedliche Webauftritte – von Onlineshops über Newsportale bis hin zu Chatforen.

Diese Vielseitigkeit hat aber ihren Preis, und im Falle von Typo3 heißt der ganz klar: Benutzerfreundlichkeit. Mit dem System kann man zwar fast alles machen, aber am wie verzweifeln selbst erfahrene Programmierer. Installation, Rechtevergabe, Benutzerverwaltung, Templating, Suchmaschinenoptimierung – Die Liste der Stichworte und damit auch der möglichen Stolpersteine ist lang, und bis das Endergebnis steht, benötigt man Geduld, Motivation und vor allem profundes Fachwissen.

Genau an dieser Stelle kommt der praktische Leitfaden „100 Tipps für Typo 3 CMS“ ins Spiel. Das Autorenteam Patrick Lobacher und Volker Krell setzt Typo3 beruflich schon seit langer Zeit ein. Dementsprechend groß ist auch die Informationsfülle, die dem geneigten Leser hier auf gut 250 Seiten präsentiert wird. Los geht’s mit Basics, wie z. B. dem Erstellen einer stabilen Installation. In der Folge werden so unterschiedliche Themen wie Backend-Administration, Sicherheit und Erhöhung der Performance behandelt. Gerade für Redakteure finden sich viele wertvolle Tipps: Wie ordne ich Inhalte einem User zu? Wie finde ich schnell eine bestimmte Seite und wie richte ich einen Scheduler ein, der es mir erlaubt, im Vorfeld Inhalte nach einem bestimmten Zeitplan zu erstellen und zu organisieren? Wer schon einmal mit Typo3 gearbeitet hat, weiß, dass bei der Erstellung einer Webseite die Fragen meist schneller auftauchen als die entsprechenden Lösungsmöglichkeiten. Mit dem vorliegenden Buch wird ein großer Schritt getan, entsprechende Wissenslücken abzubauen, indem gezielt auf einzelne Themenbereiche und Problemstellungen eingegangen wird, die in der Praxis immer wieder auftauchen. Dank der übersichtlichen Gliederung eignet sich der Band dabei sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene. Vorkenntnisse im Bereich Content-Management-Systeme sind aber definitiv hilfreich.

Ein großer Pluspunkt des Buchs: Es gibt Tipps, wie man das Backend von Typo3 auf die Elemente reduziert, die man wirklich bei seiner täglichen Arbeit benötigt. Das spart Zeit, Nerven und nimmt vor allem der immer wieder gehörten Kritik den Wind aus den Segeln, dass Typo3 gerade für Anfänger viel zu kompliziert sei. Neben der Administration und dem Backend wird aber auch für die Gestaltung des Frontends gesorgt. Ein umfangreiches Kapitel setzt sich eigens mit der Konfigurationssprache TypoScript auseinander, mit der man das Frontend genau den persönlichen Bedürfnissen entsprechend programmieren kann. Sichere Menüerstellung, unterschiedliche Seitenlayouts und das Ändern von Inhaltselementen sind nur einige der Themen, die hier angesprochen werden. Dazu kommen wertvolle Hinweise, wie man Tippfehlern auf die Schliche kommt, sich die richtige Übersicht verschafft und den Code dokumentiert.

In dem Buch findet sich neben den großen Themen aber auch eine Vielzahl von kleinen Tipps, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unglaublich spektakulär erscheinen mögen, den Berufsalltag aber ungemein erleichtern. Tipp 31 verrät z. B., wie man Datensätze in Form von CSV-Dateien zusammenfasst, die dann Tabellenkalkulationen zur Verfügung gestellt werden können. Damit kann man z. B. Adressdaten exportieren und in einer Excel-Tabelle darstellen. Das Verfassen von Serienbriefen oder Newslettern wird so zum Kinderspiel.

Eins ist klar: Den ganzen Band von vorne bis hinten durchzuarbeiten, ist sicherlich kein leichtes Stück Arbeit, das man mal eben am Wochenende nebenbei macht – wer aber am Ball bleibt und ein wenig Zeit investiert, wird sich einen Wissensvorrat erarbeiten, den man in einer Vielzahl von Situationen anwenden kann. Insgesamt ist „100 Tipps für Typo3 CMS“ deshalb ein äußerst empfehlenswertes Buch für eine breite Zielgruppe: Programmierer, Webmaster und Onlineredakteure sind nur einige der möglichen Personen, die von dem hier präsentierten Wissen profitieren können. Und auch wenn man ehrlich zugeben muss, dass es wahrscheinlich mehr als 100 Tipps braucht, um ein umfassendes Wissen über Typo3 zu erlangen, hilft einem dieses Buch dabei, ein äußert solides Fundament zu legen.

Selim Baykara

Autor

Selim Baykara

Selim Baykara studiert Anglistik, Amerikanistik und Soziologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

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