Buchtipp

AngularJS: Up and Running
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Die beiden Autoren Shyam Seshadri und Brad Green beginnen ihre Ausführungen mit einer Vorstellung der Vor- und Nachteile des Frameworks. Im Rahmen der Erklärung entsteht ein primitives, einseitiges Beispielprogramm, das aber keine Besonderheiten vorführt. Kapitel zwei demonstriert Module und Direktiven; die als Basis von AngularJS dienenden Klassen werden hier im Detail erklärt.

Für Klein …

Unit Testing dient hier sowohl zur Demonstration einiger Testframeworks als auch zur Vorstellung des Konzepts der Dependency Injection. Die darauffolgenden Schritte nutzen diese Vorlage zur Besprechung von Formularen, Eingabemanagern und den als Service bezeichneten Diensten. Natürlich kommt das zur Vereinfachung von Programmen dienende Data Binding nicht zu kurz.

Anzuzeigende Ressourcen werden heute per AJAX angeliefert. Angulars $http-Objekt wird im sechsten Kapitel im Detail erklärt: Die Autoren gehen sogar auf Interceptoren ein, die bei der

angularjs2

AngularJS: Up and Running, Quelle: O’Reilly

Realisierung von Login-Prozessen immens hilfreich sind. Im nächsten Schritt folgt ein weiteres Kapitel zum Thema Tests – diesmal geht es um die programmatische Überprüfung von AJAX-basierten Programmen.

Filter erlauben die Einschränkung von anzuzeigenden Inhalten. Sie stellen, neben Controllern und Diensten, eine der vier Säulen von Angular dar, und werden in zwei Kapiteln sowohl aus programmiertechnischer als auch aus testender Sicht beschrieben.

… und Groß

Router erleichtern das in Single-Page-Applications schwierige Realisieren von mehrstufigen Webadressen. Das ngRoute-Modul schafft an dieser Stelle Abhilfe: Wer es gekonnt einsetzt, erspart sich in der Praxis Unmengen von Aufwand.

Fortgeschrittene Programme setzen die Nutzung von Direktiven voraus: Kapitel 11, 12 und 13 stellen das nicht unbedingt leicht verständliche Paradigma samt Methoden zum Testen selbsterstellter Direktiven vor.

Zu guter Letzt stellen die beiden Autoren Best Practices vor, die bei der Erstellung von komplexen Produkten hilfreich sind. Die vorangestellte Einführung in das Testsystem Protractor hilft dabei, die Qualität der Resultate permanent zu überwachen. Die Autoren beweisen Geschick: Kapitel 11 befasst sich mit Grundlagen, deren praktische Anwendung erst im Anschluss vorgestellt wird.

Aus didaktischer Sicht bietet das englischsprachige Buch keinen Anlass zur Kritik: Nicht-Muttersprachler dürften mit dem Text keinerlei Probleme haben. Die Codebeispiele sind sauber aufgebaut, Grafiken und Diagramme erklären schwer verständliche Punkte. Besitzer der E-Book-Version dürfen sich zudem an vollfarbigen Listings erfreuen.

Fazit

JavaScript hat eine faszinierende Entwicklungsgeschichte hinter sich: Das in JS gehaltene AngularJS füllt ein dreihundertseitiges Buch. Wer das von Seshadri und Green verfasste Werk komplett durchliest, hat alle wichtigen Features des Frameworks im Blick. Wenn Sie sich in Zukunft mit Angular beschäftigen müssen oder einfach wissen wollen, worum sich der Angular-Hype dreht, so sind Sie hier bestens aufgehoben. Dank der permanenten Betonung von Testverfahren sind die resultierenden Produkte von garantiert hoher Qualität.

Aufmacherbild: A letter for javascript framework von Shutterstock/Urheberrecht: gdainti

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