Interview mit Matthew Skelton

DevOps Tipps: Warum es wichtig ist, den Teams ein gemeinsames Ziel zu geben
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DevOps ist ein schillernder Begriff, der sich einer genauen Definition entzieht. Auf der DevOpsCon 2017 haben wir uns mit DevOps-Experten über ihre Sichtweise von DevOps unterhalten. Den Anfang macht Matthew Skelton, der den Schlüssel in einer Kultur des Lernens und Vertrauens sieht.

entwickler.de: DevOps ist nicht immer leicht zu fassen. Es ist eine Mischung aus Prozessen, Tools, kulturellen Verhaltensweisen, etc. Was ist für dich der wichtigste Aspekt von DevOps?

Matthew Skelton: Der wichtigste Aspekt von DevOps ist für mich, eine Kultur des Lernens und des Vertrauens aufzubauen, um einen reibungslosen Ablauf und schnelles Feedback zu ermöglichen. Alles andere, einschließlich Cloud-Automatisierung und Kubernetes, ist zweitrangig.

Das Fehlen eines gemeinsamen Ziels ist ein echter Hemmschuh für DevOps.

entwickler.de: Was sind deiner Erfahrung nach die häufigsten Hürden, die eine Zusammenarbeit von Teams verhindern?

Matthew Skelton: Das Fehlen eines gemeinsamen Ziels ist ein echter Hemmschuh, um Teams zur Zusammenarbeit zu bewegen. Auch mangelndes Vertrauen ist ein Problem. Wenn die Teams nicht verstehen, warum von ihnen erwartet wird, dass sie zusammenarbeiten, empfinden sie das oft als Einmischung von Außen in ihre Arbeitszeit.

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entwickler.de: Wie kann man diese Hürden überwinden? Kannst du uns da vielleicht ein paar Tipps an die Hand geben?

Matthew Skelton: Gebt den Teams ein gemeinsames Ziel, zumindest für einen bestimmten Zeitraum. Gebt den Teams Zeit, Raum und sogar etwas Geld für Essen und Trinken, um ihnen die Zusammenarbeit zu erleichtern. Unterstützt die Teams, wenn sie lernen, sich an die neue, kollaborative Arbeitsweise anzupassen. Und feiert ihre Erfolge!

entwickler.de: Wie startet man mit DevOps? Ist DevOps deiner Erfahrung nach ein Top-Down-Prozess oder beginnt es eher auf Teamebene?

Matthew Skelton: Eine erfolgreiche DevOps-Transformation braucht Richtung, Vision und eine Legitimation von oben, aber auch Energie und Aktivität von den Teams. Entscheidend ist, dass auch die mittleren Führungskräfte verstehen müssen, wie sie sich in die neuen Arbeitsweisen einfügen. Ansonsten neigen sie dazu, die Veränderungen zu blockieren, weil sie Angst haben, Einfluss zu verlieren.

Entscheidend ist, dass auch die mittleren Führungskräfte sich in die neuen Arbeitsweisen einfügen.

entwickler.de: In deiner Session Practical, Team-focused Operability Techniques for Distributed Systems hast du Team-Techniken vorgestellt, um den Betrieb verteilter Software-Systeme zu verbessern. Kannst du uns eine kleine Kostprobe geben?

Matthew Skelton: Den Betrieb moderner Softwaresysteme zu verbessern erfordert Zeit und Konzentration seitens der Teams. Aber es gibt einige bewährte Techniken zur Verbesserung der Operabilität, wie z.B. Run Books, Healthcheck-Endpunkte, User Personas für Operations-Mitarbeiter, Korrelations-IDs und Logging mit Event IDs.

entwickler.de: Vielen Dank für dieses Interview!

Matthew Skelton has been building, deploying, and operating commercial software systems since 1998. Co-founder and Principal Consultant at Skelton Thatcher Consulting (http://skeltonthatcher.com/), he specialises in helping organisations to adopt and sustain good practices for building and operating software systems: Continuous Delivery, DevOps, aspects of ITIL, and software operability. Matthew curates the well-known DevOps team topologies patterns at devopstopologies.com and is co-author of the books “Continuous Delivery with Windows and .NET” (O’Reilly, 2016) and “Team Guide to Software Operability” (Skelton Thatcher Publications, 2016).

 

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