Azure wird offener
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Satya Nadella und Scott Guthrie haben Informationen über die Zukunft des Cloud Computings und die von Microsoft verfolgte Strategie in Bezug auf Microsoft Azure mit der Öffentlichkeit geteilt. Dabei

Satya Nadella und Scott Guthrie haben Informationen über die Zukunft des Cloud Computings und die von Microsoft verfolgte Strategie in Bezug auf Microsoft Azure mit der Öffentlichkeit geteilt. Dabei hat Microsoft einige große Änderungen und Erweiterungen sowie wichtige strategische Partnerschaften angekündigt.

Azure-Ankündigungen im Überblick

  • Die größten VMs in der öffentlichen Cloud: die G-Serie.
  • Hoch performante Speicher, bezeichnet als Premium Storage
  • Ein verbesserter Azure Marketplace
  • Partnerschaften mit CoreOS und Cloudera
  • Das Microsoft Cloud Platform System (CPS)

Details zu den Ankündigungen

  • G-Serie: Mit der G-Serie möchte Microsoft hoch performante VMs bzgl. CPU, Arbeitsspeicherausstattung und persistenten Speicherplatz anbieten. Der Cloud-Anbieter redet dabei von fünf Stufen. Die kleinste Stufe „Standard_G1“ besitzt zwei Kerne, 28 GB RAM und 406 GB SSD-Speicher. Die höchste Stufe „Standard_G5“ soll mit 32 Kernen, 448 GB RAM und 6500 GB SSD-Speicher daherkommen. Im Vergleich bietet Amazon mit seiner Elastic Cloud die EC2-Instanzen mit einer Kapazität von 60 GB SSD-Speicher und 15 GB RAM (G2 2x Large) bis 2048 GB SSD (HS1 8x Large) und 244 GB RAM (I2 8x Large) an. Damit würde Microsoft mit seinem Angebot technisch gesehen vorne liegen.
  • Premium Storage: Mit dem Premium Storage möchte Microsoft einen individuell anpassbaren SSD-basierten persistenten Speicher anbieten. Dieser Speicher kann dann nach Bedarf bzgl. Größe und Performance-Anforderungen konfiguriert und in die VMs gehängt werden. Microsoft stellt dabei 32 TB maximalen Speicher pro VM in Aussicht und verspricht eine Latenz für Lese-/Schreiboperationen von weniger als einer Millisekunde. Im Vergleich bietet Amazon in der EC2 mit der HS1-Serie für VMs 24 * 2048 GB SSD-Speicher und kommt somit auf insgesamt 49 TB Gesamtkapazität.
  • Azure Marketplace: Microsoft möchte den Azure Marketplace weiter ausbauen, um das Auffinden, Erwerben und Installieren von Cloud-Lösungen der Microsoft-Partner leichter und effizienter zu gestalten. Neu im Boot ist beispielsweise CoreOS, eine minimale Linux-Distribution zum Verwalten moderner Infrastruktur-Stacks für hochskalierte Dienstszenarien wie z.B. Facebook und Twitter. CoreOS wird als Image für virtuelle Maschinen in der Azure-Cloud zur Verfügung gestellt. Ebenfalls an Bord ist nun Cloudera. Cloudera ist markführend bei Lösungen für Unternehmensdatenanalyse und Datenmanagement. Im Laufe der kommenden Wochen wird Microsoft weitere Partner für seine Cloud und den Marketplace vorstellen.
  • Cloud Platform System (CPS): Mit dem Cloud Platform System möchte Microsoft eine Wolke aus der Box anbieten. Der Cloud-Anbieter will seine Erfahrungen aus der öffentlichen Cloud somit auf dedizierter Hardware konservieren und privaten Unternehmen anbieten. Dabei läuft Microsoft-Software auf Hardware der Firma Dell. [2]
  • Docker Engine: Microsoft stellt in Aussicht, die Docker Engine direkt auf Linux-VMs aus dem Azure Management Portal heraus installierbar zu machen. Microsoft Open Technologies stellte dazu ein vereinfachtes Setup und Deployment der Docker Engine auf Linux-VMs über das Azure-Erweiterungsmodell vor. Mit der Docker Engine ist es möglich, verteilte Multi-Container-Anwendungen zu betreiben.

Während der Präsentation nannte Scott Guthrie einige Großkunden der Azure-Cloud, darunter Accuweather, Mazda North America, Lufthansa Systems und Milliman. In den letzten zwölf Monaten zählte der Konzern nach eigenen Aussagen 45 Millionen Rechenstunden in der Azure-Cloud. Das Wachstum innerhalb des letzten Jahres wird mit 198 Prozent beziffert.

Aufmacherbild: Blue sky with clouds and sun. von Shutterstock / Urheberrecht: Triff

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