Ein agiles Projekt mit dem RedSpark Framework von A bis Z

Agil mit Stil
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Content-Pflege – Inhaltsseiten
Bevor mit der Befüllung begonnen werden kann, sollte, speziell bei größeren Seiten und bei Seiten, die durch den Kunden selbst gepflegt werden sollen, zunächst der Vorlagenkatalog,

Content-Pflege – Inhaltsseiten

Bevor mit der Befüllung begonnen werden kann, sollte, speziell bei größeren Seiten und bei Seiten, die durch den Kunden selbst gepflegt werden sollen, zunächst der Vorlagenkatalog, zusammen mit dem Handbuch für Content-Pfleger, für alle bekannt sein. Der Vorlagenkatalog wurde während der Konzeptphase mit dem Kunden abgestimmt und anschließend die Seitenlayouts gestaltet und umgesetzt, natürlich können für kleine Auftritte auch Seiten frei und ohne Vorlage über ein Ajax-gestütztes Formular angelegt werden, dies soll aber nicht Gegenstand dieses Artikels sein. Nach Abschluss der Vorarbeiten erfolgt die Content-Pflege der Inhaltsseiten, wie für Content-Management-Systeme üblich, über die Befüllung von entsprechenden Vorlagen. Jede Vorlage bietet dabei genau die Eingabemöglichkeiten (im RedSpark CMS Assets genannt), die für die entsprechende Seite nötig sind. Selbstverständlich bietet das CMS bei der Pflege größerer Seiten zusätzlich Funktionen wie das Vier-Augen-Prinzip zur Freigabe, die direkte Unterstützung mehrsprachiger Seiten sowie viele weitere Möglichkeiten. Als Besonderheit bleibt zu erwähnen, dass sich die Seitenelemente – also die Assets – sehr leicht erweitern lassen, sodass selbst projektbezogen sehr individuelle Eingabemasken für die Seitenvorlagen erstellt werden können.

Content-Pflege – Blog

Alle sonstigen Funktionsmodule, wie der Blog in diesem Beispiel, lassen sich über herkömmliche CRUD Actions im Backend befüllen und verwalten. Pro Modul sind dabei häufig mehr als ein CRUD möglich, beim Blog zum Beispiel die Pflege der Blog-Roll sowie die Einträge selbst. Alles in allem sind die Prinzipien und Interfaces zur Datenpflege alle sehr ähnlich aufgebaut, sodass sich ein Content-Pfleger auch bei der Pflege von Inhalten in neuen Modulen meist direkt gut zurechtfindet.

Content-Pflege – Systemtexte

Bei der Pflege von Systemtexten spielt das RedSpark Framework seine volle Stärke aus. Durch den konsequenten Einsatz der durch das Framework erweiterten Zend::Translate-Funktion in der Entwicklung, sind sämtliche Systemtexte im Backend pro Modul pflegbar und später gegebenenfalls sogar einfach zu übersetzen. Speziell kurzfristige Änderungswünsche des Kunden kann der Content-Pfleger oder Projektleiter übernehmen, ohne dass ein Programmierer etwas im Quelltext ändern muss. Insgesamt spart dies eine Menge Abstimmung zwischen Projektmanager und Entwicklern, da diese keinerlei Kenntnisse über die Textdokumente benötigen. Somit ist es für Sprints wie geschaffen, da die Entwickler nicht aus ihrem Arbeitsablauf gerissen werden und aufwändige Schleifen über neue Features im Product Backlog vermieden werden. Zusätzlich lassen sich Entwicklungs- und Pflegeprozesse auf diese Art leicht parallelisieren; so kann das Projekt bei rechtzeitiger Textlieferung zusätzlich verkürzt werden. Außerdem hilft die konsequente Nutzung des Translate-Ansatzes dabei, einen Überblick über die Vollständigkeit des Textdokuments zu halten, nicht übersetzte Texte werden im Backend hervorgehoben und fallen sofort auf.

Dokumentation

Neben der reinen Projektumsetzung gehört die Dokumentation der geleisteten Arbeiten in der Regel unabdingbar zu einem kompletten Projekt. Speziell bei Projekten, die neben dem CMS noch einen Anteil an Individualentwicklung und -anpassungen erhalten, ist das komplette Paket an Dokumentation nötig. Diese beginnt bereits in einem jederzeit aktuell gehaltenen Konzept. Auf Programmierseite folgt danach die API-Dokumentation im PHPDoc-Format, sowie natürlich – speziell für knifflige Programmabschnitte – aussagekräftige Inline-Kommentare. Wir empfehlen diese Kommentarebene auf Englisch zu erstellen, um den Quelltext theoretisch auch im Ausland weiter entwickeln lassen zu können.

Die nächste Dokumentationsebene ist die Referenzdokumentation, vergleichbar zum Referenzhandbuch des Zend Framework. Sie erfolgt in einfachem HTML-Markup und wird parallel zum Quelltext in einem vorbereiteten /Doc-Ordner an der entsprechenden Stelle in der App, im Modul oder ähnlichem abgelegt. Die so verfassten Texte können durch Beerbung einer abstrakten Doc Action zur Anzeige für Admins, Redakteure und auch Entwickler im Backend oder (wie auf der RedSpark-Homepage [9] zu sehen) im Frontend verlinkt werden.

Zu guter Letzt fehlt noch die bereits oben erwähnte Dokumentation für Redakteure. Diese erfolgt als Vorlagenkatalog im Anhang des CMS-Handbuchs. Im Vorlagenkatalog werden die mit dem Kunden abgestimmten Vorlagen eindeutig benannt und ihr Einsatzgebiet sowie natürlich alle enthaltenen Inhaltsblöcke beschrieben. Die Erstellung liegt meist parallel zum Entwicklungsprozess im Aufgabenbereich des Projektleiters, um den Vorlagenkatalog rechtzeitig zur Content-Pflege bereit zu haben.

Service/Updates

Nach Abschluss, Übergabe und Abnahme des Projekts durch den Kunden sollte für die Projekt-App zunächst ein 1.0.0 Subversion Tag angelegt werden. Wir sprechen dabei von „fixieren“, da nicht nur die App selbst, sondern auch alle dazugehörigen App- und Library-Abhängigkeiten nach Möglichkeit auf eine Version fixiert werden sollten. Nach Fixierung des Projekts als 1.0.0-Release ist die Projektphase abgeschlossen und das Projekt geht in den Regelbetrieb über. Im Regelbetrieb eines Projekts fallen meist vorrangig Pflegearbeiten und allgemeiner Service, z. B. Fragen zum Impressum, sonstige Kundenanfragen aber natürlich von Zeit zu Zeit auch Systemupdates an. Systemupdates sind vor allem bei Sicherheitslöchern in einer der Library-Apps und natürlich bei Weiterentwicklungen der Anwendung nötig. Auch hier bietet des RedSpark Framework mit seinem Versionierungskonzept eine Möglichkeit, jederzeit eine beliebige Komponente zu aktualisieren. Mehr dazu im Kasten „Versionierung“. Für alle im Regelbetrieb anfallenden Standardaufgaben bietet ein Service Level Agreement eine gute Grundlage; abhängig vom Projektbudget besteht so für beide Seiten eine Planbarkeit und die Sicherheit, das Projekt mit gleichbleibend hoher Qualität betreiben zu können.

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