Nur keine Berührungsängste – angular-leap in Version 1.0 erschienen

AngularJS spielt mit Leap Motion
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Robin Böhm hat Version 1.0 von angular-leap veröffentlicht, das die berührungslose Mensch-Maschine-Interaktion der Leap Motion mit AngularJS verbindet. Folgt nach der Bedienung mit der Maus und „Touch“ nun mit „In-der-Luft-Fuchteln“ das nächste große Ding?

Früher war alles Console. Dann kam die Maus, kurze Zeit später folgte Touch. Und jetzt sollen wir unsere Projekte einfach nur mit den Händen in der Luft steuern können, wo wir noch nicht mal eine vollends befriedigende Lösung für die Finger auf dem Display gefunden haben? Nun … warum eigentlich nicht?

So weit sind wir natürlich noch lange nicht, aber ein Projekt von Robin Böhm und Pascal Precht lässt zumindest hoffen. Die beiden haben nämlich mit angular-leap eine Extension veröffentlicht, mit der es möglich ist, AngularJS-Applikationen mit Leap-Motion-Gesten zu steuern.

Berührungslos glücklich

Ende 2012 hatte Leap Motion auf Kickstarter für Furore gesorgt – am Ende konnten weit über 30 Millionen US-Dollar aufgebracht werden. Das Ziel der Macher war es, die Mensch-Maschine-Interaktion auf ein vollkommen neues Level zu heben. Und auch wenn seit damals die Euphorie etwas eingeschlafen ist, mobilisiert die Idee noch immer viele potenzielle Käufer und findige Entwickler. Zu verlockend sind die Szenen, die all die Science-Fiction-Filme in unser Gehirn gebrannt haben.

Und in der Tat: angular-leap beherrscht 11 Gesten, mit denen sich schon einmal arbeiten lässt; eine Beispiel-Applikation soll uns davon überzeugen. Was natürlich nur funktioniert, wenn eine Leap Motion am Rechner angeschlossen ist.

Eine kleine Einführung in angular-leap gibt Robin Böhm übrigens in seiner Screencast-Demo „Creating a RevealJS Deck with LeapMotion and GoInstant“:

Wer möchte, kann sich das Projekt von GitHub herunterladen und selbst damit experimentieren – und den beiden vielleicht sogar im Bereich der Dokumentation unter die Arme greifen. Denn die fehlt bisher vollständig.

Die Zukunft – zum Greifen nah!

Was auf den ersten Blick nach einer Spielerei aussieht, kann durchaus praktische Anwendungsfälle haben. So ist Microsofts Kinect – ursprünglich dazu gedacht, Videospieler vom Sofa zu verscheuchen – schon seit einiger Zeit im Museumsumfeld zuhause und sorgt dort dafür, dass Ausstellungen zu einem interaktiven Erlebnis werden.

Im Zusammenspiel mit Webtechnologien wie WebGL könnten so beispielsweise Architekten über große Entfernungen hinweg ihre Entwürfe vorstellen. Auch im medizinischen Bereich wären Anwendungen denkbar.

Generell liegen die Grenzen des möglichen und denkbaren aber in der Fantasie der Entwickler. Als Kinect damals bei den Enthusiasten ankam, hatte man schnell Szenen aus Minority Report in den Köpfen – sehr viel weiter ist es jedoch nie gekommen.

So oder so gilt natürlich, dass es sich um eine spannende Idee handelt, die man durchaus im Auge behalten sollte. Und genau das werden wir tun, denn am 5. März werden wir in München auf den JavaScript Days sein und uns in der Night Session Leap Motion selbst davon überzeugen, wie gut es funktioniert. Wir halten euch auf alle Fälle auf dem Laufenden!

P.S.: Erinnert ihr euch an den Geniestreich von Opera aus dem Jahre 2009? Worauf wartet ihr noch – wir wollen genau das sehen!

Aufmacherbild: Gesturing human hand on white background von Shutterstock / Urheberrecht: Champion studio

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