Absage an Open Source: Freiburg kehrt zurück zu Microsoft Office
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Der Freiburger Gemeinderat hat in seiner neusten Abstimmung darüber entschieden, welche Software von der Stadtverwaltung genutzt werden soll. Mit 25 zu 20 Stimmen lautet das Ergebnis: Das 2007 eingeführte

Der Freiburger Gemeinderat hat in seiner neusten Abstimmung darüber entschieden, welche Software von der Stadtverwaltung genutzt werden soll. Mit 25 zu 20 Stimmen lautet das Ergebnis: Das 2007 eingeführte Open Office wird abgeschafft, fortan wieder Microsoft Office verwendet.

Als man 2007 den Schritt hin zur Open Source Software Open Office wagte, galt das als revolutionär. Die Gründe waren zweierlei: Zum einen wollte man Lizenzgebühren in Höhe von einer halben Million Euro sparen, zum anderen aber auch unabhängig werden vom Office-Monopolisten Microsoft.

Doch die Mitarbeiter seien alles andere als zufrieden mit dem kostenfreien Produkt gewesen. Durch die fehlenden Schulungen zu Open Office kenne sich keiner wirklich aus mit der Software, auch der Austausch von Dokumenten mit Drittparteien gestalte sich als schwierig. Die zahlreichen Abstürze von Open Office hätten außerdem getane Arbeit dem Erdboden gleich gemacht.

Zumindest das letztgenannte Problem hätte wohl mit einem Upgrade auf die aktuelle Version von Open Office behoben werden können. Alle anderen sind jedoch nur durch die Rückkehr zu Microsoft Office zu beheben – und zwar zu Office 2010. Laut einem Gutachter wird dieser Schritt die Stadt ganze 960.000 Euro kosten.

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