GPL-Nachfolger auf GitHub gestartet: Copyleft.next
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Einer der Autoren der Open-Source-Lizenz GPL 3 (Gnu General Public License) hat seinen eigenen Fork der GPL ohne der Teilnahme der Free Software Foundation (FSF) vorgelegt. Die neue Lizenz trägt vorläufig

Einer der Autoren der Open-Source-Lizenz GPL 3 (Gnu General Public License) hat seinen eigenen Fork der GPL ohne der Teilnahme der Free Software Foundation (FSF) vorgelegt. Die neue Lizenz trägt vorläufig den Codenamen Copyleft.next (die ursprüngliche Namenswahl GPL.next wurde aufgrund rechtlicher Bedenken revidiert) und wurde von Richard Fontana initiiert, der zusammen mit Eben Moglen und Richard Stallman verantwortlich für die 2007 veröffentlichte GPLv3 zeichnete.

Copyleft.next ist als GitHub-Projekt angelegt, was andeutet, dass die Lizenz in einer kollektiven Anstengung erarbeitet werden soll. Fontana heißt denn auch Beiträge in Form von Patches, Ideen oder konstruktiver Kritik willkommen, sogar GitHub-Forks sind ausdrücklich erwünscht. Ziel ist es, eine verbesserte Version einer starken Copyleft Software-Lizenz zu entwickeln (alle veränderten Versionen einer so lizensierten Software müssen ebenfalls frei unter der selben Lizenz zugänglich sein).

Fontana hatte im Vorfeld die GPLv3 als verpasste Chance bezeichnet, den Trend zu Anti-Copyleft-Lizenzen wie Apache, EPL oder BSD aufzuhalten. Problematisch an der GPL sei die Länge und Komplexität der Lizenz, der Kontrollverlust durch die FSF und der Trend zu Cloud-basierten Anwendungen, auf die die traditionellen Open-Source-Lizenzen nicht anzuwenden seien.

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