Das Warum hinter dem agilen Transformationsprozess
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Immer mehr Unternehmen durchlaufen die Transformation von einem klassisch agierenden Unternehmen hin zur Annahme agiler Methoden. Angesichts der zahlreichen Vorteile, die eine agile Arbeitsweise bietet, ist das wenig überraschend.

Fragt man allerdings in einem Unternehmen herum, warum man zu agilen Methoden übergegangen ist, ist die Antwort oft ernüchternd: viele verstehen nämlich oft die Hintergründe für die Transformation nicht und sind dann umso frustrierter, wenn sie nicht den Erwartungen entspricht. Robert Sfeir beleuchtet das Warum hinter der agilen Transformation.

Probleme beim agilen Transformationsprozess

Ein häufiges Problem des agilen Transformationsprozesses ist, dass während der Umstellung auf agile Methoden nur stufenweise, dafür aber grundlegende Veränderungen vorgenommen werden. Das sorgt oft für Phasen der Verwirrung und Frustration, wenn die Veränderungen nicht die gewünschten Resultate bringen. Dabei vergessen viele allerdings, dass Änderungen nicht über Nacht passieren und dahinter harte Arbeit steckt.

Umso wichtiger ist darum ein sich durch das gesamte Unternehmen ziehendes Verständnis, warum die Umstellung vorgenommen wird, um den Transformationsprozess weiter voranzutreiben, wenn Probleme auftreten. Dazu sagt Robert Sfeir:

We should set out on an agile transformation journey with the willingness to change, and the clear understanding of how that Journey will enable and support our company’s core beliefs.

Allerdings sind es meist die Unternehmen, denen dieses gemeinsame Verständnis für die Transformation fehlt, die mit der Umstellung die größten Probleme haben.

Die gemeinsame Basis

Fragt man in solchen Fällen die Mitarbeiter solcher Unternehmen, warum die Umstellung auf eine agile Arbeitsweise stattfindet, erhält man meist eine der folgenden Antworten:

  • „weil die Konkurrenz auch so arbeitet“
  • „das Management hat es so entschieden“
  • „weil ohne agile Methoden unser Business fehlschlagen wird“
  • „Keine Ahnung, ich mach nur was man mir sagt“

Zwar sind dies durchaus valide Antworten, allerdings wird dabei auch ersichtlich, dass es dem Unternehmen an einer gemeinsamen Basis für die Veränderungen fehlt.

Der Transformationsprozess ist meist nicht nur ein teurer Vorgang, er ist oft auch störend, wenn die Ergebnisse verzögert erreicht werden oder sogar komplett ausbleiben. Die Umstellung sollte darum bereits damit beginnen, den Ansatz für den Transformationsprozess zu überdenken und eine gemeinsame Basis zu bilden. Ein wichtiger Faktor dafür ist auch die Unterstützung anderer während der Umstellung und die Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen des Unternehmens.

Am Ende, so erklärt Robert Sfeir sollte die Antwort auf die Frage, warum der Transformationsprozess für das Unternehmen wichtig ist, eher lauten: weil wir unseren Kunden die bestmögliche Experience bieten wollen und dafür einen Arbeitsprozess benötigen, der es uns erlaubt, ihren Bedürfnissen nachzukommen und gleichzeitig unsere Kernansicht zu stärken.

Für Unternehmen heißt das also nicht nur, zu akzeptieren, dass der Transformationsprozess kein Kinderspiel wird, sondern die Herausforderungen anzunehmen und den Mitarbeitern und dem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, daran zu wachsen – die gemeinsame Basis ist dafür ein unersetzlicher Faktor, der über den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens entscheiden kann.

Aufmacherbild: Why question marks on white papers -hard light von Shutterstock / Urheberrecht: ivosar

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