Internetzugang – ein Menschenrecht?
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Das Internet ist mittlerweile eines der wichtigsten Kommunikationsmedien überhaupt, und immer mehr Menschen weltweit wird durch den Ausbau des Netzes Zugang dazu gewährt.

Im Juli 2012 wurde Internetzugang und Online-Ausdrucksfreiheit vom UN-Menschenrechtsrat zu einem Menschenrecht erklärt. Der CIGI-Ipsos Global Survey on Internet Security and Trust zeigt, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung dem zustimmt – ganze 83 Prozent gaben an, dass ein bezahlbarer Internetzugang ein Grundmenschenrecht sein sollte. Matt Petronzio stellte die Ergebnisse in seinem Artikel Majority of global population agrees Internet access is a human right vor.

Internet als Kommunikations- und Informationsmedium

Gerade als Kommunikations- und Informationsmedium spielt das Internet eine immense Bedeutung, die in Zukunft wohl noch weiter zunehmen wird. Das spiegelt sich auch in der vom Centre for International Governance Innovation (CIGI) in Auftrag gegebenen Umfrage wider: Insgesamt 91 Prozent der befragten Internet-User gaben an, dass das Internet essenziell für den Zugang zu wichtigen Informationen und wissenschaftlichen Kenntnissen ist.

Auch für das persönliche Vergnügen (87 %) und die soziale Kommunikation (85 %) spielt das Internet bei den Usern eine große Rolle; ebenso wie für den Ausdruck von politischen Meinungen und der Redefreiheit (83 %).

CIGI-Ipsos Global Survey on Internet Security and Trust

Die Umfrage wurde vom Centre for International Governance Innovation (CIGI) in Auftrag gegeben und zwischen dem 7. Oktober und 12. November durchgeführt. Dafür wurden 23.326 Internetnutzer zwischen 16 und 64 (zwischen 18 und 64 in den USA und Kanada) aus 24 Ländern befragt.

83 Prozent der User halten Internetzugang als Menschenrecht für nötig

Mit 83 Prozent glaubt ein Großteil der befragten Nutzer, dass der bezahlbare Internetzugang ein Grundmenschenrecht sein sollte. In einigen Regionen liegt diese Zahl teils noch höher. Insbesondere in Ländern im Mittleren Osten, Lateinamerika und Afrika, wo Internetzugang an vielen Orten noch nicht selbstverständlich oder durch Zensur eingeschränkt ist, gaben über 90 Prozent der Befragten an, dass Internetzugang ein Menschenrecht sein sollte.

Auch in westlichen Ländern wie den USA oder Deutschland ist ein Großteil der User davon überzeugt, dass Internetzugang ein Menschenrecht sein sollte; hier stimmten jeweils 77 Prozent beziehungsweise 79 Prozent dafür. Wie wichtig gerade den Deutschen der Internetzugang ist, zeigt sich zum Beispiel auch darin, dass bereits 85 Prozent aller Haushalte über einen Breitbandanschluss verfügen.

Doch obwohl man sich scheinbar relativ einig ist, was die Frage „Internetzugang – Menschenrecht oder nicht?“ angeht, gab es in der Vergangenheit auch Gegenstimmen. Angesichts der Rolle, die das Internet im täglichen Leben bereits spielt und die in Zukunft wohl noch größer werden dürfte, gibt es allerdings wohl nur eine Antwort auf diese Frage, die die Gegenmeinung deutlich überwiegt.

Aufmacherbild: Universal Declaration of Human Rights von Shutterstock / Urheberrecht: corgarashu

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