8 Regeln für erfolgreiche A/B-Tests
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Egal, ob man den Film “Fight Club” gesehen hat, oder nicht, das Zitat, das mit “The first rule of Fight Club is: You do not talk about Fight Club.” beginnt, ist einem meist trotzdem geläufig.

Egal, ob man den Film “Fight Club” gesehen hat, oder nicht, das Zitat, das mit “The first rule of Fight Club is: You do not talk about Fight Club.” beginnt, ist einem meist trotzdem geläufig. Es lässt sich abgewandelt auch gut auf andere Bereiche übertragen. Das dachte sich auch Luca Sartoni und übernahm die Regeln des fiktiven Tyler Durden kurzerhand, um zu demonstrieren, wie sich erfolgreich A/B-Tests durchführen lassen. Die sind übrigens nicht nur für Marketing-Experten sinnvoll. Auch Web-Designer profitieren davon, immerhin geben solche Tests darüber Aufschluss, wie gut ein Design bei den Besuchern der Website – und damit der Zielgruppe – ankommt.

Regel Nr.1: „You don’t talk about A/B Testing.“

A/B-Tests sind eine gute Sache, um zu testen, welche Version einer Website oder Landing-Page eher zum Ziel – etwa Produktverkäufe oder Anmeldungen – führen. Dabei können selbst gering erscheinende Änderungen im Design einen großen Unterschied machen, insbesondere, was die Conversion-Rate angeht.

Im Prinzip sind Luca Sartonis‘ Regeln für A/B-Tests simpel:

1.    Man spricht nicht über A/B-Tests

Eigentlich ist dieser Punkt wenig überraschend: Dem Website-Besucher in Leuchtschrift mitzuteilen, dass er Teil eines A/B-Tests ist, führt zu keinem brauchbaren Ergebnis. Daher sollte er möglichst versteckt erfolgen, etwa, indem Redirects oder URL-Parameter so wenig offensichtlich wie möglich angezeigt werden.

2.    Man spricht wirklich nicht über A/B-Tests

Viele Nutzer von A/B-Tests vergeuden Zeit damit, darüber zu diskutieren, was auf welche Art und Weise getestet wird, anstatt tatsächlich Tests durchzuführen. Darum sollte mit kleinen und wiederholten Tests angefangen werden, schon alleine, damit überhaupt Testergebnisse zustande kommen.

3.    Bei Problemen den Test sofort beenden

Auch Regel drei erklärt sich von selbst: Wenn es ein Problem mit der Website gibt, die von den Tests herrühren, sollten sie abgebrochen werden und nach Behebung des Problems neu gestartet werden. Tests, die für Probleme mit der Website sorgen, bringen keine relevanten Testergebnisse.

4.    Auf Multi-Variant-Tests verzichten

Je mehr auf einer Website getestet werden soll, desto aufwändiger und komplexer wird der A/B-Test. Darum bietet es sich an, auf Multi-Variant-Tests zu verzichten.

5.    Jeder Test hat seine Zeit

Es ist wenig ratsam, mehrere Tests zur gleichen Zeit laufen zu lassen, denn das führt unweigerlich zu verschwommenen Ergebnissen. Stattdessen ist es angebracht, getrennte Tests durchzuführen, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

6.    Einfache Elemente testen

A/B-Tests funktionieren am besten, wenn nur einfache Elemente einer Website getestet werden, zum Beispiel Grafiken oder Buttons.

7.    Tests solange wie nötig laufen lassen

Statistische Bedeutung heißt das Zauberwort: A/B-Tests müssen solange laufen, wie es nötig ist, relevante Ergebnisse ablesen zu können. Es bietet sich daher an, Tests mindestens eine Woche laufen zu lassen. Damit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer ihr Nutzer-Verhalten saisonabhängig gestalten.

8.    Wer A/B-Tests zum ersten Mal benutzt, muss etwas testen

Übung macht den Meister. Nicht alle A/B-Tests werden erfolgreich sein. Statt an der Feinabstimmung eines bestimmten Tests zu arbeiten, sollte einfach drauflos getestet werden. Es sagt ja niemand, dass man die gleiche Sache nicht mehrmals testen kann.

Nutzen von A/B-Tests

Was also heißt das für Entwickler? Einerseits natürlich mehr Arbeit, weil zunächst zwei Versionen der gleichen Website gestaltet werden müssen. Andererseits aber auch, dass A/B-Tests eine gute Möglichkeit sind, den Erfolg des Design zu überprüfen und zu optimieren. 

Aufmacherbild: punching bag von Shutterstock / Urheberrecht: aldegonde

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