Interview mit Michiel Rook

DevOps Tipps: „Setzt die Leute in die Lage, selbst Verantwortung zu übernehmen“
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DevOps ist ein schillernder Begriff, der sich einer genauen Definition entzieht. Auf der DevOpsCon 2017 haben wir uns mit Experten über ihre Sichtweise von DevOps unterhalten. In dieser Folge sprechen wir mit Michiel Rook (make.io) über Hürden und Herausforderungen für die Einführung von DevOps.

DevOps ist nicht immer leicht zu fassen. Es ist eine Mischung aus Prozessen, Tools, kulturellen Verhaltensweisen, etc. Was ist für dich der wichtigste Aspekt von DevOps?

Michiel Rook: Ganz ohne Zweifel sind die Kultur und die richtige Einstellung das Wichtigste bei DevOps. Alles andere kommt danach.

Was sind deiner Erfahrung nach die häufigsten Hürden, die eine Zusammenarbeit von Teams verhindern?

Michiel Rook: Die größten Hindernisse entstehen dann, wenn man voneinander getrennt arbeitet – entweder physisch oder psychologisch. Oft hat man dann nicht die selben Problempunkte wie die anderen und ist nicht dazu in der Lage, die Schmerzen und Herausforderungen der anderen zu verstehen.

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Wie kann man die Widerstände gegen DevOps überwinden? Kannst du uns da vielleicht ein paar Tipps an die Hand geben?

Michiel Rook: Es kann helfen, wenn man Leute physisch in einem Büro zusammenbringt. Aber man sollte darauf achten, kein zu lautes oder schädliches Arbeitsumfeld zu schaffen. Einige der Dinge, die funktionieren, stellen sicher, dass die Teams das große Gesamtbild verstehen – die „Vision“. Sie sollten das richtige Umfeld und die richtigen Bedingungen haben, um etwas zu leisten. Sie sollten sich gegenseitig kennenlernen können und ermutigt werden, ihre Erfahrungen miteinander auszutauschen.

Wie startet man mit DevOps? Ist DevOps deiner Erfahrung nach ein Top-Down-Prozess oder beginnt es eher auf Teamebene?

Die Teams sollten in die Lage versetzt werden, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Michiel Rook: Es sollte meiner Meinung nach auf beiden Ebenen beginnen. Die Führungsebene muss den Rahmen und die richtige Umgebung bereitstellen, damit die Teams darin brillieren können, hochwertige Software zu produzieren. Sie sollten in die Lage versetzt werden, selbst Verantwortung zu übernehmen und schnell auf Zwischenfälle reagieren zu können.

Auf der DevOpsCon hast du über Datenbankmigrationen gesprochen: Database Schema Migrations with Zero Downtime. Was war dabei deine Kernbotschaft?

Michiel Rook: Traditionelle Datenbankschema-Migrationen und schnelle, kontinuierliche Delivery/Deploy-Prozesse passen nicht wirklich zusammen. In meiner Session habe ich einige Strategien besprochen, um Ausfallzeiten bei der Anwendung von Migrationen zu vermeiden.

Vielen Dank für dieses Interview!

Michiel Rook is a Java/PHP/Scala consultant from the Netherlands. He loves coaching teams to develop better software and implement continuous deployment. He is a co-founder of Make.io and a member of the Dutch Web Alliance. When he’s not thinking about continuous deployment, devops or event sourcing he enjoys music, cars, sports and movies.

 

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