3 Dinge die Sie in einem Bewerbungsgespräch niemals sagen sollten
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Ratgeber für Bewerbungsgespräche gibt es viele. Doch bereiten sich die meisten Bewerber nur darauf vor, was sie sagen möchten und nicht wie sie es sagen. Dabei sind es gerade diese alltäglichen Redewendungen

Ratgeber für Bewerbungsgespräche gibt es viele. Doch bereiten sich die meisten Bewerber nur darauf vor, was sie sagen möchten und nicht wie sie es sagen. Dabei sind es gerade diese alltäglichen Redewendungen und Formulierungen, die einem im schlimmsten Falle die Chancen auf den Job nehmen können. Kendra Little, Microsoft Certified Master in SQL Server, listet in einem Blogbeitrag drei Dinge auf, die man in einem Bewerbungsgespräch niemals in den Mund nehmen sollte.

1. „Mein Kollege war schuld.“

Oft hat man in einem Bewerbungsgespräch Fragen dazu zu beantworten, welche Fehler man in der Vergangenheit entweder selbst gemacht oder aus direkter Nähe mitbekommen hat und wie man damit umgegangen ist. Der Bewerber soll beschreiben, warum das jeweilige Problem entstanden ist, wie seine Antwort darauf lautete und was er letztendlich daraus gelernt hat. Beschuldigen Sie in diesem Falle Ihren Kollegen, für den Fehler verantwortlich gewesen zu sein, müssen Sie sich auf die unangenehme Frage einstellen, warum Sie denn nichts getan haben, um ihn von seinem Fehlverhalten abzuhalten.

Little empfiehlt stattdessen, dass Sie sich auf die Technologie konzentrieren und Ihre eigenen Fehler nicht auf andere schieben sollten. Reden Sie über Maßnahmen zur Vermeidung desselben oder eines ähnlichen Fehlers in der Zukunft und erzählen Sie wenn möglich auch, wie Sie in der Vergangenheit anderen bei ihren Problemen geholfen haben.

2. „Das war nicht meine Aufgabe.“

Als eine weitere beliebte Strategie in Bewerbungsgesprächen identifiziert Kendra Little, den Bewerber mit Themenbereichen und Fragestellungen zu konfrontieren, mit denen er erwiesenermaßen bislang nichts oder nur wenig zu tun hatte. Dadurch wollen Personaler sehen, wie der Bewerber mit anspruchsvollen Aufgaben oder Problemen außerhalb des eigenen Themenbereiches umgeht. Schieben Sie die Fragestellung mit dem Hinweis von sich, dass das nicht Ihre Aufgabe gewesen sei, wirken Sie leidenschaftslos, ohne intellektuelle Neugier und als ob Sie immer nur das tun, wozu Sie von anderen angewiesen worden sind.

Doch muss man tatsächlich wirklich immer alles wissen? Geben Sie doch einfach einmal zu, wenn Sie etwas nicht wissen. Sofern Sie das ruhig und selbstsicher tun, wird Ihnen kein Personalverantwortlicher einen Strick daraus drehen. Im Idealfall teilen Sie ihm mit, welche zusätzlichen Informationen Sie benötigen würden, um die gestellte Frage zu beantworten und das Problem zu lösen.

3. „Es tut mir Leid.“

Wenn es unter Druck einmal nicht so gut läuft, fangen vielen Bewerber an, sich zu entschuldigen. Doch Entschuldigungen zeigen, dass sie die Frage bzw. Situation aufgegeben und sich mit Ihrem Unwissen abgefunden haben.

Anstatt aufzugeben, rät Little ihren Lesern, selbstsicher zu bleiben und eventuell nach Referenzen zu fragen, die bei der Behebung ihrer Schwachstellen helfen könnten. Wenn Sie im Anschluss an das Bewerbungsgespräch selbstständig nachforschen und die Ihnen gestellten Fragen eventuell nachträglich per E-Mail beantworten, hinterlassen Sie ohne Zweifel den Eindruck eines engagierten und selbstbewussten potentiellen Mitarbeiters.

Aus der Not eine Tugend machen

Kendra Little schließt ihren Artikel mit dem folgenden Fazit ab: Im Endeffekt gehe es bei einem Bewerbungsgespräch nicht darum, jede einzelne Frage, die Ihnen gestellt wird, korrekt zu beantworten. Vielmehr sollen Sie zeigen, wie Sie an Probleme herangehen, um sie zu lösen. Und auch wenn sich herausstellen sollte, dass Sie für den Job, für den Sie sich bewerben, tatsächlich eher weniger geeignet sind – wer weiß, vielleicht bietet Ihnen das Unternehmen ja einen andere Stelle an? Vorausgesetzt natürlich, Sie sind beim Bewerbungsgespräch positiv aufgefallen!

Weitere Tipps, wie sich typische Fehler bei einer Bewerbung vermeiden lassen, gibt Ihnen dot.NET-Kolumnistin Yasmine Limberger in ihrem Artikel Ein Personaler packt aus – die zehn lustigsten Bewerbungsfehler und wie man es richtig macht.

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