Was Pflanzen und Entwickler gemeinsam haben

So wächst man als Entwickler
Kommentare

Viele verbinden mit dem Beruf des Entwicklers das stereotypische Bild von Menschen, die abgeschottet von der Außenwelt in einem Keller vor sich hinarbeiten. Kein Wunder also, dass es in solch einer Umgebung kaum zu einem persönlichen Wachstum als Entwickler kommt und man selbst nach jahrelanger Arbeit in dem Bereich nicht als Senior-Entwickler wahrgenommen wird. Die Erfahrung ist eben nicht immer ein Indikator des Talents und der Fähigkeiten eines Entwicklers.

Doch wie kann man sich als Entwickler weiterentwickeln und welche praktischen Ansätze gibt es, die dabei helfen, nicht auf der Stelle zu treten? Dieser Frage ist Elijah Manor nachgegangen und zeigt, dass sich auch das persönliche Wachstum ein Vorbild an der Natur nehmen kann.

Was Photosynthese mit Entwicklerwachstum zu tun hat

Der Wachstumszyklus eines Entwicklers lässt sich mit Photosynthese vergleichen: ähnlich wie eine Pflanze Sonne, Erde, Wasser und Luft zum Wachsen braucht, durchläuft ein Entwickler verschiedene Wachstumsstufen. Dazu gehören:

  • Lernen
  • Experimentieren
  • Kontakte knüpfen
  • Teilen

Viele Entwickler sind in einem oder zwei Bereichen bereits gut aufgestellt, doch für ein erfolgreiches Wachstum bedarf es aller Phasen, denn ohne eine konstante Weiterbildung bleiben die Programmierexperimente oft erfolglos, und ohne den Kontakt zur Community ist die Arbeit an einem Projekt meist wenig produktiv.

Die vier Wachstumsstufen des Entwicklers

1.Zunächst muss ein Entwickler Content erfassen, den er zum Lernen von neuen Techniken und des Umgangs mit neuen Tools gebrauchen kann. Dafür bieten sich Bücher und Trainings genauso an wie das Abonnieren von Newslettern und das regelmäßige Lesen von Blogs und Artikeln. Auch Social-Media-Kanäle können dabei helfen, neue Einblicke in den eigenen Bereich zu erhalten und auf neue Entwicklungen aufmerksam zu werden.

2.Hat man erstmal genügend Content aufgenommen, folgt die Anwendung des Gelernten in einem Programmierexperiment. Learning by Doing ist dafür ein guter Grundsatz, denn gerade durch ausprobieren, was funktioniert und was nicht, lässt sich viel lernen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wo sich mit Code experimentieren lässt, zum Beispiele CodePen, REPL oder mithilfe von Beispiel-Applikationen.

3.Kontakte knüpfen ist ein weiterer wichtiger Faktor, der das Wachstum als Entwickler beeinflusst. Andere Entwickler geben einem nicht nur wichtiges Feedback, sie helfen einem auch dabei, neue Projektideen zu entwickeln und umzusetzen. Genauso kann ein Mentor dafür sorgen, neue Einblicke in die eigenen Programmierfähigkeiten zu erlangen, aber auch Tipps zu anderen Bereichen wie Work/Life-Balance geben.

4.Als letzten Schritt benötigen Entwickler eine Möglichkeit, zur allgemeinen Community beizutragen und diese zu erleben. Meetups und Konferenzen sind ein Weg, mit der Community in persönlichen Kontakt zu kommen, Bloggen ein anderer. Auf Konferenzen bieten sich viele Möglichkeiten, mit anderen Entwicklern zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen; beim Bloggen können Ideen fokussiert wiedergegeben und so das neu erworbene Wissen strukturiert verarbeitet werden.

Alle Faktoren sind wichtig

Einmal mehr zeigt sich in Elijah Manors Artikel also, dass die Natur uns in vielen Bereichen ein Vorbild sein kann. Genauso, wie Pflanzen für die Photosynthese verschiedener Einflüsse bedürfen, um zu gedeihen, bedürfen auch Entwickler unterschiedlichen Faktoren, um sich weiterzuentwickeln.

Viele Entwickler setzen bereits ein oder zwei dieser Stufen um; für ein erfolgreiches Wachstum sind jedoch alle Faktoren wichtig. Darum sollte man überprüfen, wo man bereits auf einem guten Weg ist und an welchen Stellen vielleicht noch Nachholbedarf besteht, um den nächsten Schritt im Entwicklerwachstum machen zu können.

Aufmacherbild: illustration of photosynthesis in plant von Shutterstock / Urheberrecht: Milena Moiola

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -