ASP.NET und Web Tools im Visual Studio 2013 RC
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Mit dem jüngst erschienenen Release Candidate für Visual Studio 2013 wurden auch die ASP.NET und Web Tools der Entwicklungsumgebung aktualisiert. Grund genug für Xinyang Qiu, im .NET Web Development

Mit dem jüngst erschienenen Release Candidate für Visual Studio 2013 wurden auch die ASP.NET und Web Tools der Entwicklungsumgebung aktualisiert. Grund genug für Xinyang Qiu, im .NET Web Development and Tools Blog alle neuen Features seit der Preview Ende Juni aufzulisten.

Web Tooling

VS2013 möchte die einzelnen ASP.NET Frameworks unter einem Hut zusammenführen. So gibt es nun ein einheitliches UI für die Erstellung von Projekten in Web Forms, MVC und Web API. In Web Forms sind neue Features vorhanden, die es so zuvor nur in MVC gab, beispielsweise die automatische Erstellung von Testprojekten und die verschiedenen Authentifizierungskonfigurationen.

In diesem Sinne verwenden jetzt auch alle ASP.NET Projekt-Templates Bootstrap für Responsive Design und Theming-Funktionen. Das Single Page Application Template wurde um den Support für OAuth 2.0 erweitert, genauso wie um einen Web-API-basierten Controller, der von JavaScript und nativen mobilen Anwendungen aus genutzt werden kann.

Das neue Feature Browser Link nutzt einen SignalR-Kanal zwischen Browsern und dem Visual Studio 2013 Release Candidate. Es erlaubt, über den Refresh Button in der Toolbar alle verbundenen Browser manuell zu aktualisieren. Mit dem Release Candidate neu hinzugekommen ist nun ein Browser Link Dashboard, wo einzelne Browser auch manuell aktualisiert werden können.

Außerdem beinhaltet der Visual Studio 2013 RC einen neuen HTML Editor für Razor- und HTML-Dateien, der nach einem einheitlichen HTML5-basierten Schema funktioniert. Neu sind hier die automatische Brace Completion, IntelliSense für jQueryUI und AngularJS-Attribute und der Support für CSS-Class-Attribute. Web Forms .aspx, .master und User Control .ascx-Dateien nutzen weiterhin den alten Editor.

Mit von der Partie ist außerdem Azure Website Tooling mit dem Azure SDK 2.1. Ist dieses installiert, können Windows Azure Web Sites aus dem Visual Studio 2013 RC Server Explorer heraus erstellt werden.

Das MVC Scaffolding wurde komplett neu geschrieben. Web Form Scaffolding haben die Macher aus dem Release entfernt, da es noch nicht weit genug entwickelt ist, um der Öffentlichkeit bereitgestellt zu werden. Dies soll vermutlich mit dem ersten Update passieren.

ASP.NET Framework

MVC-Projekte sind jetzt standardmäßig Web-Anwendungen und benutzen nicht mehr ihren eigenen Projekt-GUID. Ist in einem New-Project-Dialog die MVC-Checkbox aktiviert, wird automatisch ein MVC-5-Projekt erstellt.

Das ASP.NET Web API 2 hat mit unter anderem Attribut-Routing, Request Batching und dem Support für portable Bibliotheken einige neue Features bekommen. Weiterhin beinhaltet Visual Studio 2013 auch Entity Framework 6.0.0-rc1 und NuGet 2.7.

SignalR 2.0.0-rc1 gehört ebenfalls dazu und bringt den Support für MonoTouch und MonoDroid, einen portablen .NET Client und das Self-Hosting Package Microsoft.AspNet.SignalR.SelfHost. ASP.NET Identity heißt das neue Membership-System für ASP.NET-Anwendungen, mit dem das Persistenzmodell der Anwendungen kontrolliert werden kann.

Außerdem integriert Visual Studio 2013 den Support für das Open Web Interface for .NET (OWIN) in ASP.NET. Die OWIN-Komponenten definieren ein Standard-Interface zwischen .NET Web Servern und Web-Anwendungen. Sie enthalten einen HttpListener-basierten Server, ein Self-Host API und eine OwinHost Executable für OWIN-Anwendungen ohne Custom Host.

Zum Download

Der Release Candidate zu Visual Studio 2013 kann ab sofort heruntergeladen werden. Die RTM soll am 18. Oktober gemeinsam mit der finalen Version von Windows 8.1 erscheinen. Die Finalversion der IDE  gibt es dann am 13. November.

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