Der erste Sprint mit Scrum: eine Checkliste
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Scrum ist nur eine der agilen Methoden, die bei Entwickler-Teams immer beliebter werden. Ein wichtiger Bestandteil dabei sind Sprints und das Erstellen eines ersten Produkt-Backlogs – egal, ob es sich dabei um ein komplett neues Produkt handelt, oder um ein Projekt, das das Team gerade erst übernommen hat.

Allerdings gibt Scrum keine Empfehlungen, welche Arbeiten vor dem ersten Sprint durchgeführt werden sollten, um dessen Erfolg zu sichern. Roman Pichler erklärt, welche Faktoren dabei auf jeden Fall berücksichtigt werden sollten.

Checkliste für einen erfolgreichen ersten Sprint

Nur weil Scrum keine Empfehlung gibt, welche Arbeiten als Vorbereitung für den ersten Sprint abgeschlossen werden sollten, heißt das nicht, dass sich Entwickler-Team blindlings in diesen stürzen müssen. Gerade als Projektleiter sollte man sicherstellen, dass folgende Faktoren bedacht und bearbeitet werden:

  • gemeinsame Vision
  • begründete Produktstrategie
  • begründetes Businessmodell
  • realistische Produkt-Roadmap
  • Analyse von Personas

So lässt sich eine Checkliste formen, die an die Bedürfnisse des Unternehmens für das entsprechende Projekt angepasst werden kann. Einigen Punkten sollte dabei mehr Priorität zugeschrieben werden, als anderen.

Dazu gehören vor allem die gemeinsame Vision und die Produktstrategie. Sie sind für den Erfolg des Sprints besonders wichtig und sollten als erstes erstellt werden, da es dem Team sonst schnell an Fokus und einem gemeinsamen Ziel fehlt. Genauso muss man sich über die Zielgruppe informieren; einerseits, weil nur so Entscheidungen über die Notwendigkeit bestimmter Features getroffen werden können, andererseits, weil das Feedback der passenden Zielgruppe für die Neu- oder Weiterentwicklung eines Projekts unabdingbar ist.

Doch während die Vision und die Produktstrategie essentielle Startpunkte sind, spielen auch die anderen Faktoren eine große Rolle bei der Durchführung eines erfolgreichen Sprints. So ist es wichtig, zu verstehen, wie die Geschäftsziele erreicht werden können und das Projekt monetarisiert werden kann.

Die Projekt-Roadmap zeichnet die Produktstrategie im Detail auf und fasst zusammen, wie sie im Einzelnen implementiert werden soll. Die Analyse von Personas hilft dabei, Features zu priorisieren und Entscheidungen zu deren Gestaltung und der gebotenen User Experience zu treffen.

Problemvalidierung und Produktentwicklung

Natürlich ist nicht ratsam, den ersten Sprint zu übereilen und mehr Zeit als nötig mit den anfänglichen Fragen zu den einzelnen angesprochenen Faktoren zu verbringen. Dabei gibt es zwei Schwerpunktstufen: die Problemvalidierung und die Produktentwicklung. Im ersten Schritt werden die Vision, Produktstrategie, Produkt-Roadmap und Persona-Analyse erstellt, während im zweiten Schritt am tatsächlichen Produkt gearbeitet wird.

Je nach Projekt kann dabei unterschiedlich viel Vorarbeit nötig sein. Tendenziell erfordern Projekte mit einer risikoreicheren Strategie mehr Arbeit und stehen in Relation zu den benutzten Technologien. Diese Vorarbeit liegt in Händen des Projektleiters, und von ihr hängt der Erfolg des Sprints ab. Hält man sich allerdings an die Checkliste, sollte dem Erfolg des ersten Sprints eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Aufmacherbild: Man doing an evaluation on a blue note pinned to a notice board von Shutterstock / Urheberrecht: Gajus

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