Anti-Hacker Tool EMET wird aktualisiert
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Microsoft bringt mit EMET 5.1 ein kostenloses Tool auf den Markt, das vor Hacker-Angriffen schützen soll. Das Microsoft-Tool sichert alte wie neue Programme ab und erlaubt es dem Nutzer, weitere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Die neu erschienene Version bietet eine erhöhte Kompatibilität mit Anwendungssoftware, insbesondere mit Java und Chrome.

Anti-Hacker-Tool EMET: Programme nachträglich absichern

Microsoft stellt mit dem Enhanced Mitigation Experience Toolkit, kurz EMET, eine umfassende Software bereit, die die Sicherheit auf Windows-Systemen stark verbessern soll. Wegen seiner mächtigen Fähigkeiten und der Bedienbarkeit über die Kommandozeile war EMET früher vor allem bei Profis beliebt. Da die Entwickler das Programm mittlerweile mit einer grafischen Benutzeroberfläche versehen haben, kann es aber auch bei normalen Nutzern mit hohem Sicherheitsbedarf zum Einsatz kommen.

EMET ist ein schlankes Tool ohne Spielereien, mit dem Nutzer installierte Programme nachträglich absichern können. Das ist dann nötig, wenn Programme die von Windows angebotenen Sicherheits-Features nicht komplett ausnutzen. EMET macht es möglich, Windows-Betriebssysteme mit zusätzlichen Sicherheitsfeatures gegen digitale Angriffe zu schützen. So erlaubt es die Software, dass auch ältere Programme durch in Windows integrierte Schutzfunktionen gegen Hacker-Attacken und Exploits geschützt werden können.

Für unerfahrene Nutzer können die Einstellungen dabei über einen Wizard vorgenommen werden. Dieser konfiguriert automatisch die wichtigsten Windows-Werkzeuge und Office-Programme. Die neu erschienene Version 5.1  hebt zudem zahlreiche Bugs sowie Probleme in Sachen Kompatibilität von Applikationen auf. Die Applikationen schließen den Internet Explorer, Adobe Reader, Adobe Flash und Mozilla Firefox ein.

Umfassender Zusatzschutz mit Tücken

Darüber hinaus ist es möglich, über eine Suchfunktion bereits installierte Programme hinzuzufügen. Seit der Version 5.0 bietet EMET außerdem weitere Funktionen wie die Attack Surface Reduction, kurz ASR. Das Tool ist dafür zuständig,  sicherheitskritische Plug-ins wie Java oder Flash abzusichern. So lässt sich beispielsweise festlegen, wann der Browser oder ein Office-Programm solche Plug-ins ausführen darf.

Da es EMET ermöglicht, Zugriffsrechte und andere sicherheitsrelevante Optionen für einzelne Programme zu verändern, kann die Software bei zu restriktiven Einstellungen für Probleme sorgen. Ohne weitere Kenntnisse sollte man hier die Voreinstellungen von Microsoft beibehalten. Neben EMET sollte außerdem immer ein Antivirenprogramme installiert sein.

Aufmacherbild: Padlock and computer data. Security concept. von Shutterstock / Urheberrecht: isak55

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