Amazon Aurora – die MySQL-kompatible High-End-Datenbank
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In Zeiten, in denen das Web Dreh- und Angelpunkt für neue Geschäftsideen ist die noch dazu immer mehr Daten generieren, sind es vor allem Datenbanken, denen immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Auf der aktuell in Las Vegas stattfindenden Amazon-Hausmesse AWS re:Invent hat der Versandhandelsriese mit Amazon Aurora eine neue, mit MySQL kompatible Datenbank vorgestellt, die den Ansprüchen des cloudgetriebenen Business gerecht werden soll.

Amazon Aurora – Designed for the Cloud

Amazon Aurora ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was passiert, wenn man einem motivierten Team die Möglichkeit gibt, bei Null zu beginnen und auf die modernste Hardware im Unterbau zu setzen. Nach drei Jahren Arbeit ist eine relationale Datenbank herausgekommen, die voll MySQL-kompatibel sein soll, bei voller Unterstützung aller MySQL-Anwendungen. Das Feature-Set von Aurora soll dabei dem von MySQL 5.6 entsprechen.

Außerdem will Amazon damit andere MySQL-Implementierungen mit einer bis zu fünfmal besseren Performance bei einem zehntel des Preises für kommerzielle Lösungen alt aussehen lassen.

Sechs Millionen Inserts oder 30 Millionen Selects pro Minute – das sind Zahlen, die sich sehen lassen können.

Zielgruppenorientierung

Die im Amazon RDS (Relational Database Service) verfügbare Datenbank richtet sich vor allem an Unternehmen. So solle man sich unter anderem keine Sorgen um den Speicherplatz machen müssen:

As your business grows, Amazon Aurora will scale with you. You won’t need to take your application off line in order to add storage. Instead, Amazon Aurora will add storage in 10 GB increments on as as-needed basis, all the way up to 64 TB.

Sowohl die Skalierung als auch die Replikation soll mit wenigen Clicks vonstatten gehen, die Daten selbst werden auf großen SSD-basierten Storage-Arrays gespeichert. Durch die Nutzung der AWS Availability-Zones für die Replikation über drei Zonen hinweg – wobei in jeder Zone zwei Kopien der Daten aufbewahrt werden – soll eine enorme Ausfallsicherheit gewährleistet werden. Und wenn doch mal eine Datenbank-Instanz einen Fehler aufweist, soll Aurora die Daten umgehend in eine andere Availability Zone wiederherstellen – ohne Datenverlust, wie es in der Ankündigung von Dave Barr heißt.

Insgesamt ist die Erstellung von bis zu 15 Replikationen möglich, um die optimale Synchronisationsrate von 10 bis 20 Millisekunden erreichen zu können. Auch ein schnelles und effizientes Backup auf eine S3-Instanz soll möglich sein. Amazon selbst verspricht übrigens eine Verfügbarkeit von 99,99 Prozent.

Damit hat Amazon ein durchaus attraktives Angebot in der Hand; wenngleich momentan nur als Preview. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das nicht all zu lange so bleiben wird.

Aufmacherbild: Northern Lights Aurora Borealis von Shutterstock / Urheberrecht: SurangaSL

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