Microsoft veröffentlicht Azure DevOps Server 2019

Azure DevOps Server 2019 erschienen: TFS wird zu Azure DevOps Server
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Microsoft hat den Azure DevOps Server 2019 veröffentlicht. Er war bisher unter dem Namen Team Foundation Server (TFS) bekannt und bietet weiterhin alle bekannten Funktionen sowie einige Neuerungen. Die Services von Azure DevOps, ehemals Visual Studio Team Services (VSTS), können damit genutzt werden.

Im letzten Jahr gab Microsoft die bevorstehende Namensänderung des on-premises Team Foundation Server (TFS) zu Azure DevOps Server und der cloudbasierten Visual Studio Team Services (VSTS) zu Azure DevOps bekannt. Nun wurde Azure DevOps Server 2019 offiziell veröffentlicht. Die enthaltenen kollaborativen Entwicklertools umfassen unter anderem Azure Pipelines und Azure Boards.

Was bedeutet die Namensänderung?

Microsoft hat den Namen von TFS zu Azure DevOps Server 2019 geändert, nachdem aus Microsofts Visual Studio Team Services (VSTS) bereits Azure DevOps wurde. Azure DevOps Server 2019 kann in jedem Datencenter betrieben werden, und wie auch bei TFS können der Ort der Installation und das Anwenden von Updates selbst bestimmt werden. Auch die Verwaltung durch die Services von Azure DevOps ist möglich.

„Kurzfristig ist es nur ein neuer Name“, resümiert unser BASTA!-Keynote-Speaker Neno Loje (www.teamsystempro.de), den wir zu dem Thema interviewt haben. In der Eröffnungskeynote der BASTA! Spring 2019 in der letzten Woche wurde klar, dass an Cloud und DevOps kein Weg mehr vorbeiführt – und in diesen Zusammenhang fügt sich auch Microsofts Strategie der Namensänderung ein. Einen Vorteil der Azure DevOps Services in der Cloud sieht Loje darin, dass Entwickler sich nicht mehr um die Wartung von on-prem-Servern kümmern müssten: „Microsoft ist der Hersteller, TFS ist ein komplexes Produkt – ich lasse den Hersteller das für mich betreiben.“ Dadurch bliebe für Entwickler mehr Zeit, sich anderen Aspekten zu widmen.

Microsoft selbst setze inzwischen auf Azure DevOps anstatt auf TFS, ganz im Sinne der neuen Strategie „Cloud First“, führt Loje weiter aus. Die Team Foundation Version Control könne langfristig obsolet werden, da Microsoft selbst inzwischen zur Versionsverwaltung auf Git gewechselt sei. Durch die Umbenennung zu Azure werde zusätzlich der Offenheitsaspekt betont, denn TFS sei ohnehin nicht an Visual Studio oder die reine Microsoft-Welt gebunden gewesen.

Kollaborative Entwicklertools

Die in Azure DevOps enthaltenen Entwicklertools bieten verschiedene Optionen zum kollaborativen Arbeiten. Sie können einzeln oder in Kombination genutzt werden. Sie unterstützen alle gängigen Programmiersprachen und Plattformen, darunter macOS, Linux und Windows. Die Verwendung ist sowohl in der Cloud als auch on-premises möglich.

Azure Boards ermöglicht das Arbeiten mit Kanban-Boards, Backlogs, Teamdashboards und benutzerdefinierten Berichten. Die Azure Pipelines dienen der Durchführung von Builds, Tests und Bereitstellungen in der Cloud und auf verschiedenen Plattformen. In Azure Repos können Git-Repositories in der Cloud gehostet werden, während Azure Test Plans Möglichkeiten für manuelle und explorative Tests liefert. Mit Azure Artifacts können Pakete erstellt, gehostet und mit dem Team geteilt werden.

Neuerungen im Vergleich zu TFS 2018

Zu den Neuerungen zählt eine erweiterte Navigation, die unter anderem ein schnelleres Umschalten zwischen Services gewährleisten soll. Es handelt sich dabei um die größte Veränderung des User Interface seit einigen Jahren, was bei der Anpassung interner Dokumentation berücksichtigt werden muss. Die Azure Pipelines haben neue Funktionen erhalten, darunter neue Build- und Release-Seiten und Unterstützung für YAML-Builds. Die Integration von GitHub-Enterprise-Commits findet in Azure DevOps Server 2019 Einzug. Zudem kann die Azure SQL Database auf eigenen Virtual Machines (VM) gehostet werden, und die Lizenzierungen von Azure Artifacts und Release Management sollen einfacher und kosteneffektiver geworden sein.

In den Release Notes zu Azure DevOps Server 2019 werden alle Neuerungen aufgeführt. Der Blog-Eintrag auf Microsofts Azure-Blog bietet alle weiteren Informationen.

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