Oracle glättet die Wogen: Klartext zum Thema MySQL
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Oracle hat es zur Zeit nicht leicht: Wegen Missverständnissen die Versionsbezeichnungen betreffend, kamen Gerüchte auf, Oracle würde den Support für InnoDB in der Community Edition einstellen. Hinzu

Oracle hat es zur Zeit nicht leicht: Wegen Missverständnissen die Versionsbezeichnungen betreffend, kamen Gerüchte auf, Oracle würde den Support für InnoDB in der Community Edition einstellen. Hinzu kamen diverse Artikel die besagten, Oracle würde die Preise für MySQL verdoppeln. Nun meldet sich Monica Kumar, Senior Director of Product Marketing, mit einem klärenden Blog-Post zu Wort.

First things first: InnoDB in der Community Edition

MySQL continues to have a dual license model. The Community Edition of MySQL continues to be freely available and licensed under the GPL (including the InnoDB storage engine).  For the commercial editions, we have made a few changes to simplify licensing and have added more benefits for users.Monica Kumar, 2010

Die Community Edition bleibt also vollständig unberührt. Die Gerüchte über den Wegfall von InnoDB dürften damit hinfällig sein. Dazu kam es übrigens aus einem einfachen Grund: eine Tabelle auf MySQL.com gab an, dass InnoDB kein Bestandteil der MySQL Classic Edition sei.

Der Auslöser wilder Spekulationen

Das Problem daran ist nun, dass einige Blogger mit den Versionsbezeichnungen ins Schleudern kamen. The classic edition is an embedded database for ISVs, OEMs and VARs – und somit die kleinste Einheit des Enterprise-Angebots von Oracle. Mit der Community Edition hatte das alles also nichts zu tun. Am Rande sei übrigens erwähnt, dass die entsprechende Produktseite mittlerweile geändert wurde.

Das neue Preismodell

Beim Preismodell für die Enterprise-Varianten ändert sich auf den ersten Blick wenig: End-Nutzer zahlen weiterhin Jährlich, die Einheit wird pro Server abgerechnet. Die beiden kommerziellen Editionen Standard und Enterprise enthalten jedoch ab sofort den 24/7 Premier Support, der vollständig ohne Limitierungen geboten wird. Störungen werden in Zukunft also kein Problem mehr darstellen, die Einschränkungen des Basic Supports gehören der Vergangenheit an.

Nutzer der Standard Edition erhalten die MySQL Workbench Standard Edition, Nutzer der Enterprise Edition erhalten darüber hinaus zusätzlich Zugang zum MySQL Enterprise Monitor sowie das MySQL Enterprise Backup.

Zusammengefasst erhält man Leistungen, die bisher ab einem Preis von 3.000 US-Dollar zu haben waren, bereits ab 2.000 US-Dollar weniger.

Langsam scheint bei Oracle das Verständnis für die Sorgen der Anwender zu wachsen. Wenn in Zukunft die Geschwindigkeit in der Unklarheiten ausgeräumt werden noch etwas zunimmt, dürfte das beiden Seiten entgegenkommen: die Nutzer bleiben MySQL treu und das Vertrauen in das System, dass in letzter Zeit sehr gelitten hat, dürfte sich wieder festigen.

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