10 Gründe, warum Unternehmen ihre Talente verlieren
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Schon einmal in einem großen Unternehmen gearbeitet? Dann kennen Sie vielleicht auch die bürokratischen Hürden, strikten Hierarchien und frustrierenden Business-Entscheidungen gegen jeden technologischen

Schon einmal in einem großen Unternehmen gearbeitet? Dann kennen Sie vielleicht auch die bürokratischen Hürden, strikten Hierarchien und frustrierenden Business-Entscheidungen gegen jeden technologischen Menschenverstand, die einem schon mal den Gedanken nach einem Unternehmenswechsel vom Hinterkopf nach vorne spülen können.

Interessanterweise berichtet nun das Forbes-Magazin, dass nicht nur Yahoo! oder Home Depot, sondern auch andere große Unternehmen immer mehr Schwierigkeiten haben, ihre guten IT-Talente zu halten. Meistens liegt es an der Unternehmensführung, sagt Forbes, und zählt 10 Managementfehler auf, die zu einer hohen Fluktuation der Mitarbeiter führen.

  1. Bürokratie im Big Business
  2. Viele Mitarbeiter sind unzufrieden mit den unzähligen und teils sinnlosen Regeln in großen Unternehmen. Änderungswünsche oder auch behagliche Nachfragen finden oft kein offenes Ohr. Insbesondere ehrgeizige Senkrechtstarter fühlen sich dann nicht richtig ernst genommen.
  3. Keine befriedigenden Projekte für Top-Talente
  4. Das Interesse an der Zufriedenheit der Mitarbeiter in ihren derzeitigen Projekten kommt oft zu kurz. Weder die Personalabteilung noch die Bosse scheinen Zeit für Personalgespräche aufzubringen. Dabei sind diese enorm wichtig für den Unternehmenserfolg und für Top-Talente sogar bedeutungsvoller als Lohnverhandlungen.
  5. Schlampig erstellte „Annual Reviews“ über die Leistung und Motivation der Mitarbeiter
  6. In den USA gehören solche jährlichen Reviews zur Bewertung der Leistungen des Mitarbeiters zum Standard. Leider werden diese zu oft im Vorübergehen und ohne viel Mühe erstellt. Wenn die Unternehmen keinen Einsatz für ihre Top-Talente bringen, warum sollten die es dann für sie tun? Also warum bleiben?
  7. Fehlende Zukunftsperspektive
  8. Die Frage: „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren“, kennt wohl jeder. Doch eine genaue Antwort von der Unternehmensleitung erhalten die meisten nicht. Die Bosse sollten mit ihren Talenten über die Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen reden. Einem gepflasterten Pfad folgt man doch gerne.
  9. Lange Übergabezeiten
  10. Neue Top-Talente sollten möglichst schnell ein perfekt auf sie abgestimmtes Projekt bekommen. Lange Warterei und „Sehen was kommt“ führt auf Dauer zu Unzufriedenheit.
  11. Fehlendes Feedback
  12. Auch den Top-Talenten muss man mitteilen, wie gut sie ihre Arbeit machen. Sie sind nicht unantastbar. Außerdem freuen sie sich als Experten über konstruktive Kritik vom Boss. Eine lange Predigt hört natürlich keiner gerne.
  13. Top und Flop
  14. Top-Talente arbeiten gern mit anderen Top-Talenten zusammen. Es kommt aber oft vor, dass sich zu viele ungeeignete Mitarbeiter um sie herumtreiben. Man sollte für jeden eine geeignete Stelle finden und die Talente mit anderen Experten umgeben.
  15. Mission Vision
  16. Aus Sicht des Bosses: Wie sieht die Zukunft meines Unternehmens aus? Welche Rolle spielen dabei meine Top-Talente? Noch keine Antwort gefunden? – Dann aber schnell.
  17. Zu wenig Aufgeschlossenheit
  18. Top-Talente wollen ihre Ideen teilen. Sollte man diesen Ideen kein Gehör schenken und als Geschäftsführer nur seine Strategie durchsetzen, sitzt man am Ende mit einer handvoll Ja-Sagern amTisch. Die Top-Talente machen das nicht lange mit.
  19. Wer ist der Boss?
  20. In größeren Unternehmen gibt es viele Abteilungen. Sollte die Fluktuationsrate bei einem Abteilungsleiter besonders hoch sein, ist es ratsam, dort anzuknüpfen, um das Problem zu beseitigen. Das Problem bei den einzelnen Mitarbeitern zu suchen, ist sicherlich der falsche Weg.

Das Verhältnis zwischen großen Unternehmen und ihren Top-Talenten sollte ein Geben und Nehmen sein. Unternehmen wollen Top-Talente, die das Geschäft vorantreiben, gleichzeitig wollen die Top-Talente vom Unternehmen Verantwortung übertragen bekommen. Kluge Bosse und Personalleiter, die ihre Top-Angestellten verlieren, sollten diese Liste vielleicht zweimal lesen.

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