Azure Service Fabric: Microsofts neue SaaP-Technologie
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Auf der Build-Konferenz in der kommenden Woche will Microsoft eine erste Preview der neuen Azure Service Fabric veröffentlichen. Dabei handelt es sich um eine Service-as-a-Platform-Technologie, mit der sich Microservices erstellen lassen.

Service Fabric wird sowohl für Public-Cloud-Kunden als auch für Nutzer von privaten Clouds zugänglich sein und soll der Allgemeinheit noch im Laufe des Jahres zur Verfügung stehen – einen konkreten Veröffentlichungstermin für die finale Version gab Microsoft allerdings noch nicht bekannt.

Microservices erstellen

Mithilfe von Service Fabric lassen sich Azure-Anwendungen in zahlreiche kleine Komponenten aufspalten – sogenannte Microservices, die jeweils einzeln eingesetzt und miteinander kombiniert werden können. Microsoft zufolge können sie außerdem unabhängig von ihrer zugrunde liegenden Infrastruktur maintained und aktualisiert werden.

Daraus dürfte sich ein klarer Vorteil für Entwickler ergeben, die auf Azure-Dienste zurückgreifen, denn bisher mussten diese zum Teil sehr mächtige Dienste heranziehen – auch dann, wenn nur ein kleiner Teil der jeweiligen Funktionalität genutzt werden sollte. Mit Service Fabric ließe sich dieses Problem nun umgehen, indem man Anwendungen bzw. Microservices erstellt, die weitaus weniger komplex sind, als die ursprünglichen Dienste.

Service Fabric bereits intern genutzt

Wie Mark Russinovich, Chief Technology Officer von Microsoft Azure, via Blogpost bekanntgab, wird Service Fabric bereits intern genutzt: Beispielsweise stehen Microservices hinter Skype for Business und der Azure SQL Database, aber auch bei der Entwicklung von Intune, DocumentDB und dem digitalen Sprachassistenten Cortana wurden sie eingesetzt. Laut Russinovich werden Azure-Kunden die gleiche Version der Azure-Service-Fabric-Framework-Technology erhalten, die der Software-Riese auch intern nutzt; eine angepasste Version wird es demnach nicht geben.

Finale Version im Verlauf des Jahres erwartet

Aktuell plant Microsoft, eine erste Preview von Service Fabric auf der Build-Konferenz zu demonstrieren, die zeitgleich mit einem entsprechenden Software Development Kit (SDK) ausgerollt werden soll, das sich in das neue Visual Studio 2015 einbettet. Die finale Version von Service Fabric könne noch im Laufe des Jahres erwartet werden. Einige Features von Service Fabric will Microsoft zudem in den kommenden Windows Server 2016 sowie das nächste System-Center-Release integrieren, die beide spätestens 2016 auf den Markt kommen sollen.

Zu Beginn werden voraussichtlich nur Windows-Entwickler von der neuen Technologie profitieren können, ein Support für Linux sei allerdings auch vorgesehen.

Aufmacherbild: Many disassembled blue puzzle pieces von Shutterstock / Urheberrecht: vvoe

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