Azure SDK 2.7 für Visual Studio 2013 und 2015 verfügbar
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Am 20. Juli hat Microsoft das neue Azure SDK in der Version 2.7 veröffentlicht. Das Development-Kit bringt einige neue Features für Visual Studio 2015 und 2013 mit. Neue Tools sollen außerdem die Azure-Entwicklung deutlich verbessern können. Neuerungen gibt es in den Bereichen Visual-Studio-Login und Remote-Debugging sowie für den Cloud Explorer, die Azure Resource Manager Tools und Co.

Das Windows Azure SDK für .NET ist Teil der Azure-Tools für Microsofts Entwicklungsumgebung Visual Studio und soll das Erstellen, Konfigurieren, Debuggen, Ausführen, Verpacken und Bereitstellen von skalierbaren Webanwendungen und -diensten unter Windows Azure ermöglichen. In der Version 2.7 ist es das erste SDK, dass Visual Studio 2015 unterstützt – die neue Version der IDE hat erst kürzlich den RTM-Status erreicht.

Brady Gaster, Program Manager, Azure SDK & Tools, hat die spannendsten Änderungen des Azure SDK 2.7 via Blogpost vorgestellt. Für einen groben Überblick vorab lohnt sich ein Blick auf die folgende Tabelle, die die wichtigsten neuen Tools und Features zusammengefasst.

Sign in improvements for Visual Studio 2015: Azure SDK 2.7 for Visual Studio 2015 now includes support for accounts accessing Azure via Role Based Access Control, Cloud Solution Providers, DreamSpark and other account and subscription types.
Cloud Explorer for Visual Studio 2015: Provides a highly performant, scalable tool for searching and viewing your Azure resources, inspecting their properties, and performing key developer and diagnostic actions from within Visual Studio.
Remote debugging for Virtual Machines in Visual Studio 2015: Have been updated to make working with the new Visual Studio Online build tasks easier, as well as improvements for working with Role Based Access Control (RBAC) and new subscription types.
Azure Resource Manager Tools: The Azure Resource Manager Tools have been updated to make working with the new Visual Studio Online build tasks easier, as well as improvements for working with Role Based Access Control (RBAC) and new subscription types.
Azure App Service Tools: Now also available in Visual Studio 2015. This update brings Remote Profiling support for Web Apps, improvements to the Swagger generation for API Apps, and multiple account sign-in support.
HDInsight Tools: In this release we have added views of execution graphs for Hive jobs running on Tez, expanded our Hive DML IntelliSense support, added NuGet for SCP.Net, upgraded our Storm templates and added new templates for Pig.
Azure Data Factory Tools: With this release, customers can interactively author and deploy data pipelines using the rich Visual Studio interface. See the Azure Data Factory blog post for more information about these tools.

Login-Verbesserungen für Visual Studio 2015

Im Vordergrund der Neuerungen steht die Möglichkeit, sich über verschiedene Konten gleichzeitig bei Visual Studio 2015 anzumelden. Damit soll Entwicklern der Zugang zu unterschiedlichen erleichtert werden, ohne dass diese sich mehrmals hintereinander Ab-und Anmelden müssen.

Der neue Cloud-Explorer sowie alle neu eingeführten Azure-Dialoge verfügen jetzt außerdem über eine Auswahl-Box, die das Switchen zwischen mehreren Accounts weiter vereinfachen soll. Störende Autorisierungs-Benachrichtigungen werden fortan nur noch angezeigt, wenn Nutzer ihre Anmeldedaten erneut eingeben müssen. Der nachfolgend gezeigte Create-Web-App-Dialog zeigt, wie der Account-Picker Entwickler dabei unterstützt, das richtige Konto zu finden, ohne dass das Dialog-Fenster verlassen werden muss.

Web app 1

© Microsoft

Ressourcen lassen sich nun außerdem via Role Based Access Control erreichen. Was das tolle daran ist, erklärt Gaster folgendermaßen:

You are no longer required to add accounts as co-administrators to your Azure subscription, you can choose to give individual users access only to the resources and actions they need and Visual Studio will tailor the experience.

Mehr Details zur Nutzung des Role Based Access Control finden sich hier.

Cloud Explorer

Der Cloud Explorer ist ein neues Werkzeug-Fenster, das laut Aussage Gasters schon bald den Azure node im Server Explorer ablösen soll. Microsofts Begründung hierfür ist, dass Azure node viel negatives Nutzer-Feedback geerntet hat. Beispielsweise gebe es Mängel in Sachen Performance, dem Support von neuen Azure-Resource-Manager-Ressourcen sowie rollenbasierten Access Controls (RBAC) und einigem mehr. Der Cloud Explorer adressiere genau diese Problembereiche und stelle Entwicklern einen Weg bereit, diagnostische Maßnahmen für alle Azure-Ressourcen direkt aus Visual Studio heraus durchzuführen.

Auf dem jetzigen Stand sollen mit dem Cloud Explorer die meisten Aktionen ausführbar sein, die auch im Server Explorer für App Service, Storage Accounts, SQL Databases und Virtual Machines verfügbar sind. In Zukunft soll der Explorer um weitere „actions for the remainder of the nodes“ ergänzt werden. Wann genau verrät Gaster jedoch nicht.

Auch die Erweiterung von Ressourcen, die aktuell nicht im Server Explorer angezeigt werden, etwa DocumentDB und lokale Azure-Fabric-Clusters, soll möglich sein. Alle im Azure RM Stack/New Portal vorhandenen Ressourcen seien laut Gaster einsehbar, einige davon seien momentan allerdings lediglich via Open in portal-Action verfügbar.

azure 2

© Microsoft

Remote-Debugging

Mit dem Azure SDK 2.7 lassen sich Remote-Debug-Prozesse jetzt mit Virtual-Machines basierend auf dem Azure-Ressource-Manager-Stack nutzen. Der Debug-Modus soll sich durch Anklicken der Enable-Debugging-Option im Cloud Explorer aktivieren lassen. Einmal aktiviert, lässt sich der Debugger über das Aktionsmenü anbinden. Auf diese Weise sollen sich die verschiedensten Prozesse debuggen lassen. Als Beispiel nennt Gaster:

For example to remote debug a web application running on a virtual machine you can attach to the w3wp.exe process.

remote debug 3

Alle weiteren Neuerungen finden Interessierte wie immer im Microsoft-Azure-Blog.

 

Aufmacherbild: Cloud with tools von Shutterstock / Urheberrecht: Marynchenko Oleksandr

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