6. Studie der DevOps Research & Assessment LLC

Der State of DevOps Report 2019: Mehr Elite-Performance-Teams & Best Practices gegen Burnout
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Auch in diesem Jahr veröffentlichte die DevOps Research & Assessment LLC (DORA) ihren State of DevOps Report. Bereits zum sechsten Mal wurden zahlreiche Experten zu allen relevanten Themen aus dem DevOps-Universum befragt: Teamstrukturen, Technologien und Arbeitsweisen der Teilnehmer standen erneut auf dem Prüfstand.

Zu den im letzten Jahr vorrätigen 30.000 Datenstätzen kamen in diesem Jahr 1.000 hinzu. Damit beherbergt das Werk der DevOps Research & Assessment LLC mittlerweile summa summarum 31.000 Antworten auf den Fragebogen. Für den diesjährigen State of DevOps Report wurden also insgesamt nur etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmerzahlen erreicht. Die Anzahl an teilnehmenden Männern hat sich nicht verändert im Vergleich zum Vorjahr, allerdings hat die Anzahl der Teilnehmerinnen um zwei Prozent abgenommen. Noch weiter gefallen ist die Anzahl an Teilnehmern, deren Teams auch Frauen beinhalten: Waren es im letzten Jahr noch 25 Prozent, fiel die Zahl in diesem Jahr auf 16 Prozent.

Was die Herkunft angeht, so ist die Hälfte der Teilnehmer nach wie vor aus Nordamerika. Unverändert sind auch die Teilnehmerzahlen aus Afrika und dem arabischen Raum (1%). Allerdings ist die Anzahl der Teilnehmer aus Asien von 18% auf lediglich noch 9% geschrumpft, dafür kamen prozentual gesehen mehr Teilnehmer aus dem europäischen Raum. Nur geringe Schwankungen betreffen die Teilnehmer aus Australien (+ 1%) und Südamerika (-1 %).

Relativ stabil sind auch die Teilnehmerzahlen je nach ihrem beruflichen Hintergrund: Etwa ein Drittel sind in Entwickler- oder Engineering-Teams beschäftigt, 26 % arbeiten in DevOps- bzw. SRE-Teams. Während das nach wie vor ein großer Schritt seit 2014 und der ersten Erhebung der Zahlen ist, stagnieren die Zahlen seit nunmehr drei Jahren.

Software Delivery Performance

Auch in diesem Jahr wird die Software Delivery Performance wieder in vier Kategorien eingeteilt: Elite, High, Medium und Low. Teams, die als Elite eingestuft werden, deployen Updates on-demand, zum Teil mehrfach am Tag. Für Änderungen in einer Anwendung, die dem Hauptaufgabenbereich zugeordnet werden kann, wird in solchen Teams weniger als eine Stunde Zeitaufwand benötigt, das Gleiche gilt für das Wiederherstellen eines Service. Die Fehlerrate beträgt hier 0 bis 15 Prozent.

Im Vergleich dazu benötigen Low-Performance-Teams zwischen einer Woche und einem Monat, bis ein neues Deployment durchgeführt werden kann, das Gleiche gilt für die Wiederherstellung eines Service. Für Änderungen am Projekt kann man als Nutzer zwischen einem und sechs Monaten einplanen, wobei die Fehlerrate insgesamt bei 46 (2018 noch 40) bis 60 Prozent liegt. Anders ausgedrückt ergibt sich daraus: Elite-Performance-Teams deployen Code bis zu 208-mal so häufig wie Low-Performance-Teams. Sie sind dabei außerdem etwa 106-mal (Zeit vom Commit zum Deployment) so schnell. Außerdem erholen sich Elite-Teams über 2600-mal so schnell von Problemen wie eher niedrig performante Teams.

Es gibt gute und schlechte Nachrichten, was die Einteilung der Teams in die einzelnen Kategorien angeht. Die gute Nachricht ist, dass die Elite-Gruppe um 13 Prozent gestiegen ist (also sich beinahe verdreifacht hat) und die Gruppe der „Low Performer“ um 3 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten schrumpfte. Gewachsen ist allerdings auch die Gruppe der mittelmäßig performenden Teams (von 37 auf 44 Prozent), während es weniger hoch performante Teams gibt (von 41 auf 23).

