Benchmarks à la Node.js vs. PHP können nicht stimmen
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Bei den Vergleichen zwischen Node.js und PHP werden zu viele Fehler gemacht. Phil Sturgeon ist ein unlängst erschienener Blog-Post zu dem Thema sauer aufgestoßen und nun hat er daran ein Exempel statuiert. 
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Bei den Vergleichen zwischen Node.js und PHP werden zu viele Fehler gemacht. Phil Sturgeon ist ein unlängst erschienener Blog-Post zu dem Thema sauer aufgestoßen und nun hat er daran ein Exempel statuiert.

So hat Rojan Sinha unter Angabe etlicher Messungen beweisen wollen, dass Node.js beim Web Scraping besser performt als PHP. Sturgeon merkt aber an, dass ein solcher Vergleich hinken muss, da eine asynchrone mit einer synchronen Architektur verglichen wurde in einem Benchmark, in dem es stark auf gute Skalierung bei hoher Nebenläufigkeit ankommt. Freilich konnte er den Test unter Zuhilfenahme der ReactPHP-Bibliotheken wiederholen und beweisen, dass auch mit PHP eine performante, nicht-blockierende Architektur umsetzbar ist, die ihrerseits wesentlich schneller durch Sinhas Tests läuft alsNode.js. Doch das ist noch nicht alles, was Sturgeon damit zeigen wollte.

Sturgeon befürchtet, dass Entwickler durch solche Posts zu dem Verdacht verleitet werden, dass PHP insbesondere in solchen Skalierungsfragen keine Antwort böte. Dabei stecken solche Zweifler oft fest in geschlossenen MAMP-Setups (ein lösbares Problem; wir berichteten) oder auf restriktiven Hostern, sodass sie nicht in den Genuss der PECL-Erweiterungen kommen, mit denen viele Probleme dieser Art bereits gelöst wurden. Dies könne auch der Grund dafür sein, warum viele Package-Entwickler auf Features verzichten, die von PHP-Core-Erweiterungen abhängen würden.

Diese Hürde werde derzeit ziemlich gut von ReactPHP überwunden, wie Sturgeon befindet. libevent oder libev werden darin gewrappt und als Composer Package ausgeliefert, womit es als Abhängigkeit für konkretere Projekte bereitsteht. Auf diese Art gelingt es PHP, zuverlässig sämtliche künftige Aufgaben zu meistern. Selbst wenn da jemand mit Benchmarks beweisen will, dass dem nicht so sei, soll er vorher genau hinsehen, ob er wirklich einen fairen Vergleich ziehen kann.

Aufmacherbild: An unfair race von Shutterstock / Urheberrecht: iQoncept

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