Agile & DevOps

Lost in Translation

Jetzt im Kiosk: Das Entwickler Magazin 6.19: Segel setzen mit Istio.
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Istio ist das Titelthema im neuen Entwickler Magazin 6.19, das jetzt im digitalen entwickler.kiosk und gedruckt im Handel erhältlich ist. Neben Istio haben es natürlich auch wieder zahlreiche weitere Themen in die Ausgabe geschafft.

Lost in Translation

χαίρετε, προγραμματιστής!

Na, haben sie, liebe Leserinnen und Leser, das verstanden? Falls nicht, keine Sorge: Die Zahl der Menschen, die altgriechische Vokabeln entziffern und übersetzen können, ist im Vergleich zum Rest der Menschheit verschwindend gering. Vielleicht klappt es ja hiermit:

IDENTIFICATION DIVISION.

PROGRAM-ID. HELLO.

ENVIRONMENT DIVISION.

CONFIGURATION SECTION.

DATA DIVISION.

WORKING-STORAGE SECTION.

PROCEDURE DIVISION.

DISPLAY „HELLO WORLD!“

GOBACK.

END PROGRAM HELLO.

Auch nicht? Dabei kommen wir mit dieser Programmiersprache quasi täglich in irgendeiner Form in (passiven) Kontakt. Für alle, die es nicht erkannt haben: Es ist ein klassisches Hello-World-Programm, geschrieben in COBOL (Common Business Oriented Language). Die Sprache, die einst vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium mitfinanziert und in Auftrag gegeben wurde, hat im September dieses Jahres ihren 60sten Geburtstag feiern können. Relativ gesehen ist COBOL damit im Vergleich zu aktuellen Programmiersprachen ähnlich alt, wie das Altgriechische im Vergleich zu heutigen Verkehrssprachen.

Dennoch haben Entwickler, gerade im DevOps- und Containerumfeld einen gewissen Hang zum Griechischen, beginnend bei Kubernetes (griechisch für Steuermann) über Mesos (griechisch für Mitte) bis hin zum Titelthema dieser Ausgabe des Entwickler Magazins: Istio, das im Griechischen für das Wort Segel steht.

Istio ist ein sogenanntes Service Mesh, ein Tool zur Verwaltung von Microservices. Besonders wenn Microservices-Architekturen drohen, ob ihres Umfangs unüberblickbar zu werden, lohnt sich der Einsatz des Netzes für Services, um die Übersicht zu behalten.

Michael Hofmann und Markus Lackner führen ab Seite 26 mit einem umfangreichen Grundlagenartikel in dieses komplexe Thema ein. Außerdem haben wir in Zusammenarbeit mit dem Erstgenannten zwei Infografiken erarbeitet: Eine zu den wichtigsten Konstrukten und Befehlen von Istio und eine zu den Best Practices im Umgang mit dem Service Mesh. Den Schwerpunkt runden zwei vergleichende Artikel ab, die dem beliebten Tool Alternativen gegenüberstellen. Mit diesem geballten Wissen sollten Sie das nächste Microservices-Projekt sicher in ihren Hafen der Wahl manövrieren können.

Wer es lieber esoterischer, wenn auch nicht weniger technisch mag, den nimmt Tam Hanna ab Seite 80 mit auf eine Reise in die Tiefen der Programmierung des Grafikrechners TI-84. Gesprochen wird dort allerdings weder Griechisch noch COBOL, stattdessen werden die Rechner in BASIC (Beginner’s All-purpose Symbolic Instruction Code) programmiert.

Die Sprache der Evolution spricht Elena Bochkor in ihrem Artikel zu den Chancen und Risiken der Digitalisierung, während Kay Glahn ab Seite 88 in der Zunge des Zeitgeists den Status quo des mobilen Bezahlens diskutiert. Und natürlich ist auch die Sprache der Gopher in diesem Heft wieder enthalten: Neben der üblichen Golumne von Frank Müller hat Jan Stamer für uns die Überarbeitungen bei den Go Modules übersetzt.

In diesem Sinne: Τα λέμε αργότερα,

Ihr Dominik Mohilo, Redakteur Entwickler Magazin

Die Highlights im Entwickler Magazin 6.19

Keine Angst vorm Service Mesh
Eine Einführung in die Nutzung von Istio bei Microservices-Architekturen
Michael Hofmann, Markus Lackner

Go Modules revisited
Des Gophers neue Kleider
Jan Stamer

Die Zukunft des Bezahlens
Mobile Payment – der Stand der Dinge
Kay Glahn

Continuous Delivery für iOS-Projekte
Mit Jenkins, fastlane und Git zu besserer Software
Thorsten Stark

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