Daraus lässt sich folgern, dass die Digitale Transformation und der DevOps-Gedanke in der Industrie immer weiter vorangetrieben werden. Damit einhergeht eine stete Verbesserung der Performance von DevOps-Teams, was wiederum zu schnellerer Bereitstellung von Software und neuer Features führt.

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Cloud & Co.

Waren es im Jahr 2018 noch rund zwei Drittel der Befragten, die angaben, ihre primären Anwendungen bzw. Services in der Cloud zu hosten, sind es in diesem Jahr nur noch 56 Prozent. Von den Cloud-Nutzern hostet die Hälfte auf Public Clouds, jew. rund ein Viertel setzt auf eine Hybrid- oder Private-Cloud-Lösung. Rund 44 Prozent der Teilnehmer hosten privat bzw. ohne Cloud.

Wichtig ist allerdings nicht, dass man die Cloud nutze, sondern eher wie. Das National Institute of Standards and Technology (NIST) in den USA haben fünf essentielle Cloud-Charakteristika definiert, die für eine richtige Nutzung der Cloud typisch sind:

  • On-demand Self-Service
  • Broad Network Access
  • Resource Pooling
  • Rapid Elasticity
  • Measured Service

Die Zustimmungsraten dazu sind generell positiv: Im Schnitt wurde zu jedem dieser Punkte eine Zuwachsrate von 13,4 Prozentpunkten gemessen.

Sichere Arbeit

Ein Aspekt, der einen wichtigen Platz in jedem Unternehmen einnehmen sollte, ist die Arbeitssicherheit. Damit sind keine Stahlkappenstiefel und Helme gemeint, sondern erträgliche Arbeitsbedingungen, die vor einem Burnout schützen. Regeneration ist hierbei ein wichtiges Stichwort, für deren Unterstützung im State of DevOps Report 2019 fünf Tipps und Tricks identifiziert wurden:

  1. Die Psychologische Abgrenzung, also möglichst nicht über die Arbeit nachzudenken, wenn man nicht arbeitet, sollte gefördert werden. Hierzu sollten elektronische Barrieren eingeführt werden, die dafür sorgen, dass der Stress von der Arbeit am Arbeitsplatz bleibt.
  2. Auch die Erholung sollte nicht zu kurz kommen und ganz besonders nicht als ein Luxusgut angesehen werden, für das wir Urlaub bekommen. Erholung sollte zum integralen Bestandteil des Arbeitsprozesses werden, da die Produktiv eng mit regelmäßigen Erholungsphasen zusammenhängt.
  3. Neben der Arbeit sollte man nicht nur Netflix schauen und Chips futtern: Skills, die nicht arbeitsbezogen sind, machen die Freizeit lebenswerter.
  4. Manchmal hat man bei der Arbeit das Gefühl, keine Kontrolle zu haben, was den Stresspegel erhöhen kann. Daher empfiehlt es sich, außerhalb der Arbeitszeit Projekte anzugehen, die man vollständig unter Kontrolle hat.
  5. Das Management sollte eine gesunde Kultur des Abstands etablieren und Mitarbeiter dazu anhalten, nicht bis spät in die Nacht zu arbeiten oder das Wochenende mit Arbeit zu verbringen. Auch die Kollegen sollten dies fördern, indem sie nach der Arbeit und am Wochenende sich nicht mehr um Arbeitsbelange kümmern.

Wie die Digitale Transformation am Ende für jedes Unternehmen im Einzelnen umgesetzt werden kann, das ist natürlich individuell verschieden. Doch lässt sich mit Sicherheit sagen, dass Dinge wie schwergewichtige Approval-Prozesse eher ein Hemmfaktor sind. Klare Prozesse hingegen sorgen für Stabilität und eine schnellere Umsetzung von Änderungen. Sie reduzieren zudem Burnout-Erkrankungen.

Den vollen Report kann man sich auf der Homepage von Google Cloud ansehen. Den Report vom Vorjahr gibt es ebenfalls kostenfrei bei Google.

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