Was Agility und Neujahrsvorsätze gemeinsam haben: 5 Tipps zur Zielsetzung mit agilen Methoden
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Zwar ist das neue Jahr nun auch schon wieder zwei Wochen alt, die guten Vorsätze die man sich zu Jahresbeginn gesetzt hat, dürften aber immer noch präsent sein. Auch wenn viele sagen, dass Vorsätze zum neuen Jahr nichts bringen, zeigen Studien jedoch, dass sie zehnmal effektiver sind, um seine Ziele auch tatsächlich zu erreichen oder ein Verhalten zu ändern. Was allerdings haben gute Vorsätze und agile Methoden gemeinsam?

Das zeigt Dan Greening und erklärt so, wie man agile Arbeitsweisen einsetzen kann, um seine Neujahrsvorsätze auch tatsächlich einzuhalten.

Agile Methoden steigern Erfolgsrate bei Projekten

Bei traditionell durchgeführten Software-Entwicklungsprojekten kommen meist die Wasserfall-Management-Praktiken zum Einsatz, die alle nötigen Schritte für die nächsten ein bis zwei Jahre im Voraus planen. Allerdings ist die Misserfolgsrate dabei recht hoch – ein Faktor, der sich leicht auf das häufige Scheitern beim Einhalten der Neujahrsvorsätze übertragen lässt.

Agile Methoden, die gerade in der letzten Zeit immer beliebter wurden, sorgen stattdessen dafür, dass weniger Projekte scheitern, als bei traditionellen Ansätzen. Darum lassen sich solch agile Methoden auch leicht für das Erreichen persönlicher Ziele einsetzen.

5 Tipps zum Einsatz agiler Methoden zur Zielsetzung

Um bei dem Vergleich zwischen Software-Entwicklungs-Methoden und guten Vorsätzen zu bleiben: viele Neujahrsvorsätze sind wie Wasserfall-Management-Praktiken und dank mangelndem Fokus und mangelnder Kontrolle zum Scheitern verurteilt. Um seine Ziele zu erreichen, bietet sich daher der Einsatz agiler Methoden an. Dan Greening nennt dafür zum Beispiel diese fünf Tipps:

Tipp 1: Beschließen, anderen zu helfen

Der soziale Aspekt kann einem dabei helfen, seine Ziele zu erreichen und die guten Vorsätze auch tatsächlich einzuhalten. Beim Einsatz agiler Methoden spielt die User Story eine wichtige Rolle. Verfasst man seine Vorsätze zum Erreichen eines Ziels als User-Story, die vor allem anderen Personen hilft, fällt einem das Durchhalten oft leichter, weil so nicht nur man selbst, sondern auch andere von dem Vorsatz profitieren.

Tipp 2: Das messen, was wirklich zählt

Eine visuelle Bestätigung des Fortschritts auf dem Weg zum Erreichen eines Ziels kann leichter zum Durchhalten motivieren. Darum ist es ratsam, seine Ziele als objektiv messbare Abschlusstests zu notieren und den Fortschritt in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

Tipp 3: Erreichbare Ziele setzen

Ziele sollten zwar herausfordernd, aber nicht unerreichbar sein. Viele Vorsätze scheitern aber genau daran. Es ist darum wichtig, seine frühere Erfolgsrate auszuwerten und anhand dessen seine Ziele auszurichten – eine Praxis, die man auch in agil arbeitenden Unternehmen wiederfindet. Besteht nicht mindestens eine 50-prozentige Chance, das Ziel auch tatsächlich zu erreichen, ist es möglicherweise nötig, erstmal an der Basis zu arbeiten, die zum Zielabschluss nötig ist.

Tipp 4: Auf die wichtigen Sachen konzentrieren

Die Liste der guten Vorsätze schwankt oft in ihrer Länge. Je länger sie allerdings wird, desto weniger Vorsätze werden meist tatsächlich eingehalten. Der Fokus auf die wirklich wichtigen Ziele ist darum unumgänglich. Beim Anfertigen der Liste können einzelne Ziele miteinander kombiniert und so ein Backlog erstellt werden, das nach Priorität geordnet werden kann. Dabei stehen die wertvollsten, am leichtesten zu erreichenden Ziele ganz oben auf der Liste, die idealerweise nicht mehr als fünf bis neun Ziele umfassen sollte.

Tipp 5: Vom Feedback anderer lernen

Es ist wichtig, seinen Fortschritt regelmäßig zu überprüfen. Ein vierwöchiger Rhythmus bietet sich dafür beispielsweise an, den man auch in seinem Terminplaner vermerken sollte – insbesondere, wenn man Feedback anderer Personen einholt. Denn genau dieses Feedback ist ein wichtiger Faktor, der für mehr Motivation sorgen oder neue Impulse zum Durchhalten geben kann. Es gibt verschiedene Arten von Feedback, die unterschiedlich wertvoll für den eigenen Fortschritt sind. Prozess- und Aufgabenfeedback sind dabei zwei besonders hilfreiche Feedback-Arten.

Es zeigt sich also, dass agile Methoden nicht nur für große Software-Entwicklungs-Unternehmen zahlreiche Vorteile mit sich bringen können, sondern sich auch für die persönliche Zielsetzung und das Einhalten guter Vorsätze nutzen und sinnvoll einsetzen lassen. Einer gelungenen Zielsetzung und dem Erreichen der guten Vorsätze sollte dann nichts mehr im Wege stehen.

Aufmacherbild: Goals word on note pad stick on blank colorful paper notebook at workspace, year resolution concepts von Shutterstock / Urheberrecht: vinnstock

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