Agil entwickelte Software auch agil in Betrieb nehmen

Wer schnell sein will, muss umdenken!
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Disruptive Unternehmen – ein Fachbegriff, der bisher hauptsächlich IT-Interessierten bekannt war. Spätestens die aktuelle Diskussion um Unternehmen wie airbnb oder Uber hat dies geändert. Solche Start-ups wirbeln Milliarden-Euro-Branchen wie die Touristik- oder Transportindustrie durcheinander. Ihr wichtigster Wettbewerbsvorteil im Vergleich zu etablierten Unternehmen ist: Sie sind von Grund auf digital, IT ist Teil ihrer DNA. Es gelingt ihnen, schnell und flexibel Services zu entwickeln, die Kunden begeistern.

Neue digitale Produkte, neue Vertriebswege, oft unter Ausschluss klassischer Vermittler, neu fragmentierte Geschäftsprozesse oder neue Formen der Kooperation mit Partnern sind ohne IT-gestützte Innovationen nicht denkbar. Nur mithilfe der IT – und zwar einer anderen Art von IT – ist es „klassischen“ Unternehmen möglich, etablierte Geschäftsmodelle zu ergänzen. Veränderte Anforderungen an IT-Abteilungen gehen damit einher. Sie müssen eng mit den Fachbereichen zusammenarbeiten, um das Potenzial von Technologien aufzeigen zu können. Und sie sollten die Anforderungen der Anwender verstehen und bewerten können. Die Fachbereiche sind zudem dazu aufgefordert, soviel Verständnis für Technologien zu entwickeln, dass sie ihre Chancen und Risiken beurteilen können.

Viele Unternehmen setzen aber noch auf das „gemütliche“ Modell der langsamen und kontinuierlichen Verbesserung von Produkten und Prozessen. Ein Modell, das im Fall der disruptiven Innovationen an seine Grenzen kommt. Stattdessen wird die Bereitstellung von IT flexibler, dynamischer und agiler. Ein Phänomen, das Eric Ries in seinem Buch „The Lean Startup“ als wesentliches Merkmal junger digitaler Unternehmen charakterisiert. Diese agilen Konzepte stellen eingefahrene Verhaltensweisen und Arbeitsaufteilungen auf den Kopf: Während es vor ein paar Jahren noch ausreichte, alle paar Monate ein großes Update zu veröffentlichen, wird Software heutzutage, Scrum und Sprints sei Dank, im Wochen-, Tages- oder sogar Stundenrhythmus aktualisiert. Will ein Unternehmen von den Vorteilen der agilen Konzepte profitieren, reicht es nicht aus, Software entsprechend zu entwickeln. Der IT-Betrieb muss sich der Schlagzahl der Softwareentwicklung anpassen. Es gilt, schnell zu testen, schnell in Betrieb zu nehmen, schnell zu veröffentlichen und Fehler schnell zu finden. Um diese Ziele zu erreichen, können die Verantwortlichen den Hebel an zwei Stellen ansetzen: Auf technischer Ebene geht es um die Automatisierung der Prozesse zur Inbetriebnahme. Auf organisatorischer Ebene geht es um die Bildung von so genannten DevOps-Teams, also gemeinschaftlich verantwortlichen Teams, die sich aus Entwicklern und Betriebspersonal zusammensetzen.

Lesen Sie den kompletten Artikel im Entwickler Magazin 6.14

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