Kampf gegen die Zeitverschwendung: Mehr Zeit durch besseres Zeitmanagement
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„Dafür hab ich keine Zeit!“, dürfte wohl die häufigste Ausrede sein, um zu erklären, warum eine Aufgabe noch nicht erfüllt ist. Für viele scheint es, als hätten sie nie genug Zeit, egal, wie

Dafür hab ich keine Zeit!“, dürfte wohl die häufigste Ausrede sein, um zu erklären, warum eine Aufgabe noch nicht erfüllt ist. Für viele scheint es, als hätten sie nie genug Zeit, egal, wie viel Zeit ihnen wirklich zur Verfügung steht. Dabei entspricht das in vielen Fällen nicht der Wahrheit. Tatsächlich haben viele, die die beliebte Keine-Zeit-Ausrede nutzen, mehr als genug Zeit für die Dinge für die angeblich keine Zeit bleibt – sie nehmen es nur nicht wahr. Doch woher kommt das Gefühl, nie genug Zeit zu haben und wie lässt es sich in den Griff bekommen? Darüber gibt John Sommez in einem Blogpost Aufschluss.

Zeitverschwendung und Prokrastination

Im Prinzip sind es zwei Faktoren, die dazu beitragen, dass man das Gefühl hat, nie genug Zeit zu haben: Zeitverschwendung und Prokrastination. Nun ist nichts gegen Hobbies zu sagen und auch die Arbeit ist sicher keine Zeitverschwendung. Trotzdem verschwenden viele ihre Zeit damit, Beschäftigungen nachzugehen, die eher unproduktiv sind und so die eigene Zeit in Anspruch nehmen, ohne einem dabei Mehrwert zu bieten.

Dazu kommt, dass man selbst in Zeiten, in denen man produktiv sein sollte, etwa während der Arbeitszeit, dazu tendiert, die Aufgaben vor sich herzuschieben und stattdessen lieber ein wenig im Netz zu surfen oder den News-Feed im Detail von vorne bis hinten zu lesen – ohne dabei tatsächlich Aufgaben fertig zu stellen.

Eine Frage der Prioritäten

Zeitmanagement ist also eine Frage der eigenen Prioritäten. Dabei sind es nicht die Prioritäten, die entscheiden, was man mit der eigenen Zeit anfängt; wie man die eigene Zeit verbringt, zeigt, welche Aktivitäten Priorität haben.

Wie kann das aber dabei helfen, besser mit seiner Zeit umzugehen? Die Antwort darauf ist laut John Sommez einfach:

You have to understand your current priorities in order to create new ones or to lower the value of current ones.

Zunächst ist es wichtig, in Erfahrung zu bringen, was man mit seiner Zeit anfängt. Dafür erstellt man zunächst einen Tagesplan, in den man einträgt, wie man glaubt, seine Zeit zu verbringen. Anschließend notiert man für mindestens drei Tage möglichst detailliert, wie man tatsächlich seine Zeit verbringt und plant abschließend, wie man seine Zeit verbringen möchte.

Daraus lässt sich ableiten, wie ein typischer Tag aussieht und wo die eigenen Prioritäten liegen. So können Dinge, die tatsächlich nur Zeitverschwendung sind identifiziert und durch andere Tätigkeiten, für die man bisher keine Zeit hatte, ersetzt werden.

Das heißt natürlich nicht, dass man auf Hobbies oder unproduktive Fernsehabende verzichten muss – solange man sich bewusst dafür entscheidet, seine Zeit so zu verbringen. Auch der Einsatz von Time-Tracking-Tools kann dabei helfen, Zeitfresser zu identifizieren und für mehr Produktivität zu sorgen.

Kampf gegen die Prokrastination

Nachdem die bisherige Zeitverschwendung so eingedämmt wurde, sollte auch der Prokrastination der Kampf angesagt werden. Dabei gilt: je mehr Zeit man damit verschwendet, die Aufgaben vor sich herzuschieben, desto länger braucht man am Ende dafür.

Um noch mehr Zeit im Alltag zu gewinnen, kann man versuchen, Aufgaben, die gewöhnlich viel Zeit in Anspruch nehmen, effizienter zu bearbeiten und so den Zeitaufwand dafür zu minimieren, denn, wie John Sommez erklärt:

there is a lot time in the tasks that you are doing that you aren’t doing very efficiently.

Für diejenigen, deren liebste Ausrede “Ich habe einfach nicht genug Zeit dafür” ist, heißt das also vor allem: herauszufinden, wofür man die eigene Zeit aufwendet und wo die eigenen Prioritäten liegen, diese mit anderen Prioritäten zu ersetzen und Aufgaben effizienter zu erfüllen, ohne sie stundenlang vor sich herzuschieben.

Aufmacherbild: Ein fauler Fallhammer niedergelegt über einem Kabel. von Shutterstock / Urheberrecht: Luis Fernando Curci Chavier

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