Bing erhält neues Logo und Responsive Design
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Microsofts Suchmaschine Bing präsentiert sich ab sofort in einem neuen Design. Damit verabschiedet sich das Unternehmen vom kurvigen, blauen Logo zugunsten eines eckigeren, modernen Schriftzugs. In einem

Microsofts Suchmaschine Bing präsentiert sich ab sofort in einem neuen Design. Damit verabschiedet sich das Unternehmen vom kurvigen, blauen Logo zugunsten eines eckigeren, modernen Schriftzugs. In einem Blog-Post hat Microsoft neben den Design-Veränderungen auch die neuen Funktionen der Suchmaschine – Page Zero und Pole Position – vorgestellt. Letztere sollen unsere Suche in Zukunft intuitiver und schneller gestalten.

Die Entwicklung des Logos sei Microsoft besonders wichtig gewesen, wie Lawrence Ripsher gegenüber The Verge in einem Interview sagte. Dabei verdichteten sich die Hinweise auf ein geplantes Redesign bereits im April dieses Jahres als Albert Shum, Windows Phone General Manager, und Todd Simmons, Creative Director bei Wolff Olins, auf dem norwegischen Design Day einen Vortrag hielten, in dem ein überarbeites Bing-Logo zu sehen war. Nach vielfachen Versuchen und Studien einigten sich die Entwickler nun unter anderem auf einen neuen Farbton, sodass das bekannte Orange von einem ins Goldene stechende Gelb abgelöst wird – dieselbe Farbe, die auch im Windows-Logo im unteren rechten Viertel Verwendug findet. Auch die beiden Buchstaben „i“ und „n“ sind identisch mit den Buchstaben im Windows-Schriftzug, wobei der Font des Logos sich mit Ausnahme des leicht modifizierten „b“ nun einheitlich in Microsofts Schriftfamilie Segoe einpasst. „Bisher war das Bing-Logo typischerweise etwas kurviger und weicher, doch jetzt passt es viel besser zu dem modernen Gesamtbild, das wir auch mit den anderen Logos der Microsoft-Palette verfolgt haben“, so Ripsher.

Neben dem Design wurde auch der Code der Suchmaschine überarbeitet und um die Funktionen Page Zero und Pole Position erweitert. Das neue Responsive Design, das die Darstellung fließend an das Web anpasst, sorgt für eine verbesserte Nutzererfahrungen auf Smartphones und Tablets. Dabei bleibt das täglich wechselnde bing-Hintergrundbild sowohl auf PCs und Laptops, als auch auf Tablets und Smartphones der Ausgangspunkt der Suche.

Page Zero soll die Suche deutlich schneller gestalten und schon vor dem Laden der Seite Suchergebnisse liefern und geht so einen Schritt weiter als die bekannte Auto-Vervollständigungsfunktion, die sowohl Google als auch Bing anbieten. Sobald man mit dem Eintippen des Suchbegriffs beginnt, werden die ersten Ergebnisse, die wahrscheinlich relevante Ergebnisse liefern, angezeigt. Sucht man dabei nach Personen mit ähnlichem Namen, kann die gewünschte Person angewählt werden, bevor die Suchmamaschine Ergebnisse liefert. Sucht man hingegen nach Inhalten, die häufig von den gleichen Aktionen gefolgt werden, wie etwa Suchanfragen nach Flügen, folgen Ergebnisse zur Buchung eines Fluges, Bilder, Videos oder Nachrichten des Ziellandes.

Noch spezifischer ist das Pole Position Feature, das Suchanfragen direkt beantwortet. Wenn man beispielsweise nach Bildern von Steve Ballmer sucht, werden an oberster Stelle und inline Bilder des CEOs angezeigt – eben in der Pole Position. Dieses Feature wird immer dann automatisch aktiviert, wenn bing davon ausgehen kann, treffende Ergebnisse zu liefern, wie etwa bei spezifischen Suchanfragen nach dem Wetter in Frankfurt. 

Zudem werden mit dem neuen Design der Snapshot Bar und der Sidebar in eine einzige Anzeige zusammengelegt, die nun den Input aus sozialen Medien, wie Facebook- oder Twitter-Posts von Freunden, anzeigt. Die Integration der sozialen Netzwerke ist sicherlich bings größter Vorteil geggenüber Google. Microsofts Director of Search, Stefan Weitz sagte gegenüber The Verge, dass man besonders jetzt erkenne, dass das Netz größer als man selbst sei, und vor allem größer als Googles Besitztümer und sich zudem beschreibbar schnell entwickle. Google Now arbeite zwar gut mit Gmail, Google Search oder YouTube zusammen, doch um die Vorzüge des Web zu nutzen, müsse man über Googles Tellerrand hinausschauen. Microsoft setzte daher bewusst nicht auf die Entwicklung einer eigenen Videoplattform, sondern wolle auch zukünftig mit Partnern zusammenarbeiten, was der Innovation und Entwicklung neuer Features nur zuträglich sei. Google baue eine große Mauer, an der kein Weg vorbei sein solle. „Wir sehen das Web eher als etwas, dass man für kein Geld der Welt kontrollieren oder besitzen könne.“

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