Bilanz nach einem Jahr Office 365 noch unklar
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Schon beim Start von Office 365 gab es viele Diskussionen über die Erfolgsaussichten der Cloud-Anwendung. Für viele kam Office 365 zu spät, um andere Dienste wie etwa Business Productivity Online Suite

Schon beim Start von Office 365 gab es viele Diskussionen über die Erfolgsaussichten der Cloud-Anwendung. Für viele kam Office 365 zu spät, um andere Dienste wie etwa Business Productivity Online Suite (BPOS), Office Live Small Business (OLSB) und Live@edu zu vereinen oder Google Apps als Markführer zu übertrumpfen.

Der Verzicht Microsofts, Angaben zu Verkaufs- und Nutzerzahlen zu veröffentlichen, scheint jetzt die Kritiker zu bestätigen. Obwohl Office 365 den Markt nicht im Sturm erobert hat, sieht Microsoft in der Cloud-Anwendung dennoch den am schnellsten wachsenden Bereich des Unternehmens.

Wichtig für den Erfolg ist, dass Microsoft die kleineren Unternehmen erreicht, die von Google Apps kostenlosen Funktionen wie E-Mail, Instant Messaging, Kalender und Productivity Apps angesprochen werden. Das kostenlose Office Live Small Business (OLSB) konnte diese Vorherrschaft nicht ergreifen.

Kleinere Erfolge stellen sich aber dennoch ein: Rund 90 Prozent der User von Office 365 sind kleinere Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. Der große Vorteil von Microsoft ist dabei unter anderem die breite Office-Palette mit Sprachfunktionen, Video-Konferenzen, dem Teilen von Dokumenten, E-Mail-Programmen und Kalendern.

Viele der Unternehmen, die nun durch das Einstellen des OLSB-Dienstes zum Umzug auf Office 365 gezwungen wurden, beschwerten sich über die fehlenden Automatismen und den hohen Aufwand beim Transfer der Dateien. Außerdem erfordert Office 365 Updates der Desktopdienste von Office, die die Zusammenarbeit der Desktopanwendungen mit den Cloud-Diensten zu gewährleisten.

Zu Beginn des Jahres konnte Google noch große Vertragsabschlüsse mit der Spanischen Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) oder des amerikanischen Innenministeriums verzeichnen. Auch Microsoft konnte zuletzt Erfolge erzielen. So stellte zum Beispiel die brasilianische Bekleidungskette Renner die Google-Dienste auf Office 365 um. Darüber hinaus gewann Microsoft mit der amerikanischen Baumarktkette Lowes und dem Catholic International Education Office weitere Schwergewichte als Kunden.

Größter Vorteil des Office Angebotes ist, dass viele Nutzer bereits mit Office vertraut sind. Auch wenn die Online-Services nur eine abgespeckte Version darstellen, sind alle wichtigen Dienste enthalten.

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