Der Scrum-Bericht 2015 beleuchtet Nutzung und Verbreitung von Scrum

Scrum: ein agiles Framework auf dem Vormarsch
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Immer mehr Unternehmen und Entwicklungsteams nutzen agile Methoden für die tägliche Arbeit. Dabei stehen ihnen eine ganze Reihe unterschiedlicher Ansätze zur Verfügung, die entweder alleine oder in Kombination aus verschiedenen Methoden genutzt werden können. Zu den beliebtesten agilen Methoden zählt dabei schon lange Scrum.

Das zeigen auch die Ergebnisse eines von der Scrum Alliance® durchgeführten Surveys, bei dem insgesamt knapp 5.000 Scrum-User aus 108 Ländern und mehr als 14 verschiedenen Industrien über deren Nutzung des Frameworks befragt wurden. Dabei zeigt sich vor allem eins: dass Scrum ein immer beliebter werdendes Framework für die Arbeit mit agilen Methoden wird.

Verbreitung von Scrum

Dabei ist das Framework längst nicht mehr nur im IT-Bereich beliebt – auch wenn weiterhin vor allem IT- und Software-Entwickler die hauptsächlichen User von Scrum sind. Doch auch in anderen Aufgabengebieten wie etwa der Produktentwicklung, Research, Sales und Marketing oder der Finanzabteilung kommt Scrum vermehr zum Einsatz. Gleichzeitig gaben 87 Prozent der Teilnehmer an, dass das Framework die Qualität des Arbeitslebens für ihr Team verbessere; knapp die Hälfte nutzt es dabei vor allem mit dem Ziel, die Bedürfnisse der Kunden mit der höchsten Priorität zu erfüllen.

Besonders verbreitet ist Scrum in Nordamerika; gut 44 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gab als Standort die USA an. Auch Deutschland ist in den Top-5-Ländern, in den Scrum verbreitet genutzt wird, vertreten. Fast alle Befragten (95 Prozent) gaben an, dass ihr Unternehmen Scrum als ihren agilen Ansatz nutzt. Davon kommt das Framework bei 42 Prozent exklusiv zum Einsatz; 54 Prozent gaben an, es in Kombination mit einer anderen Methode wie Kanban oder Lean zu verwenden.

Auch Zertifikate spielen bei der Nutzung eine wichtige Rolle. Zwar verlangen nur sieben Prozent der Unternehmen ein Zertifikat, bei 48 Prozent wird eine solche Bescheinigung jedoch empfohlen; besonders beliebt sind dabei die von der Scrum Alliance® vergebenen CSM®- und CSPO®-Zertifikate. Insgesamt 81 Prozent der Befragten stimmt der Frage, ob ein solches Zertifikat ihre Nutzung verbessert hat, zu.

Scrum-Praktiken

Durchschnittlich besteht ein Scrum-Team laut der Umfrage-Ergebnisse aus sieben Mitgliedern und liegt damit genau im Rahmen der empfohlenen Teamgröße. Dabei ist das Team bei 33 Prozent der Befragten über verschiedene Lokalitäten verteilt; bei 26 Prozent befinden sich alle Teammitglieder am selben Standort. Die typische Sprintlänge beträgt zwei Wochen, wobei jedoch die Dauer des Sprints oft zunimmt, je größer das Scrum-Team ist. Durchschnittlich liegt die Sprintdauer bei 2,4 Wochen; pro Projekt werden meist 6,8 Sprints durchgeführt.

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Auch regelmäßige Meetings spielen bei den meisten Befragten eine wichtige Rolle. So gaben 83 Prozent an, Sprintplanungsmeetings vor dem Beginn des Sprints abzuhalten; 81 Prozent erklärten zudem tägliche Scrum-Meetings durchzuführen. 79 Prozent halten außerdem nach jedem Sprint eine Retrospektive ab.

Neben den genannten Punkten bietet der vollständige Scrum-Bericht noch viele weitere Informationen zur Nutzung von Scrum; er steht auf der Website der Scrum Alliance® zur Einsicht zur Verfügung. Eins wird dabei jedoch deutlich: Scrum ist aus der Arbeit mit agilen Methoden nicht mehr wegzudenken – und das dürfte sich auch in Zukunft nicht ändern.

Aufmacherbild: Designer Desk von Shutterstock / Urheberrecht: Bartosz Budrewicz

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